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18.07.19
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PE-Investor Oakley schließt Fonds bei knapp 1,5 Milliarden Euro

Der britische Private-Equity-Investor Oakley Capital hat seinen vierten Fonds geschlossen. Knapp 1,5 Milliarden Euro hat das Haus eingesammelt. Es ist der bisher größte Fonds der Briten.

Der Private-Equity-Investor Oakley Capital aus London hat frisches Geld eingesammelt: Das Haus, das auf Investitionen in Westeuropa fokussiert ist, hat seinen vierten Fonds bei 1,46 Milliarden Euro geschlossen. Das ursprüngliche Zielvolumen lag bei 1,2 Milliarden Euro. Es ist der bislang größte Fonds der Briten.

Das Geld stellen sowohl neue Investoren als auch solche, die bereits an vorherigen Fonds beteiligt sind. Sie stammen dem Private-Equity-Haus zufolge aus Europa, Nordamerika und Asien. Die Zusagen bestehender Limited Partners liegen Oakley Capital zufolge etwa 40 Prozent über denen für den vorherigen Fonds.

Weitere 400 Millionen Euro kamen über einen in London gelisteten Fonds, 40 Millionen Euro steuerte ein Netzwerk von Unternehmen und Gründern bei, mit dem Oakley auch bei der Suche nach Investments und der Entwicklung seiner Portfoliounternehmen zusammenarbeitet.

Oakley ist auf mittelgroße Unternehmen fokussiert

Das erste Investment aus dem neuen Fonds ist bereits erfolgt: Im Mai 2019 übernahm Oakley Mehrheitsanteile an zwei E-Learning-Anbietern für die Seefahrtsbranche, Seagull und Videotel. Verkäufer waren Herkules Private Equity und KVH Industries.

Oakley zielt mit dem neuen Fonds wieder auf mittelgroße, westeuropäische Unternehmen mit großen Wachstumsraten. Im Fokus stehen die drei Kernsektoren Consumer, Bildung sowie Technologie, Medien, Telekommunikation (TMT).

Auch in Deutschland war der Investor bereits aktiv. 2015 kaufte Oakley die Online-Dating-Plattformen Parship und Elite Partner und legte die beiden zusammen. Später verkaufte Oakley Capital seine Anteile an ProSiebenSat.1. Auch das Verbraucherportal Verivox gehörte zeitweise zum Portfolio des Investors und wurde ebenfalls an ProSiebenSat.1 verkauft. Der Investor ist derzeit noch an zwei Bildungsunternehmen, der Schülerhilfe und der Career Partner Group, beteiligt.

Oakley hat Münchener Standort weiter ausgebaut

Im vergangenen Jahr hat Oakley sein Interesse am deutschen Markt zudem durch die Eröffnung eines neuen Standorts – dem ersten außerhalb von London – in München unterstrichen. Oakley-Partner Ralf Schremper leitet dieses Büro. Er war vor seiner Zeit bei dem Finanzinvestor viele Jahre bei ProSiebenSat.1 tätig und kam zu Oakley, um für die Briten die Aktivitäten in der DACH-Region auszubauen.
 
Seit dem Start des Münchener Standorts im vergangenen Herbst wurde das Team personell weiter ausgebaut. FINANCE-Informationen zufolge sind nun inklusive Ralf Schremper vier Investment Professionals dort tätig.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de