Hochkarätiger Neuzugang für Mayer Brown: Von Clifford Chance kommt Robert John.

Mayer Brown

15.11.18
Banking & Berater

Kanzleiticker: Mayer Brown, Latham & Watkins, Willkie

Mayer Brown baut die Private-Equity-Praxis aus, Latham & Watkins hat einen neuen Deutschlandchef und Willkie Farr & Gallagher trauert um Partner Mario Schmidt: Die wichtigsten Neuigkeiten aus den Unternehmens- und Kapitalmarktbereichen der großen Wirtschaftskanzleien im FINANCE-Kanzleiticker.

Robert John wechselt zu Mayer Brown

Der auf die Beratung von Private-Equity-Investoren spezialisierte Anwalt Robert John wechselt von Clifford Chance zu Mayer Brown. Der 40-Jährige wird als Partner im Frankfurter Büro die deutsche Corporate- und Private-Equity-Praxis verstärken. Als Teil eines Teams von Clifford Chance hatte John zuletzt unter anderem Cinven beim Verkauf von Ceramtec an BC Partners beraten.

Mayer Brown hatte vor gut zwei Jahren damit begonnen, auch im deutschsprachigen Raum einen Private-Equity-Schwerpunkt aufzubauen. Damals waren Julian Lemor und Birgit Hübscher-Alt zu der Kanzlei gewechselt

Selzner neuer Deutschlandchef von Latham & Watkins

Der M&A-Anwalt Harald Selzner ist neuer Managing Partner für Deutschland bei der Kanzlei Latham & Watkins. Selzner folgt auf Oliver Felsenstein, der vor wenigen Wochen in das globale Executive Committee der Kanzlei aufgestiegen ist. Selzner ist seit 2013 bei Latham & Watkins und Partner am Standort Düsseldorf. Er ist spezialisiert auf M&A-Deals von Unternehmen sowie im Private-Equity-Umfeld. Stellvertretender Managing Partner für Deutschland bleibt weiterhin Georg Weidenbach.

Auch die deutsche Partnerriege erhält Zuwachs: Zum 1. Januar 2019 steigt Max Hauser aus dem Frankfurter Büro zum Partner auf. Er berät Unternehmen zu kartellrechtlichen Fragestellungen und ist spezialisiert auf Fusionskontrollverfahren. Weltweit ernennt Latham & Watkins zum Jahreswechsel 31 Partner und 22 Counsel.

Willkie-Partner Mario Schmidt ist tot

Die Kanzlei Willkie Farr & Gallagher trauert um einen ihrer Partner: Der auf Private-Equity-Transaktionen spezialisierte Rechtsanwalt Mario Schmidt ist gestorben. Schmidt, der als einer der renommiertesten Private-Equity-Anwälte Deutschlands galt, war seit 2007 für Willkie Farr & Gallagher tätig und Co-Leiter des Frankfurter Büros. Vor seinem Wechsel hatte Schmidt mehrere Jahre für Clifford Chance gearbeitet, wo er 2002 Partner wurde.

Bei Willkie Farr & Gallagher war Schmidt als Partner Teil des Bereichs Corporate & Financial Services, zudem war er Co-Chair des Europa-Komitees. Die Kanzlei würdigte ihn als „großartigen Rechtsanwalt, guten Freund und Mentor“. Schmidt hatte zuletzt noch HK Food beim Verkauf der Restaurantkette Nordsee an den Schweizer Investor Kharis Capital beraten.

Dentons eröffnet vierten Deutschlandstandort

Die Kanzlei Dentons hat jetzt einen eigenen Standort in Düsseldorf. Es ist neben Berlin, Frankfurt und München das vierte deutsche Büro. Andreas Haak soll den Standort als Office Managing Partner aufbauen und leiten. Er war zuvor mehrere Jahre Leiter des Teams „Competition, EU and Trade“ sowie Leiter der Industriegruppe Life Science & Healthcare bei Taylor Wessing. Haak schließt sich Dentons zusammen mit dem Arbeitsrechtler Sascha Grosjean an. Dentons-Europa-Chef Tomasz Dąbrowski kündigte an, das Düsseldorfer Team solle in den kommenden Jahren auch in weiteren Bereichen verstärkt werden, darunter auch M&A und Private Equity.

