Newsletter

Abonnements

Rodenstock: Beförderung für CFO Marcus Desimoni

Marcus Desimoni wird neuer Chef von Rodenstock. Foto: Rodenstock
Marcus Desimoni wird neuer Chef von Rodenstock. Foto: Rodenstock

CFO Marcus Desimoni steigt bei der Rodenstock Gruppe auf: Zum 1. Februar übernimmt er den Chef-Posten von Anders Hedegaard. Nach vier Jahren wird noch-CEO Hedegaard als Non-Executive-Mitglied weiterhin im Beirat tätig sein und als Berater des Managements agieren, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht.

„Die Ernennung von Marcus Desimoni zum CEO gewährleistet Kontinuität im Führungsteam und in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens“, kommentiert Rodenstock die Personalmeldung. Unter seiner Führung will das Unternehmen weiter in die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie in das Produkt- und Dienstleistungsportfolio investieren.

Desimoni begleitete Einstieg des PE-Investors Apax

Desimoni ist seit 2020 CFO des Herstellers von Brillengläsern und habe „die Transformation Rodenstocks federführend mit vorangetrieben“. In dieser Zeit begleitete er einige Deals des Unternehmens. So zuletzt die Abspaltung des Geschäfts mit Brillengestellen im Dezember 2022. Rodenstock verkaufte die Marken Rodenstock Eyewear und Porsche Design Eyewear an den italienischen Konzern De Rigo.

Der Deal sei ein wichtiger Part der Transformation, mit dem Ziel, das Geschäft noch stärker auf Med-Tech zu fokussieren und sich künftig nur noch auf die Herstellung von Brillengläsern zu spezialisieren. Eine weitere große Transaktion, die unter der Leitung des CFOs durchgeführt wurde, ist die Übernahme des spanischen Wettbewerbers Indo Optical im Mai 2022.

Zudem erlebte Desimoni auch den Einstieg des Private-Equity-Investors Apax Partners im März 2021. Apax übernahm den Glashersteller damals für 1,5 Milliarden Euro von dem Finanzinvestor Compass Partners. Damit hat Rodenstock schon den vierten PE-Eigentümer und ist seit über 20 Jahren in den Händen von Finanzinvestoren.

Erster CEO-Posten für Desimoni

Desimoni kennt sich damit in der Private-Equity-Welt bestens aus. Laut seinem Linkedin-Profil ist er selbst unter dem Firmennamen „Fodesi“ Investor und Berater. Die CEO-Position wird aber neu für ihn sein, bisher galt er eher als erfahrener CFO. So leitete er bereits die Finanzen des dänischen Hörgeräteherstellers GN Store Nord sowie die des Wettbewerbes Sivantos in Singapur. Davor war er als CFO für eine Sparte von Siemens in Tokio tätig. Einen Nachfolger für Desimoni wollen die Münchener „voraussichtlich“ im ersten Quartal dieses Jahres vorstellen. 

Das Traditionsunternehmen aus München zählt laut eigenen Angaben weltweit mehr als 5.100 Mitarbeiter und ist in über 85 Ländern tätig. 2021 erwirtschaftete Rodenstock einen Nettoumsatz von 494 Millionen Euro, ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ebitda lag bei 127 Millionen Euro.

Sarah Backhaus ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat Journalismus an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln studiert. Sarah Backhaus arbeitete während ihres Studiums unter anderem für Onlinemagazine von Gruner + Jahr und schrieb als freie Journalisten für die Handelszeitung, faz.net und Impulse.