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Krauss Maffei verlängert vorzeitig mit CFO Jörg Bremer

Krauss Maffei verlängert den Vertrag mit CFO Jörg Bremer. Foto: Krauss Maffei
Krauss Maffei verlängert den Vertrag mit CFO Jörg Bremer. Foto: Krauss Maffei

Vertrauensbeweis für Krauss-Maffei-CFO Jörg Bremer: Das Unternehmen hat seinen Vertrag vorzeitig bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Mit der Vertragsverlängerung setze der Maschinenbauer „ein wichtiges Signal für Stabilität und Vertrauen beim Thema Zusammenarbeit“, wie Krauss Maffei mitteilte.

Jörg Bremer war zuvor CFO bei Sixt

Bremer ist noch nicht so lange für die Finanzen des Maschinenbauers verantwortlich – er kam im Juli 2021. Vor seiner Zeit bei Krauss Maffei agierte er bei dem Autovermieter Sixt ebenfalls als Finanzchef. Davor war er rund 13 Jahre für den Autozulieferer Brose in verschiedenen Funktionen tätig, darunter als CFO für die Geschäftseinheit „Drives“ sowie als Finanzchef des Nordamerika-Geschäfts. In seiner derzeitigen Funktion bei Krauss Maffei ist er für die Ressorts Finanzen und Controlling, Restrukturierung, IT, Personalwesen, Treasury, Recht & Patente, Steuern sowie Business Excellence zuständig.

Die Vertragsverlängerung Bremers kommt also bereits nach anderthalb Jahren seit seinem Amtsantritt. Seitdem habe er „den Transformationsprozess von Krauss Maffei entscheidend“ vorangetrieben und „eine Performancekultur mit klaren Verantwortlichkeiten etabliert“, begründete das Unternehmen den Schritt.

Dabei musste sich der CFO auf seinem bisherigen Weg vielen Herausforderungen stellen. Dazu zählen unter anderem Lieferengpässe im Zuge des Ukraine-Kriegs. Um den Problemen entgegenzuwirken, setzte der Finanzchef auf Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, wie er auf der vergangenen Structured FINANCE verriet.

CFO-Profil

Jörg Bremer

Krauss Maffei Group GmbH

Jörg Bremer richtete Finanzierung neu aus

Bremer hat seit Amtsantritt zudem das Treasury mit neuen Mitarbeitern komplett neu aufgestellt und ist mit den Banken in die Diskussion gegangen­. Und das mit Erfolg: Im Oktober vergangenen Jahres hat Bremer die Finanzierung von Krauss Maffei neu aufgestellt. Die neue Unternehmensfinanzierung umfasst rund 500 Millionen Euro und setzt sich aus einem mehrjährigen Term Loan zur Liquiditätssicherung, einem revolvierenden Kredit sowie einer bilateralen Kreditlinie für das Trade Finance Geschäft zusammen.

Die neue Finanzierungstruktur hat die bisherige Unternehmensfinanzierung mit 14 beteiligten Banken abgelöst und soll primär für die steigende Nachfrage nach Produkten sowie für das Wachstum, insbesondere im Ausland, dienen.

Krauss Maffei will an die Spitze der Kunststoffindustrie

Die bevorstehende Amtszeit dürfte für den CFO jedoch alles andere als entspannt sein. Zum einen dürfte der andauernde Ukraine-Krieg das Unternehmen weiter belasten. Dazu kommt das Thema Nachhaltigkeit, denn Krauss Maffei hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 komplett klimaneutral zu arbeiten.  

Zum anderen wird der Finanzchef die Transformation des Unternehmens weiter vorantreiben müssen, durch beispielsweise die Optimierung von Prozessen. Ziel sei es, Krauss Maffei „wieder an die Spitze der Kunststoffindustrie zurückzuführen“, so Bremer angesichts seiner Vertragsverlängerung. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gelingt.“

Jasmin Rehne ist Redakteurin bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die Themen Controlling und Personal. Sie hat in Marburg Sprache und Kommunikation studiert. Neben ihrem Studium arbeitete Jasmin Rehne bereits als studentische Hilfskraft bei FINANCE.