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Finanzierungen: Lanxess, Knorr-Bremse, Springer Nature

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Lanxess hat einen neuen Revolver abgeschlossen. Foto: EdNurg - stock.adobe.com
Lanxess hat einen neuen Revolver abgeschlossen. Foto: EdNurg - stock.adobe.com

Lanxess mit neuem ESG-Kredit

Der Spezialchemiekonzern Lanxess aus Köln hat eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 800 Millionen Euro abgeschlossen. Der Revolver löst die bestehende Kreditlinie des Konzerns vorzeitig ab und kann auch als Avallinie in Anspruch genommen werden. Die Grundlaufzeit der neuen Kreditlinie beträgt fünf Jahre. Darüber hinaus bestehen zwei einjährige Verlängerungsoptionen. Nach Angaben des Unternehmens ist der Kreditvertrag unverändert an keine finanziellen Sicherungsklauseln geknüpft.

Die Verzinsung des neuen Revolvers ist an die Erreichung von bestimmten ESG-Kriterien gekoppelt. Sie hängt von der erfolgreichen Reduktion der Treibhausgasemissionen von Lanxess in Scope 1, 2 und 3 sowie der Steigerung des Frauenanteils in Managementpositionen ab. Das Bankenkonsortium für den Kredit besteht aus elf internationalen Banken. Die Deutsche Bank und Unicredit haben die Transaktion koordiniert.

Erster Green Bond von Knorr-Bremse

Knorr-Bremse, ein Zulieferer für die Schienen- und Nutzfahrzeugindustrie, hat zwei Anleihen im Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden Euro begeben. Teil der Transaktion war die erste grüne Anleihe des Münchener Unternehmens. Der Green Bond im Volumen von 500 Millionen Euro wird mit 3,25 Prozent verzinst und in acht Jahren zur Rückzahlung fällig. Die Erlöse der Anleihe sollen in geeignete grüne Projekte aus dem Green Financing Framework des Unternehmens fließen, welches im August veröffentlicht wurde. Die grünen Projekte von Knorr-Bremse gliedern sich in vier Kategorien: sauberer Transport, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und grüne Gebäude.

Die zweite Tranche, eine konventionelle Anleihe, hat ein Volumen von 600 Millionen Euro. Sie wird mit 3 Prozent verzinst und läuft fünf Jahre. Mit den Emissionserlösen aus dieser Tranche soll unter anderem die Übernahme des US-Bahnsignaltechnikgeschäfts des französischen Zugbauers Alstom durch Knorr-Bremse finanziert werden. Zudem werden die Erlöse zur Refinanzierung einer Anleihe des Unternehmens verwendet, die im Jahr 2025 fällig wird.

Springer Nature legt Preisspanne für Börsengang fest

Den Wissenschaftsverlag Springer Nature zieht es an die Börse. Für den Schritt auf das Frankfurter Parkett am 4. Oktober hat das Unternehmen am vergangenen Montag die Preisspanne bekannt gegeben. Demnach sollen die Aktien zu einem Preis von 21 bis 23,50 Euro ausgegeben werden, was einer Marktkapitalisierung von 4,2 Milliarden bis 4,7 Milliarden Euro entspricht.

Wie Springer Nature mitteilte, sollen die Aktien für den Börsengang zum einen aus neu ausgegebenen Wertpapieren aus einer Kapitalerhöhung und zum anderen aus Anteilen aus dem Bestand des Private-Equity-Investors BC Partners kommen. Mit den neu ausgegebenen Aktien plant Springer Nature einen Bruttoerlös von 200 Millionen Euro zu erzielen. Dieser soll zum weiteren Abbau der Finanzverschuldung des Unternehmens und zur Optimierung der Finanzierungsstruktur verwendet werden, teilte der Verlag mit.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Heidelberg Materials hat einen neuen Green Bond in Höhe von 500 Millionen Euro begeben. Die Anleihe hat einen Kupon von 3,375 Prozent und wird 2031 fällig. Die Emissionserlöse des Green Bonds werden für die Finanzierung und Refinanzierung grüner Projekte gemäß dem Green Finance Framework von Heidelberg Materials verwendet. Zum Bankenkonsortium für die Transaktion gehören BNP Paribas, Danske Bank, Deutschen Bank, Intesa Sanpaolo, Helaba und Morgan Stanley.

