SKW Schwarz

08.02.18
Banking & Berater

Kanzleiticker: SKW Schwarz, Baker McKenzie, Hogan Lovells

Sabine Kröger wird Partnerin bei SKW Schwarz, Baker McKenzie wirbt eine weitere Private-Equity-Anwältin von Dechert ab und Hogan Lovells holt die Unterstützung für seinen DCM-Bereich erneut von Mayer Brown: die wichtigsten Meldungen aus den Wirtschaftskanzleien im FINANCE-Kanzleiticker.

Sabine Kröger wird Partnerin bei SKW Schwarz

Die 40-jährige Sabine Kröger ist in den Partnerkreis der Wirtschaftskanzlei SKW Schwarz aufgestiegen. Die Fachanwältin für Handels- und Gesellschafts- sowie für Bank- und Kapitalmarktrecht ist regelmäßig auch forensisch tätig. Im Schwerpunkt berät Kröger Kreditinstitute in Fragen des Bankvertrags- und -haftungsrechts. Finanzdienstleistungs- und Zahlungsinstitute sowie Fintechs berät Kröger zu Themen des Bankaufsichts-, Zahlungsverkehrs- und Geldwäscherechts.

Hogan Lovells baut Fremdkapitalmarktpraxis weiter aus

Der Bereich Internationale Fremdkapitalmärkte (International Debt Capital Markets) bei Hogan Lovells bekommt erneut Zuwachs. Markus Brusch (35) verstärkt das Team als Councel. Hogan Lovells hatte für diesen Bereich im Oktober bereits Jochen Seitz und Peter Maier zusammen mit einem achtköpfigen Team von Mayer Brown geholt. Brusch hatte in der Vergangenheit mit ihnen gearbeitet, zuletzt als Senior Associate. Seit Februar verstärkt auch Freya Carolin Siekmann (27) den Bereich als Associate, sie arbeitete während des Studiums als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team von Seitz und Maier bei Mayer Brown.

Auch im internationalen Board von Hogan Lovells gibt es Veränderungen. Neuer Vorsitzender (Chair) ist Leopold von Gerlach (50). Mit dem Partner aus dem Hamburger Büro rückt zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des Kontrollgremiums. Von Gerlach, der 1995 zu Hogan Lovells kam, ist seit 2014 als Vertreter der kontinentaleuropäischen Partner im Board vertreten. Zum 1. Mai übernimmt er den Vorsitz von Nicholas Cheffings aus dem Londoner Büro, der nach zwei dreijährigen Amtszeiten nicht erneut kandidieren konnte. In dem zwölfköpfigen Board werden die Interessen der Partnerschaft gebündelt. Das Board berät das Exekutivorgan der Kanzlei, das International Management Committee. 

KPMG Law erweitert Financial-Services- sowie M&A-Team

Marc Pussar und Philipp Vorbeck verstärken als Senior Manager das Financial-Services-Team von KPMG Law in Frankfurt. Das Team um Partner Markus Lange umfasst dem Unternehmen zufolge nun insgesamt 40 Berufsträger. Vorbeck kommt von Latham & Watkins, wo er seit 2011 in London und Frankfurt tätig war. Sein Schwerpunkt liegt auf Akquisitionsfinanzierungen für Investmentbanken und Private-Equity-Investoren. Pussar ist auf Bankaufsichtsrecht spezialisiert und berät unter anderem zu Fintech-Themen. Er kommt von SKW Schwarz, wo er zuletzt die kanzleiinterne Arbeitsgruppe Fintech leitete.

Im M&A-Bereich hat KPMG Law Boris Schilmar im Standort Düsseldorf an Bord geholt. Er soll insbesondere den Bereich der deutsch-chinesischen Transaktionen ausbauen. Schilmar kommt von Simmons & Simmons, wo er seit 2014 als Partner tätig war. Bis 2013 leitete Schilmar den Münchener Standort von Deloitte Legal. Zusammen mit Schilmar wechselt sein China-Desk-Team einschließlich der chinesischen Co-Head Yan Sun zu KPMG Law. 

Baker McKenzie holt Private-Equity-Anwältin von Dechert

Die Transaktionsanwältin Julia Braun (41) verstärkt als Counsel das Münchener Corporate- und Private-Equity-Team von Baker McKenzie. Die Kanzlei hatte im vergangenen Herbst bereits die langjährigen Dechert-Partner Berthold Hummel und Katja Heuterkes als Verstärkung für die PE-Praxis geholt. Auch Braun war zuvor für Dechert tätig und arbeitete mit Hummel und Heuterkes zusammen. Sie berät Finanzinvestoren, Unternehmen und Family Offices bei Übernahmen, Management-Buy-outs und Beteiligungen.

Schilling verstärkt Finanzierungspraxis bei Noerr

Alexander Schilling ist neuer Associated Partner in der Praxisgruppe Banking & Finance im Frankfurter Büro der Kanzlei Noerr. Der 36-Jährige kommt von Allen & Overy. Er ist spezialisiert auf die Beratung von Investment-Grade-Finanzierungen, Akquisitions- und Leveraged-Finanzierungen sowie Schuldscheindarlehen und berät auf Banken- sowie auf Unternehmensseite. 

PE-Anwalt Holger Scheer startet eigene Kanzlei

Der frühere Leiter der Private-Equity-Praxis von Norton Rose Fulbright, Holger Scheer, ist seit Anfang Februar mit seiner eigenen Rechtsberatung Skye Partners aktiv. Auch der vormals als Of Counsel bei Norton Rose tätige Christoph Otto Breithaupt gehört zum Gründungsteam von Skye. 

