Rolf Wetzel wechselt von Heraeus zu Viessmann
Viessmann holt sich einen erfahrenen Finanzchef an Bord: Der Heiztechnikhersteller hat Rolf Wetzel zum CFO sowie zum Vorstandsmitglied ernannt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Wetzel verbrachte zuvor mehr als ein Jahrzehnt als CFO bei dem familiengeführten Unternehmen Heraeus. Bei dem Hanauer Edelmetall- und Technologiekonzern war er seit 2011 tätig und rückte 2014 als Finanzchef in den Vorstand auf.
Zuvor sammelte Wetzel Führungserfahrung bei dem Spezialchemiekonzern Lanxess und deren Tochter Saltigo. Dort lag sein Fokus auf Controlling, Rechnungswesen, IT sowie Restrukturierungs– und M&A-Controlling. Der Diplom-Kaufmann studierte in Deutschland, England, Spanien und Frankreich und verfügt über Erfahrung in Industrie und Beratung.
Angetreten hat Wetzel die Position bei Viessmann bereits zum 1. Oktober, wie ein Unternehmenssprecher auf FINANCE-Anfrage mitteilte. Dort verantwortet er nun das Finanzressort und zentrale Unternehmensfunktionen wie Controlling, Accounting, Corporate Finance, Treasury, Tax und IT.
WTS holt mit Dennis Zentgraf CFO mit PE-Expertise
Die Steuerberatungsgruppe WTS besetzt ihre Finanzspitze neu: Dennis Zentgraf hat zum 1. November die Position des CFO übernommen, wie das Unternehmen mitteilte. In seiner Funktion verantwortet er die gesamte Finanzorganisation der WTS-Gruppe sowie die Bereiche People & Culture und IT.
Zentgraf kommt vom IT-Dienstleister Valantic, wo er als Group CFO die Ressorts Finanzen, Business Intelligence, People & Culture, IT sowie Legal & Compliance leitete. Davor war der Manager als CFO der Cornelsen Gruppe und als Division CFO bei ProSiebenSat.1 Media tätig. Seine Karriere startete er als Berater bei der Big Four-Gesellschaft KPMG, Duff & Phelps und Alix Partners mit Fokus auf Transformations- und Transaktionsprojekte.
Die Personalie hat für WTS einen strategischen Hintergrund: Im Frühjahr stieg der Private-Equity-Investor EQT bei der Gesellschaft ein. Für CEO Fritz Esterer ist daher besonders Zentgrafs Expertise im Umgang mit PE-beteiligten Unternehmen von großer Bedeutung, wie aus der Mitteilung der Beratungsgruppe hervorgeht.
Zalando holt Ex-Vodafone-CFO Anna Dimitrova
Der Online-Modehändler Zalando beendet seine monatelange CFO-Vakanz: Anna Dimitrova übernimmt zum 1. Januar 2026 den Posten der Finanzchefin und wird künftig die Bereiche Finanzen und Corporate Governance verantworten, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Mit der Personalie endet eine Übergangsphase, in der Co-CEO David Schröder die Finanzen interimistisch geleitet hatte, nachdem die frühere CFO Sandra Dembeck ihren Ende Februar 2025 auslaufenden Vertrag auf eigenen Wunsch nicht verlängert hatte.
Die designierte Zalando-CFO Dimitrova bringt mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in den Bereichen M&A, Kapitalmarkt und Investor Relations mit. Ihre Karriere begann sie 2001 im Marketing von Vodafone Deutschland, bevor sie verschiedene Stationen im Finanzbereich durchlief. 2012 wurde sie CFO von Vodafone Tschechien, verantwortete die Integration von Kabel Deutschland und Unity Media und stieg im November 2018 zur CFO der Deutschland-Tochter auf. Im März 2022 verließ sie den Finanzposten bei Vodafone. Ein Jahr später wechselte Dimitrova als Group CFO zur Deutschen Glasfaser. Diese Position hat sie bis heute inne.
Weitere CFO-Personalien
Die Deutsche Bahn holt Karin Dohm als neue Finanzchefin. Die frühere Hornbach-Managerin wechselt zum 1. Dezember als CFO zu dem Konzern, wie die Bahn bestätigt. Dohm ist Teil einer umfassenden Vorstandsneuaufstellung unter der neuen Bahn-Chefin Evelyn Palla. Darüber hinaus wurden Harmen van Zijderveld für den Regionalverkehr und Bernhard Osburg für den Güterverkehr zu Vorständen berufen.
Das Healthcare-Unternehmen Merz holt sich Almuth Steinkühler als erste Finanzvorständin an Bord. Sie ist die Position im November angetreten, gab das Unternehmen bekannt. Steinkühler kommt von Schott Pharma, wo sie als CFO unter anderem den größten europäischen Börsengang des Jahres 2023 verantwortete. Bei Merz wird sie neben dem Konzernvorstand auch Verantwortung in den Governance-Gremien der verschiedenen Gruppengesellschaften übernehmen.
Der Online-Brillenhändler Mister Spex tauscht seinen Finanzchef aus: Stephan Schulz-Gohritz verlässt das Unternehmen „im besten gegenseitigen Einvernehmen“ zum 31. Oktober, wie Mister Spex mitteilt. Schulz-Gohritz hatte den Posten im Januar 2024 übernommen und war zudem von August 2024 bis April 2025 Interims-CEO. Wohin es ihn zieht, ist noch unklar. Sein Nachfolger wird Benjamin von Schenck.
Der Spirituosenkonzern Pernod Ricard Deutschland verkündet eine Veränderung im Finanzbereich: Joelle Ferran, derzeit CFO für Pernod Ricard Deutschland und Northern Europe Entity, wechselt zum 1. Januar 2026 nach Paris. Dort übernimmt sie die Rolle des Global VP Investor Relations and Financial Communication. Ihr Nachfolger als CFO Northern Europe wird Nevzat Akkiz.
Der Immobiliendienstleister Coor hat Daniel Warnholtz zum Interims-Finanzchef ernannt. Er hat die Position zum 3. November angetreten und ist nun Teil der Konzernleitung, wie das Unternehmen mitteilte. Warnholtz war zuvor als CFO bei Consolis und Ambea tätig. Er folgt auf Andreas Engdahl, der das Unternehmen für eine neue Position außerhalb von Coor verlässt. Wohin es ihn zieht, ist bislang nicht bekannt. Die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge für die Finanzchef-Position läuft derzeit, heißt es weiter.
Der Büromobiliarhersteller König + Neurath hat Rainer Raschke zum 1. November zum neuen Finanzvorstand ernannt. Mit der Berufung ist die Neuausrichtung des Vorstands abgeschlossen, gab das Unternehmen bekannt. Raschke hatte zuvor leitende Positionen im Finanzbereich inne, etwa bei der Merck Gruppe oder zuletzt bei Dentsply Sirona.