Der Breitbandanbieter Deutsche Glasfaser kann sich über einen 350 Millionen Euro schweren Kredit von der Europäischen Investitionsbank (EIB) freuen. Das frische Kapital dient dem Netzausbau des Anbieters in Deutschland. So sollen zukünftig rund 460.000 Haushalte und Unternehmen in ländlichen Gebieten ohne leistungsstarke Breitbanddienste die Option auf schnelles Internet erhalten. Zusätzlich zu dem EIB-Kredit konnte die Deutsche Glasfaser rund 900 Millionen Euro von bestehenden und neuen kommerziellen Kreditgebern einsammeln.

Egym, ein Start-up im Bereich Firmenfitness und Fitnesstechnologie, hat in einer Serie-G-Finanzierungsrunde rund 200 Millionen US-Dollar von den US-Investoren L Catterton und Meritech Capital erhalten. Die Pre-Money-Bewertung des Unternehmens, die der Runde zugrunde lag, belief sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Mit der Investition plant das Start-up, den Ausbau seines Wellness-Netzwerks und die Entwicklung digitaler Lösungen, intelligenter Krafttrainingsgeräte und technologiebasierter Produkte für datengesteuertes und personalisiertes Training voranzutreiben. CMS hat Egym bei der Finanzierungsrunde rechtlich beraten.

Der Immobilienkonzern Vonovia hat einen neuen Bond am Kapitalmarkt platziert. Die Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Schwedischen Kronen (rund 44 Millionen Euro) wird variabel verzinst und ist in vier Jahren fällig. Die Marge beträgt 1,42 Prozent.

In einer Serie-B-Finanzierungsrunde hat Quantum Systems, ein Hersteller von zivilen und militärischen Überwachungsdrohnen, 100 Millionen Euro von bestehenden und neuen Investoren erhalten. Angeführt wurde die Runde von den beiden neuen Geldgebern Notion Capital und Porsche. Quantum Systems plant, mit dem Kapital seine Internationalisierung voranzutreiben und weitere Innovationen zu fördern. Zudem sollen die Produktionskapazitäten des Unternehmens ausgebaut und verstärkt in Forschung und Entwicklung investiert werden, insbesondere im Bereich Software und künstliche Intelligenz.

Das Kernfusion-Start-up Marvel Fusion hat im Rahmen einer Serie-B-Finanzierungsrunde 60 Millionen Euro eingesammelt. Beteiligte Investoren waren Bayern Kapital, HV Capital, b2Venture, Tengelmann Ventures, die Bundesagentur für Sprunginnovationen Sprind, die Deutsche Telekom, Earlybird Venture Capital, Athos, Primepulse, Plural Platform sowie mehrere europäische Family Offices. Mit dem frischen Kapital sollen unter anderem die Produktionskapazitäten von Marvel Fusion erweitert werden. Zudem soll ein Machbarkeitsnachweis für die Technologie des Unternehmens erbracht werden. Das Münchener Start-up forscht im Bereich der laserbasierten Fusionsenergie, von der man sich eine nahezu unerschöpfliche und CO2-neutrale Energiequelle verspricht.

Deepdrive, ein Start-up aus München, hat von Investoren frisches Kapital in Höhe von 30 Millionen Euro erhalten. Die Serie-B-Finanzierungsrunde wurde von der neuen transatlantischen Venture-Capital-Gesellschaft Leitmotif angeführt. Ebenfalls beteiligt waren die Bestandsinvestoren BMW i Ventures, Copace, UVC Partners und Bayern Kapital. Deepdrive plant die Finanzierung für den Aufbau einer Pilotproduktion für seine patentierte Motorentechnologie zu nutzen.

Das Klima-Startup Phlair hat in einer Finanzierungsrunde 14,5 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Extantia. Ebenfalls als Investoren beteiligt waren Planet A, Verve Ventures, Atlantic Labs und Counteract. Zudem investieren weitere Venture-Capital-Fonds und Business Angels. Phlair plant, mit dem Kapital die Entwicklung seiner Direct-Air-Capture-Technologie zur Entfernung von CO2 aus der Luft zu beschleunigen. Dentons hat das Start-up bei der Finanzierungsrunde beraten.

Rating-Meldungen

Moody’s hat das „Baa2“-Rating von Südzucker bestätigt. Der Ausblick wurde auf negativ geändert.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.