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Permira steht bei Teamviewer vor Milliarden-IPO

Der Börsengang der Softwarefirma Teamviewer stößt den begleitenden Banken zufolge auf großes Interesse. Geplanter erster Handelstag ist der 25. September.
dusanpetkovic/iStock/Getty Images Plus

Die Erwartungen an einen Börsengang des Softwareunternehmens Teamviewer waren im Vorfeld bereits hoch, doch nun könnte der IPO sie sogar noch übertreffen: Wie die vorgelegten Detailzahlen zeigen, sollen im Basisfall 60 und unter Ausübung der Erweiterungsoptionen bis zu 84 Millionen Aktien zu einer Preisspanne zwischen 23,50 und 27,50 platziert werden. Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von 1,41 bis 2,31 Milliarden Euro. Beobachter hatten im Vorfeld mit einem Emissionsvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro gerechnet.

Die Aktien stammen aus dem Bestand der Gesellschaft TigerLuxOne, hinter der mehrheitlich der Private-Equity-Investor Permira steht. Das Beteiligungshaus hatte Teamviewer 2014 für 870 Millionen Euro übernommen und will den Börsengang für einen Teilausstieg nutzen. 

Teamviewer könnte deutlich mehr erlösen als Traton

Damit könnte der Teamviewer-IPO der größte des bisherigen Jahres werden, das bislang eher mau verlief. Im Mai gelang dem Wiener IT-Unternehmen Frequentis der Sprung an die Börse, das Platzierungsvolumen belief sich jedoch auf nur 54 Millionen Euro. Deutlich größer war zwar der Börsengang der VW-Lastwagensparte Traton, der jedoch mit einem Erlös von rund 1,5 Milliarden Euro unter den Erwartungen blieb. Auch die Rocket-Modegruppe GFG musste beim IPO Abstriche machen.

Teamviewer wird am Ende – je nach Anzahl und Ausgabepreis der letztlich platzierten Aktien – auf eine Marktkapitalisierung von 4,7 bis 5,5 Milliarden Euro kommen und könnte damit bei der Marktkapitalisierung mit vielen MDax-Unternehmen mithalten. Teamviewers Streubesitz wird 30 bis 42 Prozent betragen. Das Angebot startet am heutigen Donnerstag, erster Handelstag soll der 25. September sein. 

Teamviewer-IPO ist Banken zufolge überzeichnet

Das Investoreninteresse ist offenbar groß: Wie die Agentur Reuters unter Berufung auf die begleitenden Banken berichtet, seien die Aktien einschließlich der Mehrzuteilungsoptionen bereits jetzt überzeichnet. Das Basisangebot umfasst 60 Millionen Aktien, durch die Erhöhungs- und Greenshoe-Option kann das Angebot auf bis zu 84 Millionen Aktien steigen.

Der Börsengang wird von Goldman Sachs und Morgan Stanley als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners sowie der Bank of America Merrill Lynch und Barclays als Joint Bookrunners und RBC Capital Markets als Co-Lead Manager begleitet. Lilja & Co. agieren als IPO-Berater. 

Das Softwareunternehmen mit Sitz im schwäbischen Göppingen erwartet im laufenden Jahr abgerechnete Umsätze über 310 bis 320 Millionen Euro. