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Finanzierungen: FC Schalke 04, Asklepios, Traton

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Der FC Schalke 04 plant seine sechste Anleihe. Foto: uslatar – stock.adobe.com
Der FC Schalke 04 plant seine sechste Anleihe. Foto: uslatar – stock.adobe.com

Blau-weiße Anleihe aus Gelsenkirchen

Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 begibt seine sechste Unternehmensanleihe. Das teilte der Zweitligist am vergangenen Mittwoch mit. Das Volumen der neuen Anleihe soll bis zu 50 Millionen Euro betragen. Der Zinssatz beläuft sich auf 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Der neue Bond ist zudem mit einem Bundesligabonus ausgestattet. Dieser beinhaltet eine einmalige Sonderzahlung von 1,5 Prozent bei einem Aufstieg des Vereins in die erste Bundesliga bis einschließlich der Saison 2029/2030.
Die Erlöse sollen im Wesentlichen zur vorzeitigen Refinanzierung von zwei bestehenden Schalke-Anleihen aus den Jahren 2021 und 2022 genutzt werden. Die Inhaber der alten Anleihen erhalten im Rahmen der Transaktion ein freiwilliges Umtauschangebot. Die Zeichnungsfrist für die sechste Schalke-Anleihe läuft noch bis zum 20. November.

Asklepios mit neuem Social Schuldschein

Asklepios hat ein neues Social Schuldscheindarlehen in Höhe von 600 Millionen Euro und mit Laufzeiten von drei, fünf, sieben und zehn Jahren platziert. Für den Klinikbetreiber ist es bereits der zweite Social-Schuldschein unter seinem Social-Finance-Framework, mit dessen Hilfe die Finanzierungsmittel der sozialen Gesundheitsinfrastruktur zugeordnet werden können.

Die Emission dient der Refinanzierung von bestehenden Schuldscheinfälligkeiten in den Jahren 2025 bis 2027. Dabei sei die frühzeitige Refinanzierung der 2026 und 2027 fälligen Schuldscheine durch bilaterale Vereinbarungen mit Bestandsinvestoren erfolgt, wie Benedikt Brörmann, Konzernbereichsleiter Corporate Finance & Treasury bei Asklepios, in einer Pressemitteilung zitiert wird.

Für den Transaktionserfolg des neuen Schuldscheindarlehens waren laut Asklepios neben der Sicherstellung einer hohen Prolongationsquote der Bestandsinvestoren auch die Akquisition von Neuinvestoren aus dem Ausland entscheidend. Mit einem Anteil von 52 Prozent an internationalen Investoren sei es gelungen, die Investorengruppe weiter zu diversifizieren, wie Hafid Rifi, Chief Financial Officer der Asklepios Gruppe, mitteilt.

Die Platzierung des Social Schuldscheindarlehens wurde von Commerzbank, DZ Bank und LBBW als Arrangeuren begleitet. Als Rechtsberater von Asklepios fungierte Linklaters.

Erstes Green Finance Framework für Traton

Der Münchener Lkw- und Bushersteller Traton hat zum ersten Mal ein gruppenweites Green Finance Framework aufgesetzt. Das hat unsere Schwesterpublikation DerTreasurer exklusiv erfahren. Mit dem neuen Framework sollen nun Investitionen entlang der Wertschöpfungskette von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen (re-)finanziert werden.

Die Mittel, die über das Rahmenwerk eingeworben werden, können sowohl für Investitionen in Forschung und Entwicklung, als auch für die Finanzierung der batteriebetriebenen Lkw sowie für den Aufbau der Ladeinfrastruktur bis hin zu grünen Finanzierungsangeboten für Traton-Kunden eingesetzt werden, wie Philipp Lotz, Head of Corporate Funding im Treasury von Traton, gegenüber DerTreasurer erklärte.

Das Framework erfüllt die ICMA Green Bond Principles von 2025 sowie diverse weitere internationale Standards. S&P Global Ratings hat das Framework zudem in einer Second-Party Opinion als „Dark Green“ eingestuft, was der höchstmöglichen Bewertung entspricht. Das Rahmenwerk ermöglicht Traton künftig die Emission grüner Anleihen, Kredite, Schuldscheine sowie Asset-Backed Securities. Es handelt sich jeweils um Use-of-Proceeds-Strukturen, die eine zweckgebundene (Re-)Finanzierung nachhaltiger Projekte vorsehen.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Immobilienkonzern Aroundtown hat eine neue Hybridanleihe im Volumen von 500 Millionen Euro am Kapitalmarkt platziert. Der Bond wird mit einem anfänglichen Zinssatz von 5,25 Prozent verzinst und hat eine unendliche Laufzeit. Erstmalig zurückgezahlt werden kann das Papier im Mai 2031. Das finale Orderbuch der neuen Anleihe belief sich auf 1,8 Milliarden Euro und war damit deutlich mehr als dreifach überzeichnet. Parallel zur Neuemission startete Aroundtown ein Rückkaufangebot für ausstehende Hybridanleihen mit einem Nominalvolumen von 2,5 Milliarden Euro.

Pandion, ein Immobilienunternehmen aus Köln, plant, die Laufzeit seiner Unternehmensanleihe aus dem Jahr 2021 zu verlängern. Ursprünglich würde die Anleihe 2026 fällig werden. Das Unternehmen schlägt seinen Anleihegläubigern nun eine Prolongation um zweieinhalb Jahre bis zum 5. August 2028 vor. Zusätzlich soll der Kupon des Bonds um 250 Basispunkte auf 8 Prozent erhöht werden. Nach Angaben von Pandion erfolgt die Prolongation der Anleihe im Rahmen eines umfassenden Konzepts zur Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur. Neben der Verlängerung weiterer Finanzierungen sei der Abverkauf ausgewählter Portfoliobestände ein weiterer Baustein des Konzepts, um erhöhte Finanzierungsanforderungen zu bedienen. Ziel sei es, die Liquidität nachhaltig zu stabilisieren und die Fristenkongruenz zwischen Tilgungen der Finanzierungen und den Projektverkäufen wiederherzustellen.

Rating-Meldungen

Moody’s hat das „Baa2“-Rating von LEG bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.

Moody’s hat den Ausblick für Traton von positiv auf stabil geändert. Das „Baa2“-Rating wurde bestätigt.

Fitch hat das „A“-Rating von BASF bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.