Georg Magel übernimmt zum April den Posten des CFO beim Autobauer Opel/Vauxhall.

Opel

29.03.21
CFO

Georg Magel übernimmt als CFO bei Opel

Steuerwechsel bei Opel: Mit Georg Magel übernimmt ein Eigengewächs den Posten des CFOs. Nach einer zuletzt besseren Entwicklung des Autobauers muss er die Auswirkungen der Coronakrise abwehren.

Georg Magel wird zum 1. April neuer CFO beim Autobauer Opel/Vauxhall. Er folgt auf Frédéric Brunet, der diese Position seit August 2018 innehatte und künftig die Rolle des CFO für die Region Enlarged Europe beim Opel-Mutterkonzern Stellantis übernimmt. Opel gehörte bislang zu dem französischen Autokonzern PSA, der zu Jahresbeginn mit dem US-italienischen Konzern Fiat Chrysler fusionierte. Unter dem Dach Stellantis sind nun 14 Automarken versammelt – es ist der viertgrößte Autobauer der Welt.

Mit der Berufung von Georg Magel, der derzeit Director Financial Planning & Analysis ist, übernimmt bei Opel ein Eigengewächs das finanzielle Steuer des Autobauers. Nach seinem Studium an der TU Darmstadt hatte der Wirtschaftsingenieur seine Karriere 1996 als Gruppenleiter im Investitionscontrolling bei Opel begonnen, wechselte später als Senior Analyst Finance zu General Motors Europe nach Zürich. Anschließend übernahm er weitere Führungsaufgaben im Finanz- und Programm-Management in Rüsselsheim, bevor er im Juli 2015 zum Director Financial Planning & Analysis ernannt wurde.

Magel hat finanziellen Turnaround mitgestaltet

„Georg Magel ist ein anerkannter Finanz- und Controlling-Experte und hat den finanziellen Turnaround von Opel in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltet“, sagt Opel CEO Michael Lohscheller, der selbst einst den CFO-Posten bei den Rüsselsheimern besetzte. Mit seiner Controlling-Erfahrung reiht sich Magel bei seinen Vorgängern ein. Sowohl Brunet als auch dessen Vorgänger Philippe de Rovira waren in diesem Bereich aktiv.

Brunet, der seine Karriere nach dem Abschluss an der der Ecole Centrale de Lyon als Wirtschaftsprüfer zunächst bei PricewaterhouseCoopers gestartet hatte, war 2004 zu PSA Peugeot Citroën gekommen. Bevor er im August 2018 den Posten des Opel-CFOs übernahm, war Frédéric Brunet als Group Controller für das globale Controlling des französischen Unternehmens verantwortlich und leitete von 2014 bis 2017 den Bereich Investor Relations der Groupe PSA.

Harter Sparkurs hält Opel trotz Absatzeinbrüchen im Plus

Als CFO von Opel/Vauxhall hat Brunet in den vergangenen zwei Jahren die Transformation des Autobauers begleitet und musste mehr als einmal den rigorosen Sparkurs erklären, den die Konzernmutter PSA eingeschlagen hat. Dieser hatte vor allem bei der deutschen Tochter Opel zum Wegfall tausender Stellen geführt.

Hauptaufgabe für den Neu-CFO Magel wird die Bewältigung der Coronakrise sein und die Erfolge des Turnarounds zu halten. Die Pandemie hat im vergangenen Jahr nämlich mit einem Verkaufsrückgang von 35 Prozent zu Buche geschlagen. Doch der in den vergangenen Jahren eingeschlagene Kurs zeigt Wirkung: Das Betriebsergebnis lag trotz der Coronakrise mit 527 Millionen Euro weiterhin im Plus. Mit einer operativen Umsatzrendite von 4,1 Prozent (nach 6,5 Prozent im Vorjahr) liegt die deutsche Tochter aber immer noch hinter den anderen PSA-Marken.

thomas.holzamer[at]finance-magazin.de