Gabriele Fontane wechselt zu Oppenhoff & Partner

Auch die Kanzlei Oppenhoff & Partner hat sich Private-Equity-Expertise ins Haus geholt: Gabriele Fontane soll die PE-Praxis weiter ausbauen. Die 52-Jährige ist Gründungspartnerin der Kanzlei Otto Mittag Fontane, die 2009 als Spin-off des Frankfurter Büros der Kanzlei Thümmel, Schütze & Partner entstand. 

Ashurst stärkt Kartellrecht und Finanzierung

Ashurst verstärkt die Kartellrechtspraxis mit Michael Holzhäuser (44). Er war zuletzt Office Managing Partner des Frankfurter Büros und Partner des Bereichs Kartellrecht bei DLA Piper. Ashurst will unter Holzhäusers Führung neben seinem Kartellrechtsteam in München eine zweite Kartellrechtspraxis in Frankfurt etablieren, deren Team weiter wachsen soll.

Filip Kurkowski (46) verstärkt seit Februar die Finanzierungspraxis von Ashurst als Lateral-Partner in Frankfurt. Er wechselt von Baker McKenzie, wo er seit 2016 tätig war. Zuvor war Kurkowski mehr als 15 Jahre lang Teil der Banking-and-Finance-Praxis von Allen & Overy. Er berät Banken, Private-Equity- und Mezzanine–Investoren im Schwerpunkt zu Immobilien- und Asset-Finanzierungen sowie Mezzanine-Finanzierungen. Ashursts deutsches Banking-Team bildet zusammen mit dem Securities-and-Derivatives-Team die Finance-Praxis der Kanzlei und wächst mit dem Zugang von Filip Kurkowski in Deutschland auf sieben Partner. 

Weitere Personalien

Urs Lewens wechselt von Allen & Overy zu Linklaters und wird dort als Counsel die Banking-Praxis verstärken. Sein Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Akquisitionsfinanzierung, syndizierte Kredite, Private Placements bei Schuldscheinen sowie Leveraged Finance. Lewens wechselt gemeinsam mit Neil George Weiand, der im Januar seine Arbeit für Linklaters aufgenommen hat.

Die Wirtschaftskanzlei GvW Graf von Westphalen hat Benjamin Schwarzfischer als Assoziierten Partner in die Partnerschaft aufgenommen. Schwarzfischer ist seit Ende 2011 als Rechtsanwalt für GvW in Frankfurt tätig. Als Mitglied der Praxisgruppe M&A berät er im Schwerpunkt Mittelständler zu Transaktionen und Umstrukturierungen.

Alexander Klein verstärkt als Counsel im Frankfurter Büro die deutsche Finance-Praxis der Kanzlei Gibson, Dunn & Crutcher. Er wechselt von Milbank, Tweed, Hadley & McCloy. Klein soll das Finance-Team gemeinsam mit Sebastian Schoon ausbauen, der im vergangenen Jahr von Ashurst zu der Kanzlei gewechselt war. Klein berät im Banken- und Finanzrecht mit Schwerpunkt auf Akquisitionsfinanzierungen, Unternehmenskrediten und strukturierten Finanzierungen.

Robin Eyben verstärkt seit Februar als Partner das Corporate- und Venture-Capital-Team der Kanzlei Osborne Clarke in Berlin. Der 39-Jährige, der auf die Beratung von M&A-Deals spezialisiert ist, soll eng mit den Kollegen aus dem Venture-Capital-Bereich zusammenarbeiten. Eyben kommt von Morrison & Foerster.

Die auf Restrukturierungen spezialisierte Kanzlei Pluta hat Ivo-Meinert Willrodt zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Willrodt verantwortet in seiner neuen Funktion die Standorte in München, Hallbergmoos, Nürnberg, Würzburg, Regensburg und Bayreuth. Er arbeitet seit mehr als 15 Jahren für Pluta und hat der Kanzlei zufolge bereits mehr als 250 Firmeninsolvenzen betreut. Willrodt koordiniert zudem die Pluta-Aktivitäten in dem internationalen Netzwerk BTG Global Advisory. Stephan Ammann, seit 2012 Geschäftsführer bei Pluta und bisheriger Leiter der sechs Standorte, wird der Kanzlei zufolge weiterhin neue Verfahren bearbeiten, insbesondere als CRO.

Die auf Sanierungsfälle spezialisierte Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner hat den Restrukturierungsanwalt Tom Braegelmann in ihr Team geholt. Braegelmann, der auch in den USA als Anwalt zugelassen ist und mehrere Jahre in New York tätig war, arbeitete in der Vergangenheit unter anderem für Salans (heute Dentons) sowie für DLA Piper. Erst im vergangenen Herbst war er dem Fachportal Juve zufolge als General Counsel bei dem Legal-Tech-Anbieter Leverton angetreten. BBL strebt nach eigenem Bekunden an, im Bereich Legal Tech zu den Marktführern zu gehören. 

Der Finanzierungsspezialist Mattias von Buttlar wechselt von Clifford Chance zu White & Case, wo er als Partner im Frankfurter Büro arbeiten wird. Von Buttlar soll innerhalb der globalen Banking-Praxis im Schwerpunkt zu Transaktionsfinanzierungen beraten.

Allen & Overy stärkt die Private-Equity-Praxis erneut: Nils Koffka wechselt von Frehsfields in das Hamburger Büro von Allen & Overy. Erst vor wenigen Wochen hatte Allen & Overy den früheren DLA-Piper-Partner Dominik Stühler verpflichtet, der mit einem Team die PE-Praxis im Münchener Büro stärken soll.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Beförderungen, Wechsel, Standortveränderungen: Die wichtigsten Neuigkeiten aus den finanzierungs- und transaktionsbezogenen Desks der großen Wirtschaftskanzleien in Deutschland lesen Sie in loser Folge in unserem neuen FINANCE-Kanzleiticker