Oddo BHF gibt Teile des deutschen Firmenkundengeschäfts ab

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BRED Banque Populaire kauft Oddo BHF zwei Geschäftsfelder in Deutschland ab. Foto: BRED Banque Populaire
BRED Banque Populaire kauft Oddo BHF zwei Geschäftsfelder in Deutschland ab. Foto: BRED Banque Populaire

Die französische Genossenschaftsbank BRED Banque Populaire macht sich auf den Weg, eine Präsenz im deutschen Firmenkundengeschäft aufzubauen. Dazu erwirbt sie die Geschäftsfelder International Banking und Corporate Banking von der Investmentbank Oddo BHF. Das gaben die beiden Geldhäuser am heutigen Dienstagnachmittag bekannt. Erst in der vergangenen Woche hatte die Crédit Agricole angekündigt, die IKB kaufen zu wollen. 

Einen Abschluss des Deals erwarten die beiden Geldhäuser im ersten Halbjahr 2027. Er steht unter dem Vorbehalt, dass die Europäische Zentralbank, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und die Autorité de contrôle prudentiel et de résolution (ACPR) zustimmen.  

BRED übernimmt Handelsfinanzierungen von Oddo BHF 

BRED sieht im deutschen Markt „großes Potenzial für den weiteren Ausbau des Handels- und Exportfinanzierungsgeschäfts sowie des Korrespondenzbankgeschäfts“, so die gemeinsame Pressemitteilung der Geldhäuser. „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt in der internationalen Wachstumsstrategie der BRED Group und ermöglicht uns, unsere Bankpräsenz in Deutschland aufzubauen“, zitiert die Mitteilung Jean-Paul Julia, CEO von BRED. Ziel sei es dabei auch, deutsche, französische und internationale Unternehmen bei ihren grenzüberschreitenden Aktivitäten noch umfassender zu unterstützen. 

Bislang ist BRED in Deutschland unter anderem auf dem Markt für Commercial Papers aktiv. In diesem Segment ist sie weltweit nach eigenen Angaben einer der fünf großen Player.  

BRED hat rund 240.000 Genossenschaftsmitglieder und 7.300 Mitarbeitenden. Die Bank gehört zur Groupe BPCE, nach eigenen Angaben die zweitgrößte Bankengruppe Frankreichs. Sie zählt rund 110.000 Mitarbeitende, Eigentümer der Bank sind je zur Hälfte 14 Volksbanken und 15 Sparkassen. 

Oddo BHF trennt sich damit von einem Geschäft, das unter anderem auf ein Netzwerk von 460 Korrespondenzbanken weltweit zurückgeht. Die Bank konzentriert sich damit stärker auf die Bereiche Private Wealth Management, Asset Management und Investment Banking. Sie verwaltet derzeit Kundenvermögen von rund 159 Milliarden Euro und beschäftigt in Frankreich, Deutschland und der Schweiz zirka 3.100 Mitarbeitende. Das Nettobankergebnis lag 2025 bei 905 Millionen Euro.  

Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.

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