Dentons holt Steinsdorff und Kreutz

Am Standort München hat Dentons derweil Jobst von Steinsdorff als prominenten Neuzugang verpflichtet. Der frühere Chefsyndikus des Bankhauses Lampe verstärkt nun die dortige Bank- und Finanzrechtspraxis als Partner. Er soll Banken in Digitalisierungsfragen sowie zum Aufsichtsrecht beraten.

In Berlin hat die Kanzlei Giannina Kreutz als neue Sozia für die Insolvenz- und Restrukturierungspraxis an Bord geholt. Kreutz wechselt von Baker McKenzie, wo sie in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Restrukturierung und Insolvenz tätig war. Die Praxisgruppe Insolvenz und Restrukturierung wurde zuletzt bereits um Petra Brenner als Partnerin und Verena Etzel als Sozia im Frankfurter erweitert. Mit Kreutz wächst die Praxisgruppe auf insgesamt 21 Rechtsanwälte.

Steffen Schellschmidt wechselt zu Clifford Chance

Der Bank- und Kapitalmarktrechtler Steffen Schellschmidt wechselt von Fried Frank zu Clifford Chance. Der 43-Jährige ist auf die Beratung zu syndizierten Krediten bei Akquisitionsfinanzierungen und deren Restrukturierung spezialisiert. Er wird von Frankfurt aus vor allem Debt- und Private Equity-Fonds, Family Offices sowie Bankenkonsortien beraten. Schellschmidt war zuletzt Partner im Finance-Bereich bei Fried Frank und davor bei Linklaters tätig.

Eversheds baut Banking & Finance aus

Mit einem erneuten Zugang von Simmons & Simmons verstärkt Eversheds Sutherland die Praxisgruppe Banking & Finance. Carolin Glänzel ist seit dem 1. November Counsel im Münchener Büro. Zuvor hatte sie seit 2011 bei Simmons & Simmons im Frankfurter Büro gearbeitet. Glänzel ist auf strukturierte Finanztransaktionen spezialisiert. Eversheds hatte für sein Banking & Finance-Team erst im Mai den Finanzierungspartner Stefan Schramm an Bord geholt, der zuvor das deutsche Banking-Team bei Simmons & Simmons geleitet hatte. 

FPS holt Stefan Dingel von Accenture

Die Wirtschaftskanzlei FPS verstärkt ihre Praxisgruppe Informationstechnologie in Frankfurt mit Stefan Dingel. Er kommt als Associate Partner an Bord. Zuletzt war er als Director Legal Services im Bereich Global Transactions bei Accenture für die rechtliche Gestaltung von IT-Projekten, Outsourcing-Verträgen und Joint Ventures verantwortlich. Sein Fokus liegt auf dem Finanzsektor. Bei FPS wird Dingel zu IT- und Oustourcing-Projekten, aber auch an der Schnittstelle zu Gesellschaftsrecht und zum M&A-Team der Kanzlei beraten.

Jan Bauer startet als Partner bei Skadden

Der auf Private-Equity-Transaktionen spezialisierte Anwalt Jan Bauer ist als neuer Partner im Frankfurter Büro der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom gestartet. Sein Wechsel war im Frühjahr angekündigt geworden. Bauer war zuvor Co-Leiter der Private-Equity-Gruppe von Gleiss Lutz. Skadden hat in den vergangenen Jahren mehrere hochrangige Anwälte mit M&A-Fokus verloren. Bauer beriet in den zurückliegenden Jahren regelmäßig bei Milliardentransaktionen. Unter anderem begleitete er Kion bei der Übernahme von Dematic und beriet den kanadischen Investor Ontario Teachers Pension Plan bei den Beteiligungen an Techem und Ceramtec.

Florian Ziegler wird Partner bei White & Case

Der auf Finanzierungsthemen spezialisierte Anwalt und Notar Florian Ziegler wird zum 1. Januar 2019 Partner in der globalen Banking-Praxis von White & Case. Ziegler arbeitet im Frankfurter Büro und berät schwerpunktmäßig zu Leveraged- und Akquisitionsfinanzierungen sowie zu Investmentgrade-Darlehen. Die Kanzlei White & Case hat zum Jahreswechsel insgesamt vier neue Partner in Deutschland ernannt. Neben Ziegler sind dies Sylvia Lorenz (Intellectual Property), Tine Schauenburg (White Collar) und Christian Theissen (International Arbitration). Weltweit werden 41 Anwälte aus zwölf Praxisgruppen in die Partnerschaft aufgenommen. 

