Kanzlei-News: McDermott, Dentons, Baker McKenzie

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In Frankfurt haben gleich zwei neue Rechtsberatungsboutiquen eröffnet. Foto: Engel Drohnenpilot - stock.adobe.com
In Frankfurt haben gleich zwei neue Rechtsberatungsboutiquen eröffnet. Foto: Engel Drohnenpilot - stock.adobe.com

McDermott-Partner gründet Compliance-Kanzlei

Der ehemalige Partner von McDermott Will & Schulte, Rolf Hünermann, und Jan-Gerrit Iken, zuletzt bei der Deutschen Bank tätig, haben eine Compliance-Boutique gegründet. Die Kanzlei unter dem Namen Hünermann Iken ist in Frankfurt am Main ansässig. Eigenen Angaben zufolge ist sie spezialisiert auf Compliance, Krisenmanagement und regulatorische Sondersituationen für Unternehmen, Finanzinstitute und deren Leitungs- und Aufsichtsorgane.

Rolf Hünermann bringt viele Jahre an Beratungserfahrung mit. Zuletzt war er mehr als drei Jahre Partner bei McDermott und davor einige Jahre als Partner bei Reed Smith sowie Willkie Farr & Gallagher aktiv. Jan-Gerrit Iken war bis August 2025 vier Jahre lang als Global Head of Monitoring & Screening und Deputy Head of AFC & Deputy Group AML Officer bei der Deutschen Bank tätig und davor sechs Jahre als Global Head of Financial Crime, AML und Sanctions & Deputy Chief Compliance Officer bei der Commerzbank.

Dentons-Partner gründet eigene Kanzlei

Nach fast 17 Jahren verlässt der Gesellschaftsrechtler Volker Junghanns-Schönfeld die internationale Kanzlei Dentons. Seit September ist er in eigener Kanzlei tätig. Mit einem klaren Fokus auf rechtliche M&A-Beratung sowie Gesellschafts- und Vertragsrecht richtet sich seine Kanzlei eigenen Angaben zufolge an Mandanten im Small-Cap- und Lower-Mid-Cap-Segment.

Junghanns-Schönfeld hat umfangreiche Erfahrung in der Beratung von Unternehmenstransaktionen, Private-Equity- und Venture-Capital-Finanzierungen, besonders im Bereich Technologie, Media und Telekommunikation. In seiner neuen Kanzlei will er von Beginn an auf digitale Prozesse und den Einsatz von Legal Tech und KI setzen.

Baker McKenzie gewinnt Anwälte von Kirkland und Linklaters

Die Großkanzlei Baker McKenzie verstärkte sich zum September mit zwei erfahrenen Anwälten. Zum einen wächst die Corporate-Praxis in München mit dem Zugang des Partners Christoph Jerger. Der erfahrene Anwalt für Private Equity und M&A wechselt von Kirkland & Ellis, wo er seit 2017 tätig war, und bringt umfassende Expertise in nationalen und internationalen Transaktionen mit.

Darüber hinaus verstärkt sich die Kanzlei im Finanzmarktaufsichtsrecht. Denn Sebastian Dey wechselte zum September von Linklaters zu Baker, er stieg als Senior Counsel in die deutsche Banking & Finance Praxis ein. Mit seinerm Know-how im Finanzmarktaufsichtsrecht und bei Digital Assets erweitert die Kanzlei eigenen Angaben zufolge ihr Beratungsangebot an der Schnittstelle von traditionellem Kapitalmarktgeschäft und innovativen Technologien. Dey, der zuvor bei Linklaters als Head of Digital Assets Germany tätig war, bringt umfassende Erfahrung in der Tokenisierung von Finanzinstrumenten und DLT-basierten Marktstrukturen mit.

Zusätzlich stärkt die Kanzlei ihre Führungsebene durch interne Ernennungen: Sie hat Artur Swierczok als Partner aufgenommen, der in der Frankfurter Banking & Finance Practice Group aktiv ist. Swierczok arbeitet seit 2021 bei Baker McKenzie und hat umfassende Erfahrung in Restrukturierung und Insolvenzrecht. Zudem beförderte die Kanzlei in Deutschland Julia Rossié und Stefanie Tesch in der Münchner Transactional Practice Group sowie den Arbeitsrechtler Felix Arnold in Berlin zu Counseln.

Weil wächst mit Anwälten von Latham

Weil Gotshal & Manges verstärkt die Litigation-Praxis in München mit Philipp Steinrück als Partner und Amandine Torikian-Tomassian als Counsel. Beide kommen von Latham & Watkins und fokussieren sich auf Post-M&A-Streitigkeiten: Steinrück bringt Erfahrung in internationalen Schiedsverfahren ein, während Torikian-Tomassian komplexe Wirtschaftsstreitigkeiten vor Gerichten und Schiedsgerichten bearbeitet. Schon im vergangenen Jahr holte Weil mehrere Anwältinnen und Anwälte von Latham & Watkins, darunter Sebastian Pauls und Susanne Decker.

