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Der dritte PE-Investor wirbt um Zooplus

Alle guten Dinge sind drei: Nun greift mit KKR der dritte PE-Investor nach Zooplus. Foto: natsarun - stock.adobe.com

Der nächste Bieter wirft seinen Hut in den Ring: Auch die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft KKR ist an Zooplus interessiert. Der Tierbedarfshändler bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Man befinde sich in Gesprächen über ein mögliches freiwilliges Übernahmeangebot. Ob es letztlich zu einer Offerte kommt, ist aber noch offen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Zooplus Gespräche mit dem schwedischen Private-Equity-Investor EQT über ein mögliches freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot bestätigt. Auch hier ist der Ausgang noch offen. Beide Parteien seien „mit einem aus finanzieller und strategischer Sicht qualifizierten und glaubhaften Vorschlag an die Gesellschaft herangetreten“ und erhielten daher Zugang zu demselben Informationsstand, teilte der umworbene Übernahmekandidat nun mit.

Hellman & Friedman gaben erstes Angebot ab

Damit zeichnet sich eine mögliche Bieterschlacht unter drei PE-Häusern ab. Denn es steht bereits ein Übernahmeangebot für Zooplus von Hellman & Friedman in Aussicht, das auch von dem Unternehmen unterstützt wird. Der in San Francisco ansässigen Private-Equity-Investor hatte für Zooplus Mitte August ein Angebot über 2,8 Milliarden Euro angekündigt – oder 390 Euro pro Aktie. Die Angebotsschwelle liegt bei 50 Prozent plus einer Aktie.

Der Deal schien schon auf der Zielgeraden zu sein, auch weil H&F Aktionäre, die insgesamt 17 Prozent des Grundkapitals halten – darunter auch das Management –, von dem Übernahmeangebot überzeugen konnte. Das Unternehmen und H&F haben bereits eine Investorenvereinbarung wie auch eine strategische Partnerschaft abgeschlossen.

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Zooplus-Aktienkurs auf Höhenflug

Wenn EQT und KKR den geplanten Deal mit H&F noch durchkreuzen wollen, dann werden sie mehr bieten müssen. Noch ist in keinem der beiden Fälle ein Preisangebot kommuniziert worden.

Nachdem die Gespräche mit EQT bekannt wurden, sprang der Aktienkurs von Zooplus auf 423 Euro. Der Einstieg von KKR in die potentielle Bieterschlacht treibt den Kurs nun noch weiter. Im Laufe des Dienstagnachmittags stieg der Kurs auf rund 440 Euro.

Zooplus will mit Private Equity weiter wachsen

Zooplus ist nach eigenen Angaben die umsatzstärkste Online-Plattform für Heimtierbedarf in Europa und verzeichnet zweistellige Umsatzwachstumsraten. Weil der Corona-Lockdown die Nachfrage nach Haustieren in die Höhe springen ließ, könnte die Pandemie dem Unternehmen noch zusätzlichen Rückenwind verschaffen.

Im Zuge der Übernahmegespräche mit H&F hatte der Investor bereits zugesagt, „wachstumsorientierte Investitionen in substantieller Höhe“ tätigen zu wollen. Details darüber, welche Pläne KKR und EQT bei Zooplus verfolgen würden, sind dagegen noch nicht bekannt.  

jan.schuermann[at]finance-magazin.de


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