Weitere Personalien

Hubertus Kolster ist für weitere vier Jahre als Managing Partner der Wirtschaftskanzlei CMS wiedergewählt worden. Es wird Kolsters dritte Amtszeit. Koster ist seit 1993 als Anwalt und seit 1997 als Partner im Frankfurter Büro tätig. Er ist auf Gesellschafts- und Unternehmensrecht sowie die Begleitung von M&A-Transaktionen spezialisiert.

Die Kanzlei White & Case holt Andreas Lischka als Local Partner in das Frankfurter Banking-Team. Lischka kommt von Hengeler Mueller, wo er seit 2011 tätig war. Zuletzt hatte er dort die Position eines Counsel inne. Lischka berät im Schwerpunkt zu Akquisitionsfinanzierungen sowie zum Bank- und Kapitalmarktrecht.

Astrid Altmann Forbes ist neue Leiterin Strategie, Business Development und Marketing bei Linklaters in Deutschland. Die Position hat die Kanzlei neu geschaffen. Altmann Forbes soll in dieser Funktion die strategische Ausrichtung der Kanzlei mitgestalten. Sie kommt von Gleiss Lutz, wo sie mehr als zehn Jahre lang eine vergleichbare Rolle als Director Strategy & Business Development ausgeübt htte. Zuvor leitete sie die BD- und Marketing-Aktivitäten der US-Kanzlei Covington & Burling in Europa und arbeitete für Freshfields Bruckhaus Deringer in London.

Baker Tilly hat den Rechtsanwalt und Steuerberater Michael Klett für sich gewonnen. Mit Klett, bislang Partner bei PwC in Stuttgart, wechselt ein zehnköpfiges Team. Zum 1. April sollen die neuen Kollegen am Stuttgarter Standort von Baker Tilly die Industriegruppe „Öffentlicher Sektor/Energie“ verstärken und helfen, das Team mit 30 Berufsträgern weiter auszubauen.

Der Insolvenzrechtsspezialist Phillip-Boie Harder verstärkt das Team von Anchor Rechtsanwälte in Düsseldorf. Er war zuvor bei Deloitte Legal tätig. Er hat bereits in verschiedenen Verfahren Gläubiger,  Insolvenzverwalter sowie Unternehmen in Sanierungs- und Insolvenzsituationen vertreten.

Der Hamburger Standort von EY Law verstärkt sich mit Maximilian Menges, der von Latham & Watkins wechselt. Der 35-Jährige M&A-Experte wird als Senior Manager einsteigen. Zuvor war bereits Jan Feigen von Latham zu EY Law gewechselt. Beide werden im Corporate-Team tätig sein.

Rödl & Partner stellt seine Rechtsberatung in der Schweiz neu auf. Das Beratungshaus kooperiert dort mit der Kanzlei Barbier Habegger Rechtsanwälte um die beiden Partner Alex Barbier und Christian Habegger. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen Barbier Habegger Rödl Rechtsanwälte und hat Büros in Winterthur und Zürich. Rödl & Partner ist seit 2007 in der Schweiz vertreten.

Ashurst hat David Scholz zum Head of Business Development in Deutschland ernannt. Die Wirtschaftskanzlei will mit der neu geschaffenen Position die strategische Geschäftsentwicklung in Deutschland vorantreiben. Scholz berichtet an das deutsche Management der Kanzlei und leitet den Servicebereich Business Development & Kommunikation. Er war zuvor bei Freshfields Bruckhaus Deringer für den Bereich Client Solutions und die Vermarktung des Transaktionsgeschäfts verantwortlich.

Die Wirtschaftskanzlei Schönherr hat eine Task Force für „Corporate Investigations & Crisis Management“ gegründet, die die Partner Christoph Haid und Sascha Hödl leiten werden. Die Einsatzgruppe soll in Krisensituationen wie Kartellrechtsverstößen, Wirtschaftskriminalität oder Steuerhinterziehung beraten.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Beförderungen, Wechsel, Standortveränderungen: Die wichtigsten Neuigkeiten aus den finanzierungs- und transaktionsbezogenen Desks der großen Wirtschaftskanzleien in Deutschland lesen Sie in unserem Kanzleiticker.