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OLB macht Giacomo Petrobelli zum Firmenkundenvorstand

Die Oldenburgische Landesbank hat Giacomo Petrobelli zum Firmenkundenvorstand ernannt. Foto: Sina Ettmer - adobe.stock.com
Die Oldenburgische Landesbank hat Giacomo Petrobelli zum Firmenkundenvorstand ernannt. Foto: Sina Ettmer - adobe.stock.com

Neuzugang im Vorstand: Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat seit dem heutigen Freitag ein neues Vorstandsmitglied. Giacomo Petrobelli, der bisherige Leiter der Akquisitions- und Fondfinanzierung, übernimmt im Segment Corporate & Diversified Lending die Bereiche Corporate Banking, Fußballfinanzierung und Akquisitionsfinanzierung. Die Bafin hat der Personalie bereits grünes Licht gegeben, wie das Geldinstitut am Donnerstagnachmittag mitteilte.

Giacomo Petrobelli kommt vom PE-Investor Apollo

Petrobelli war bereits im Januar 2020 zur OLB gestoßen und verfügt über mehr als 20 Jahre Management-Erfahrung im Finanzsektor. Davor war er laut seines “Linkedin”-Profils seit Juli 2015 leitender Berater für das Europageschäft des Private-Equity-Investors Apollo sowie dessen Portfolio-Unternehmen Bremer Kreditbank (BKB).

Giacomo Petrobelli ist zum Firmenkundenvorstand der OLB befördert worden. Foto: OLB

In seiner Zeit bei dem PE-Haus hatte Petrobelli auch an der Übernahme der OLB durch Apollo im Sommer 2017 mitgewirkt. Bei dem Deal hatte die BKB 90,2 Prozent der OLB übernommen. Der Kaufpreis für die bis dahin von der Allianz gehaltenen Anteile betrug 300 Millionen Euro. Durch einen Squeeze-out ein Jahr später erhöhte Apollo schließlich seinen Anteil auf 95 Prozent. Im Zuge dessen wurde die BKB auch mit der OLB verschmolzen.

OLB trumpft mit LBO-Deal auf

Als Firmenkundenvorstand wird Petrobelli auch die Akquisitionsfinanzierung verantworteten, hier ist die OLB derzeit auf dem Vormarsch. So kommt die Nachricht über Petrobellis Beförderung nur wenige Tage nach dem jüngsten Deal-Announcement der Norddeutschen. Dabei hat die OLB zusammen mit dem niederländischen Versicherer ASR das Leveraged-Loan-Portfolio der NIBC-Bank gekauft. Die Akquisition, die mehrere Unternehmensfinanzierungen aus den Niederlanden und Deutschland umfasst, war den beteiligten Parteien zufolge 500 Millionen Euro schwer.

Die OLB übernimmt davon den mehrheitlichen deutschen Anteil. Damit könnte die Bank zu den Spitzenreitern im deutschen Leverage-Finance-Geschäft aufschließen. Weitere Zukäufe schließen die Oldenburger nicht aus, wie Petrobelli im Gespräch mit FINANCE durchblicken ließ.

Petrobelli arbeitet von Oldenburg, London und Frankfurt aus

Petrobelli, der an der Universität Padova in Italien sowie an der London School of Economics Wirtschaftswissenschaften studiert hat, wird sowohl von der Hauptniederlassung in Oldenburg als auch aus London und Frankfurter heraus arbeiten. „Wir sind überzeugt, dass er zur weiteren positiven Entwicklung unserer Bank und insbesondere zum angestrebten Wachstum wesentlich beitragen wird“, kommentierte OLB-Aufsichtsratschef Axel Bartsch die Beförderung.

Beim Wachstum scheint die OLB auf einem guten Weg zu sein. So zeigt der Jahresabschluss 2021 eine Eigenkapitalrendite nach Steuern in Höhe von 7,3  Prozent – eine Verbesserung um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Cost-Income-Ratio – bereinigt um regulatorische Aufwendungen – betrug 59,5 Prozent (2020: 62,8 Prozent). Verbessert haben sich die Oldenburger auch beim Jahresüberschuss, der um 9,6 Prozent auf 86,2 Millionen Euro stieg.

jan.schuermann[at]finance-magazin.de

jan.schuermann@faz-bm.de | + posts

Jan Schuermann ist Redakteur bei FINANCE und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Gehalt in der Corporate-Finance-Welt. Er hat in Köln Geschichte, Deutsch und North American Studies studiert. Während eines Auslandsaufenthalt an der UC Berkeley hat er zeitweise für den Daily Californian gearbeitet. Bevor Jan Schuermann zum Fachverlag F.A.Z Business Media gestoßen ist, war er für die Nachrichtenagentur Thomson Reuters im polnischen Danzig tätig.

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