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Helaba wendet sich von NordLB ab

Die Helaba hat offenbar die Gespräche über eine Fusion mit der NordLB beendet.
Ulrich Reinecke/NORDLB

Es wird wohl keine Fusion zwischen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und der NordLB geben. Der Vorstand der Helaba habe den Mitgliedern seiner Trägerversammlung und dem Verwaltungsrat mitgeteilt, dass die Gespräche über eine Fusion mit der NordLB ohne Einigung beendet worden seien, berichtet die „Börsen-Zeitung“ unter Berufung auf ein Schreiben vom 21. Dezember 2018. Beide Institute wollten dies nicht kommentieren.

Damit schwindet die Hoffnung, dass es mit einer neuen Super-Landesbank doch noch klappen könnte. Spekulationen über eine solche Konsolidierung im Landesbankensektor waren zum Jahresende wieder aufgeflammt, obwohl die Helaba zum Ablauf der Bieterfrist Ende November kein Angebot für die NordLB abgegeben hatte. Damals hieß es jedoch, die Bank sei weiterhin gesprächsbereit.

Die NordLB befindet sich bereits seit mehreren Monaten auf der Suche nach einem Eigenkapitalgeber, um die Kapitalquoten zu stärken, nachdem die Bank 2016 durch faule Schiffskredite erheblich unter Druck geraten war.

Helaba konnte Forderungen bei NordLB nicht durchsetzen

Über die Gründe, die die Gespräche zum Scheitern gebracht haben sollen, ist nichts bekannt. Ein Knackpunkt könnte allerdings das sogenannte Verbundkonzept der Helaba gewesen sein, das eine enge Zusammenarbeit zwischen den Sparkassen und der Helaba regelt und zudem eine Haftungsgemeinschaft umfasst.

Bereits im November hatte das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, die niedersächsischen Sparkassen, die etwa 26 Prozent an der NordLB halten, seien nicht bereit, auf die Forderungen der Helaba einzugehen. Dazu zählte dem Bericht zufolge zum einen der Anschluss der niedersächsischen Sparkassen an das Verbundkonzept und zum anderen ihre Beteiligung an einer Kapitalstärkung der NordLB.

NordLB muss Lösung mit Finanzinvestor finden

Für die NordLB sind nun die laufenden Gespräche mit den noch interessierten Finanzinvestoren umso wichtiger. Drei sollen hier noch im Rennen sein: Cerberus, Centerbridge und Apollo. Das Private-Equity-Haus Advent soll nicht mehr im Bieterverfahren vertreten sein. Auch Apollo sei nicht in die letzte Runde des Bieterverfahrens gelangt, berichtete die F.A.Z. im Dezember. Endgültig aus dem Rennen sei der Investor aber noch nicht, hieß es weiter.

Ende Dezember sagte zudem der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, es lägen noch keine verbindlichen Angebote der Investoren für einen Einstieg bei der NordLB vor. Auf der Arbeitsebene werde noch an Bewertungsfragen gearbeitet. Alle Interessenten hätten noch entsprechenden Informationsbedarf angemeldet, es würden noch Daten ausgetauscht. Der Politiker erwartet dennoch, dass es noch im Januar Klarheit über den weiteren Weg der Bank geben wird.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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Antonia Kögler ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat einen Magisterabschluss in Amerikanistik, Publizistik und Politik und absolvierte während ihres Studiums Auslandssemester in Madrid und Washington DC. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit Finanzierungsthemen und verfolgt alle Entwicklungen rund um Green Finance und Nachhaltigkeit in der Finanzabteilung.

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