Tritt am 1. März 2021 als neuer CFO bei Schaltbau an: Steffen Munz

Varta

06.11.20
CFO

Schaltbau macht Steffen Munz zum CFO

Der Verkehrstechnikkonzern Schaltbau hat einen Nachfolger für Thomas Dippold gefunden: Neuer Finanzchef wird Varta-CFO Steffen Munz. Er übernimmt ein gut bestelltes Feld.

Der Verkehrstechnikkonzern Schaltbau hat Steffen Munz zum neuen Finanzvorstand bestellt. Munz wird seinen neuen Posten zum 1. März 2021 antreten, teilte das börsennotierte Unternehmen mit. Der 42-Jährige ist aktuell noch Finanzchef bei dem börsennotierten Batteriehersteller Varta.

Schaltbau-Aufsichtsratschef Hans Fechner lobte neben der strategischen Kompetenz auch die „ausgeprägte Kapitalmarkt-Expertise“ sowie die „Führungserfahrung auf internationaler Ebene“ des Neuzugangs. Gemeinsam mit Jürgen Brandes, der im Januar 2021 zum Schaltbau-CEO aufsteigt, solle Munz die nächste Wachstumsphase des Unternehmens gestalten, so Fechner.

„Schaltbau ist neben dem stabilen Kerngeschäft in der Verkehrstechnik technologisch hervorragend positioniert, um das Wachstumspotenzial in den attraktiven Zukunftsmärkten für New Energy, New Mobility und New Industry ausschöpfen zu können,“ freute sich Steffen Munz auf seine kommende Aufgabe. Bei seinem neuen Arbeitgeber wird er neben den Ressorts Rechnungswesen, Controlling, Treasury, Personal, IT, Compliance und Risikomanagement auch die Bereiche Investor Relations und Legal verantworten, wie er FINANCE verriet.

Steffen Munz ist kapitalmarktaffin

Mit der Personalie kann sich Thorsten Grenz ab März wieder seinem ruhenden Aufsichtsratsmandat zuwenden. Er war als Interims-CFO eingesprungen, nachdem Finanzchef Thomas Dippold Schaltbau im September verlassen hatte, um in gleicher Position beim Kohlefaserspezialisten SGL Carbon anzufangen.

Steffen Munz‘ aktueller Arbeitgeber Varta hatte Anfang Oktober bekanntgegeben, dass er das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum Jahresende verlassen wird. Dort kann der 42-jährige auf eine spannende Zeit zurückblicken. Während seiner nicht ganz dreijährigen Amtszeit wurde das Unternehmen im Frühjahr 2019 in den SDax aufgenommen, Ende 2019 folgte der Aufstieg in den MDax und TecDax. Die Varta-Aktie selbst kletterte in seiner CFO-Zeit von 20 auf 117 Euro. Am Markt wurde die Personalie vielleicht auch deshalb freudig aufgenommen: Die Schaltbau-Titel legten am Freitag um 4,2 Prozent auf 25,10 Euro zu.

FINANCE-Köpfe

Steffen Munz, Varta AG

Steffen Munz startet 2004 nach dem Studium als Consultant bei der Strategieberatung Roland Berger. Der Wechsel in die Industrie erfolgt 2008 als Leiter Group Controlling beim Medizinproduktehersteller Hartmann.

2011 vergrößert er seinen Verantwortungsbereich und wird bei dem Medizinproduktehersteller zum Divisional CFO. 2014 wechselt Munz als Segment-CFO zum US-Industriekonzern Gardner Denver, ein Portfolio-Unternehmen der Private Equity-Gesellschaft KKR. 2018 wird Munz Finanzvorstand (Group CFO) beim Batteriehersteller Varta.

Im Oktober 2020 wird bekannt, dass Steffen Munz Varta zum Jahresende 2020 verlassen wird. Anfang November 2020 gibt der Verkehrstechnikkonzern Schaltbau bekannt, dass Munz ab dem 1. März 2021 neuer CFO des Unternehmens wird.

zum Profil

Vor seiner Zeit bei dem Ellwanger Unternehmen war Munz Segment-CFO des US-Konzerns Gardner Denver. Davor leitete Munz das Group Controlling beim Medizinproduktehersteller Hartmann und stieg dort zum Divisional CFO auf. Seine Karriere startete der frühere Zehnkämpfer einst bei der Unternehmensberatung Roland Berger.

Restrukturierung liegt hinter Schaltbau

Bei Schaltbau kann sich Steffen Munz dank der durch seinen Vorgänger Thomas Dippold erfolgten Restrukturierung tatsächlich wieder auf das weitere Wachstum konzentrieren. Beim Amtsantritt Dippolds vor drei Jahren war der Verkehrstechnikkonzern noch in einer schwierigen Lage. Damals brachten missglückte Zukäufe die Münchener nicht nur in die roten Zahlen, sondern sogar an den Rand einer Finanzierungskrise.

Eine drohende Finanzierungslücke wendete der Finanzchef gemeinsam dem damaligen CRO Martin Kleinschmitt mithilfe einer Brückenfinanzierung ab. Zudem professionalisierte der 48-Jährige die internen Prozesse in der Finanzabteilung und stellte neue Führungskräfte für die Bereiche Controlling, Treasury und Accounting ein.

martin.barwitzki[at]finance-magazin.de

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