Thyl Haßler wechselt zu Clifford Chance

Clifford Chance verstärkt sein Private Capital-Team in Deutschland mit Thyl Haßler, der nach sieben Jahren von White & Case als Partner ins Düsseldorfer Büro wechselt. Haßler hatte vor White & Case mehr als neun Jahre für Allen & Overy gearbeitet und bringt Erfahrung in der Beratung von Finanzinvestoren und Infrastrukturfonds bei M&A-Transaktionen und Joint Ventures im Energie- und Infrastruktursektor mit.

Freshfields-Partnerin wechselt zu Jones Day

Die M&A-Partnerin Elizabeth Oberholzer wechselte Anfang September von Freshfields zu Jones Day in München. Sie ist spezialisiert auf internationale M&A-Transaktionen in den Bereichen Technologie, Life Sciences und Automobilindustrie, war seit 2013 bei Freshfields und wurde 2022 Partnerin. Zuvor arbeitete sie bei Davis Polk & Wardwell in New York. Ihr Wechsel zu Jones Day folgt auf mehrere Abgänge bei Freshfields in München. Ende 2025 wurde bekannt, dass die in München tätige Partnerin Verena Nosch und der Partner Wessel Heukamp Freshfields gen Latham verlassen.

Daniel Möritz wechselt zu Freshfields

Dem Abgang von Elizabeth Oberholzer hat Freshfields frühzeitig mit dem Zugang von Daniel Möritz vorgebeugt, einem Experten im Gesellschaftsrecht, M&A und Private Equity. Möritz, der zuvor mehr als 14 Jahre bei Hengeler Mueller tätig war, bringt Erfahrung in der Beratung von Industrieunternehmen, Versicherern und Investoren bei internationalen Transaktionen mit.

White & Case wächst mit Norton-Rose-Anwalt in Hamburg

White & Case verstärkt den Hamburger Standort mit dem Finanzierungsanwalt Michael Volks, der sich dem Team um Florian Degenhardt anschließt. Volks bringt Erfahrung in internationalen Projekt- und Asset-Finanzierungen mit, insbesondere in den Bereichen Energie und Infrastruktur. Er berät Kreditgeber, Sponsoren und Investoren bei Projekten wie Wind- und Solarparks sowie im Transportsektor. Zuvor war er zehn Jahre bei Norton Rose Fulbright tätig.

Norton Rose Fulbright-Partner wechselt zu Reed Smith

Reed Smith verstärkt seine Präsenz in München mit dem Private-Equity-Anwalt Bernd Dreier als neuem Partner. Dreier, zuvor mehr als fünf Jahre bei Norton Rose Fulbright, bringt umfassende Erfahrung in der Beratung von Private-Equity-Sponsoren und Unternehmen bei Transaktionen wie Unternehmenskäufen, Joint Ventures und Restrukturierungen mit.

Schalast wächst in Kapitalmarktrecht, Restrukturierung und AI

Gleich drei Bereiche baut die Wirtschaftskanzlei Schalast zeitgleich aus: Zum einen verstärkt sie ihre Corporate- und Kapitalmarktpraxis in Düsseldorf mit Niko Jakovou und Christoph Meves als neue Partner. Jakovou bringt Erfahrung im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht mit, während Meves auf M&A-Transaktionen spezialisiert ist. Beide kommen von Deloitte Legal.

Zum zweiten baut Schalast in Frankfurt eine eigene Praxisgruppe für Insolvenz und Restrukturierung auf. Dafür sind die erfahrenen Restrukturierer Steffen Schneider und Georg Hüllen zu der Kanzlei gestoßen, die zuvor beide bei BBL Brockdorff tätig waren. Sie sollen künftig mit Wolfgang Sigler, der langjährig im Insolvenzrecht tätig ist und das Thema bei Schalast seit 2021 vom Stuttgarter Standort aus besetzt, eine eigene Praxisgruppe Insolvency & Restructuring aufbauen.

Zum dritten treibt Schalast seine KI-Strategie voran und hat Pascal Strauß als Head of Innovation & AI gewonnen, eine neu geschaffene Position. In dieser Rolle soll Strauß die KI-Aktivitäten und die Innovationsstrategie von Schalast sowie deren Umsetzung an der Schnittstelle von Technologie, Organisation und juristischer Praxis vorantreiben. Im Fokus sollen der weitere Ausbau bestehender Innovationsinitiativen, die Identifikation neuer Anwendungsfelder für Künstliche Intelligenz sowie die Weiterentwicklung moderner, effizienter und technologiegestützter Beratungsansätze stehen. Zuletzt war Strauß bei Hengeler Mueller tätig.

Info

Esra Laubach ist Redakteurin bei FINANCE und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Transformation, Restrukturierung und Recht. Sie ist Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin. Vor FINANCE war sie rund fünf Jahre als Legal-Journalistin für den Juve Verlag in Köln tätig, wo sie auch ihr journalistisches Volontariat absolvierte. Esra Laubach arbeitete während ihres Studiums multimedial u.a. für das ARD-Morgenmagazin, mehrere Zeitungen und moderierte beim Hochschulradio Kölncampus.

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