Einige deutsche Konzerne müssen sparen. Details finden Sie in unserer Bildergalerie.

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01.08.14
CFO

Sparprogramme: CFOs setzen den Rotstift an

Karstadt, Osram, VW, Daimler, Lanxess, Bilfinger und Co.: Viele deutsche Industriekonzerne treten auf die Kostenbremse. In der Regel geht es auch um Arbeitsplätze. Welcher Finanzchef warum wie viel bis wann einsparen will, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Deutsche CFOs sparen wieder: Die Gründe sind unterschiedlich – manche Firmen haben zuletzt schwächere Zahlen vorgelegt, andere stecken tief in der Krise, wieder andere verordnen sich prophylaktisch eine Effizienzrunde. So unterschiedlich die individuellen Anlässe sein mögen, so vergleichbar sind die Reaktionen der CFOs. Zudem kommt ein Sparprogramm am Kapitalmarkt in der Regel gut an.

 

Beispiel Autoindustrie: Die deutschen Premiumhersteller entwickeln sich derzeit ordentlich. Dennoch tritt VW-Chef Martin Winterkorn mit CFO Hans-Dieter Pötsch auf die Kostenbremse und kündigte Programme zu Kostensenkung und Effizienzsteigerung an, die die Margenschwäche der Konzernmarke VW beheben sollen. Auch Daimler-CFO Bodo Uebber schnallt den Gürtel enger. Trotz der Verkaufserfolge der neuen Mercedes-Modellpalette wollen die Stuttgarter einem Medienbericht zufolge in den nächsten Jahren rund 3,5 Milliarden Euro pro Jahr einsparen.

CFOs verschärfen Sparprogramme

Der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess schmiedet schon länger Sparpläne, doch nun werden in der angekündigten Restrukturierung auch Arbeitsplätze wegfallen. Die Quartalszahlen kommen am 6. August, doch Vorstand Mattias Zachert kündigte an, schon früher als geplant mit der Suche nach einem neuen Partner für das wichtige Standbein Kautschukproduktion beginnen zu müssen. Dies wäre nach rp-online-Informationen mit über 1.200 Stellenstreichungen in den deutschen Produktionsstätten verbunden. Auch in der Verwaltung wird  es Kündigungsbriefe geben.

Auch beim Leuchtkörperhersteller Osram sieht es alles Andere als strahlend aus. CFO Klaus Patzak muss seine Sparmaßnahmen weiter vorantreiben. Seit 2012 hat das Sparprogramm Push schon 760 Millionen Euro brutto einsparen können, wie der Konzern meldete. Dies reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die stark rückläufige Nachfrage nach traditionellen Allgemeinleuchten aufzufangen. Nun wird nochmals der Rotstift angesetzt. Weitere 1.700 Stellen in Deutschland und 6.100 internationale Stellen sollen wegfallen, die Kosten bis 2017 um 260 Millionen Euro sinken.

Auch der Mannheimer Dienstleistungskonzern Bilfinger verschärft sein Sparprogramm nach einer Gewinnwarnung. CFO Joachim Müller kündigte gegenüber FINANCE-TV an, geplante Sparmaßnahmen vorzuziehen.

 

camilla.naschert[at]finance-magazin.de