Die neuen Finanzchefs: Uniper-CFO Christopher Delbrück und E.on-CFO Michael Sen

E.ON SE

28.04.15
CFO

E.on-Aufspaltung macht CFO Klaus Schäfer zum Chef

Die Aufspaltung des E.on-Konzerns geht voran. E.on-CFO Klaus Schäfer wird den ungeliebten Teil des Unternehmens leiten, der Uniper heißen wird. Sein Nachfolger beim Hauptkonzern kommt von Siemens.

Der Energiekonzern E.on nennt weitere Details zur geplanten Aufspaltung des Konzerns. Das neue Unternehmen, in dem die unbeliebteren Teile des Geschäfts ausgelagert werden, wird Uniper heißen. Im Dezember hatte der Energiekonzern die radikale Neuausrichtung angekündigt. Das Kernunternehmen E.on wird sich auf erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen konzentrieren. Uniper dagegen umfasst die konventionelle Stromerzeugung, den Energiehandel sowie Exploration und Produktion. Die neue Gesellschaft wird voraussichtlich ab 2016 ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen.

Wer Uniper leiten soll, steht jetzt fest: Der bisherige E.on-CFO Klaus Schäfer ist für diese Aufgabe vorgesehen. Der 47-jährige ist seit 20 Jahren für den Konzern tätig und seit 2013 Finanzchef. Er hatte bereits zuvor ein CEO-Mandat beim italienischen Kraftwerk- und Vertriebsgeschäft und war Vorstandsvorsitzender bei E.on Ruhrgas und E.on Global Commodities. Damit passt er von der Vita her gut zu dem Geschäftsportfolio von Uniper. Bis zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit wird Schäfer Mitglied des E.on-Vorstands bleiben und auf den Start von Uniper hinarbeiten.

E.on-Manager Christopher Delbrück wird Uniper-CFO

An seiner Seite wird Christopher Delbrück die Funktion als CFO bei Uniper übernehmen. Der 48-jährige ist seit 2002 bei E.on und verantwortete unter anderem die Finanzen der schwedischen E.on-Tochter während der Integration in den Konzern und war ebenfalls CFO von E.on Energy Trading und E.on Ruhrgas bei deren Fusion zu E.on Global Commodities. Seit 2013 fungiert Delbrück als CEO dieses Unternehmens. Vor seiner Zeit bei E.on war er Berater bei der Boston Consulting Group.

Beide Unternehmensteile werden einen vierköpfigen Vorstand haben, der neben CEO und CFO auch zwei operative Ressorts vorweisen wird.

Siemens Healthcare-CFO Michael Sen geht zu E.on

Das Kernunternehmen E.on, das weiterhin von Johannes Teyssen geleitet wird, hat auch schon Ersatz für den Finanzchef gefunden. Klaus Schäfer wird ab 1. Juni von Michael Sen abgelöst. Der 46-jährige ist derzeit Finanzvorstand bei Siemens Healthcare und seit fast 30 Jahren für den Siemenskonzern tätig. Er war bei dem Unternehmen unter anderem für die internationalen Portfoliostrategien in der Konzernentwicklung verantwortlich und auch Bereichsleiter Investor Relations. Im Zuge des Aufstiegs des damaligen Siemens-CFOs Joe Kaeser an die Konzernspitze galt Sen als heißer Anwärter für den Posten des Siemens-Finanzchefs, den dann aber Ralf Thomas ergatterte. Sens Nachfolge bei Siemens Healthcare wird Thomas Rathmann antreten, der bisher die Finanzen der Division Process Industries and Drives leitete.

Michael Sens künftiger Arbeitsplatz wird in Essen sein. Der Energiekonzern hat entschlossen, das neue Kerngeschäft rund um intelligente Netze und Erneuerbare Energien von Essen aus zu führen. Der Vorstand von Uniper kann dagegen in Düsseldorf bleiben.

Die Aufspaltung des Konzerns wird in der zweiten Jahreshälfte von 2015 weiter voranschreiten. Eine wichtige Wegmarke dafür ist die Hauptversammlung am 8. Juni: Dann wird der E.on-Vorstand die Aktionäre um die Zustimmung zur Aufspaltung der Geschäftsteile bitten.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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