Arne Kolfenbach wird ab dem Herbst die Finanzen des Autozulieferers Webasto verantworten.

Webasto Group

14.05.20
CFO

Webasto macht Airbus-Manager zum CFO

Der Autozulieferer Webasto macht Arne Kolfenbach zum neuen CFO. Er kommt von dem Flugzeugbauer Airbus und löst den langjährigen Finanzchef Jürgen Reimer ab.

Neuer CFO für den Autozulieferer Webasto: Wie das Familienunternehmen mit Sitz im bayerischen Stockdorf mitteilte, wird Arne Kolfenbach künftig die Finanzen von Webasto verantworten. Der 45-Jährige wird sein Amt am 1. September antreten. Im Vorstand der Stockdorfer sitzen dann ab September neben Kolfenbach auch noch CEO Holger Engelmann, der stellvertretende Vorsitzende Matthias Arleth sowie der Leiter des China-Geschäfts Freddy Geeraerds.

Die CFO-Position übernimmt Arne Kolfenbach von Jürgen Reimer, der die vergangenen sieben Jahre als Finanzchef für die Ressorts Finanzen und Informationstechnologie zuständig war. Insgesamt blickt Reimer auf zwölf Jahre bei Webasto zurück: Bevor er Gruppen-CFO wurde, war Reimer CFO der damals umsatzstärksten Sparte „Dach“. Nun wechselt der CFO zum Familienunternehmern Diehl.

Arne Kolfenbach kommt von Airbus

Auch Jürgen Reimers Nachfolger Arne Kolfenbach ist seit vielen Jahren bei dem gleichen Konzern beschäftigt: Der künftige Webasto-Finanzchef ist seit 2004 bei Airbus und derzeit als Senior Vice President für die Finanzen des Geschäftsbereichs „Connected Intelligence“ sowie das „Digital Transformation Office“ der Sparte „Defence and Space“ zuständig. Seinem Profil bei dem Karrierenetzwerk LinkedIn zufolge war Kolfenbach vor seiner Zeit bei Airbus drei Jahre lange Transaktionsberater bei der Unternehmensberatung Arthur Andersen.

Bei Webasto will man laut Webasto-Chef Engelmann künftig von seinem  „ausgezeichnetem Sachverstand in den Bereichen Finanzen, Controlling und Unternehmenssteuerung“ profitieren. Auch seine „Erfahrungen bei komplexen internationalen Großprojekten, in digitalen Geschäftsfeldern und mit Start-ups“, soll Kolfenbach bei dem Autozulieferer einbringen.

Neu-CFO Kolfenbach muss Corona-Folgen abfedern

Akut muss sich Arne Kolfenbach zunächst aber erstmal mit den herben Auswirkungen des Coronavirus auf Webasto befassen und dafür sorgen, dass der Konzern die Krise gut durchsteht. Mit Umsätzen von rund 3,4 Milliarden Euro gehören die Bayern zu den größeren Zuliefern in Deutschland – zur Eliteklasse der Branche zählen sie aber nicht.

Einer breiteren Öffentlichkeit ist Webasto in diesem Januar bekanntgeworden als das Unternehmen, bei dem das erste Corona-Infektionscluster auf deutschem Boden auftrat. Die infizierten Mitarbeiter sind mittlerweile alle wieder gesund. Seit Mitte April ist nun jedoch das gesamte Personal in Kurzarbeit.

olivia.harder[at]finance-magazin.de

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