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League Tables 2015: Diese Banken haben es an die Spitze geschafft

In zwei von vier League Tables hat die Deutsche Bank die Spitzenposition inne: Die Marktdaten für 2015 von Dealogic.
Wavebreakmedia Ltd/Wavebreak Media/Thinkstock/Getty Images

Der Eigenkapitalmarkt war in diesem Jahr fest in Schweizer Hand: Die Schweiz steuerte die beiden größten Transaktionen bei, darunter die im Dezember umgesetzte Bezugsrechtsemission der Credit Suisse im Volumen von umgerechnet 4,57 Milliarden Dollar und die Aktienplatzierung von Glencore im September über umgerechnet 2,5 Milliarden Dollar.

Mit dem Börsengang der Sunrise Communications Group steuerte ein Schweizer Unternehmen im Frühjahr auch den größten IPO des Jahres in der DACH-Region bei. Das zeigen Daten des Dienstleisters Dealogic, der die Statistiken zu M&A-Deals mit Zielunternehmen in der DACH-Region sowie zu Debt Capital Markets, Equity Capital Markets und Syndicated Loans jeden Monat exklusiv für FINANCE aufbereitet.

Entsprechend gut haben sich die Schweizer Banken auch in den League Tables platziert. Die Spitzenposition sicherte sich allerdings die Deutsche Bank, die Dealogic zufolge Transaktionen im Gesamtvolumen von 5,04 Milliarden Dollar begleitet hat. 2014 hatte die Deutsche Bank noch hinter Goldman Sachs den zweiten Platz belegt.

Für Goldman Sachs reichte es in diesem Jahr allerdings nur für Platz 9. Auf dem zweiten Platz folgt in diesem Jahr die Schweizer UBS, die sich gegenüber dem Vorjahr vom vierten Rang vorgearbeitet hat. Auch die Credit Suisse konnte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern und belegt in den League Tables 2015 hinter Morgan Stanley den vierten Rang. 

Deutsche Bank verliert Führung in League Tables für SynLoans

Den Markt für syndizierte Kredite hat der neue Volkswagen-CFO Frank Witter im Dezember noch einmal ordentlich durcheinander gewirbelt. Anfang Dezember sicherte er dem Unternehmen einen Kredit über 20 Milliarden Euro (umgerechnet 21,37 Milliarden Dollar). Dealogic zufolge ist die Finanzierung, die ein Konsortium von 13 Banken gestellt hat, der umfangreichste Kredit in der DACH-Region seit einer E.on-Finanzierung im November 2007.

Die League Tables haben sich im Dezember noch einmal neu sortiert – zum Nachteil der Deutschen Bank. Seine Führungsposition aus dem Vormonat musste das Bankhaus an die UniCredit abtreten, die sich mit einem begleiteten Dealvolumen von 18,89 Milliarden Dollar an die Spitze des Bookrunner Rankings setzt.

Auch JP Morgan ist mit einem begleiteten Volumen von 18,1 Milliarden Dollar um einen Platz nach vor gerückt. Der Vorjahressieger Deutsche Bank findet sich mit 15,48 Milliarden Dollar auf dem dritten Rang wieder, gefolgt von der Commerzbank. Die vollständigen Datenblätter für die DACH-Region stehen in unserer FINANCE-Datenbank kostenlos zum Download zur Verfügung.

US-Banken dominieren die Beratung bei M&A-Deals

Den größten M&A-Deal des Jahres im deutschsprachigen Raum schickt derzeit Deutschland ins Rennen: Die geplante Übernahme der Deutschen Wohnen durch Vonovia, über die die Deutsche-Wohnen-Aktionäre noch  bis zur kommenden Woche entscheiden können, ist mit 15,1 Milliarden Dollar zurzeit der größte angekündigte M&A-Deal mit einem Zielunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Immobiliensektor war mit einem M&A-Volumen von 40 Milliarden Dollar auch die beliebteste Zielbranche bei Transaktionen in der DACH-Region.

Ein Scheitern der Vonovia-Transaktion könnte die League Tables noch einmal beeinflussen. In jedem Fall sind diese aber fest in der Hand der US-Investmentbanken. Nach derzeitigem Stand führt JP Morgan mit einem begleiteten Dealvolumen von 87,96 Milliarden Dollar, eine klare Verbesserung gegenüber dem sechsten Rang im Vorjahr. Auf den zweiten Rang hat sich die Bank of America Merrill Lynch vorgearbeitet.

Das Bankhaus belegte im Vormonat noch den vierten Rang und hatte 2014 noch auf Rang 9 der League Tables gelegen. Vorjahressieger Goldman Sachs belegt den dritten Rang, knapp vor Wettbewerber Morgan Stanley. Damit kann Goldman Sachs in diesem Jahr keine der League Tables für sich entscheiden. Als erstes europäisches Bankhaus liegt die Deutsche Bank wie auch im Vorjahr auf dem fünften Rang.

Credit Suisse verliert Platz in den DCM League Tables

Am Fremdkapitalmarkt für Unternehmenstransaktionen im Investmentgrade-Bereich lag das Volumen in der DACH-Region mit 104,1 Milliarden Dollar um 18 Prozent unter dem Vorjahr und auf dem niedrigsten Stand der vergangenen vier Jahre.

Die League Tables entscheidet die Deutsche Bank für sich: Mit 23 begleiteten Transaktionen im Gesamtwert von 7,56 Milliarden Dollar belegt sie nach einem sechsen Platz im Vorjahr im Jahr 2015 die Spitzenposition. Der zweitplatzierte Barclays betreute ebenfalls 23 Deals, das Volumen lag allerdings mit 6,95 Milliarden Dollar knapp dahinter.

Auf den dritten Platz im Bookrunner Ranking hat sich JP Morgan geschoben. Mit begleiteten Transaktionsvolumina über 6,27 Milliarden Dollar hat sich die Bank im Dezember noch knapp an der Konkurrenz von Goldman Sachs vorbeigeschoben (6,16 Milliarden Dollar). Die HSBC, die 2014 ganz vorn in den League Tables stand, findet sich in diesem Jahr auf Platz 6 wieder. Nicht in die Top Ten schaffte es die Credit Suisse, die im Vorjahr noch Platz 3 belegt hatte.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.