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Ebner Stolz angelt sich WP-Team von EY

Fuat Kalkan wechselte von EY zu Ebner Stolz. Foto: Ebner Stolz
Fuat Kalkan wechselte von EY zu Ebner Stolz. Foto: Ebner Stolz

Das Big-Four-Haus EY muss erneut ein Team ziehen lassen. Diesmal wechselt ein vierköpfiges Team rund um den Wirtschaftsprüfer Fuat Kalkan zum Konkurrenten Ebner Stolz, wie das Beratungshaus erst jetzt bekanntgegeben hat. Die Ebner-Stolz-Berater haben ihre Arbeit bereits Anfang August aufgenommen und sind in den Bereich Wirtschaftsprüfung am Standort Berlin eingestiegen, die Partner Christoph Eppinger leitet. Der Schwerpunkt der Mannschaft um Eppinger liegt im Auditing, Financial Advisory sowie in der Transaktionsberatung, genannt Transaction Advisory Services.

Inklusive der Neuzugänge arbeiten nun rund 25 Berater im Wirtschaftsprüfungsbereich in Berlin. Die Hauptaufgabe der Neuzugänge soll es nun sein „die Prüfung und Beratung von kapitalmarktorientierten Unternehmen sowie von Start-ups“ voranzutreiben, wie Ebner Stolz mitteilt.

Fuat Kalkan startete Karriere bei EY

Kalkan war zuvor als Senior Manager bei EY tätig, wo er schwerpunktmäßig die Beratung von kapitalmarktorientierten Unternehmen betreute. Laut Ebner Stolz bringt er Expertise in prüfungsmethodischen Fragestellungen mit. „Wir möchten die Beratung kapitalmarktorientierter Unternehmen weiter ausbauen und darüber hinaus auch die sehr aktive Gründerszene in Berlin mit ihren zahlreichen Start-ups ansprechen“, begründet Eppinger den Neuzugang. Darüber hinaus kündigte Eppinger „weitere Wachstumsschritte am Berliner Standort“ an, die noch für dieses Jahr geplant seien.

Der 34-jährige Kalkan startete seine Karriere bei EY und war insgesamt mehr als elf Jahre bei der Wirtschaftsprüfung tätig. Seit 2017 ist er zugelassener Wirtschaftsprüfer. Neben seiner Laufbahn in der Beratungs- und Prüfungsbranche kann Kalkan außerdem eine Karriere im Profi-Fußball vorweisen und spielte unter anderem in der U21-Nationalmannschaft der Türkei. Nähere Informationen zu den anderen Neuzugängen in dem Team hat Ebner Stolz auf FINANCE-Anfrage nicht bekanntgegeben.

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Ebner Stolz wächst im Audit

Das neue Ebner-Stolz-Beratungs-Team ist nicht das erste in kurzer Zeit, das dem Big-Four-Haus EY den Rücken kehrt. Zuletzt verließ ein sechsköpfiges Team um die Partnerin Nina Blume EY und wechselte zu dem Beratungshaus WTS Advisory. EY befindet sich derzeit in einer schwierigen Situation: Im Zuge des Wirecard-Skandals hat der Ruf des Hauses gelitten und EY musste zudem einige Prüfmandate abgeben – wie das bei Siemens, das an PwC gehen soll. Bitter: EY hatte das Prüfmandat gerade erst wieder gewonnen.

Bei Ebner Stolz stehen die Zeichen hingegen auf Wachstum: Das mittelständische Prüf- und Beratungshaus hat 2021 erstmals die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro geknackt. Demzufolge ist der Umsatz des Next-Six-Hauses um rund 7 Prozent auf 301,1 Millionen Euro gewachsen. Dabei ist der Bereich Wirtschaftsprüfung am stärksten gewachsen. In der Sparte wuchs Ebner Stolz um rund 15 Prozent auf 124,5 Millionen Euro und gewann im Jahr 2021 sowohl neue Mandate im Mittelstand als auch bei größeren kapitalmarktorientierten Unternehmen.

jasmin.rehne[at]finance-magazin.de

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Jasmin Rehne ist Redakteurin bei FINANCE und verfolgt scherpunktmäßig die Themen Controlling und Personal. Sie hat in Marburg Sprache und Kommunikation studiert. Neben ihrem Studium arbeitete Jasmin Rehne bereits als studentische Hilfskraft bei FINANCE.

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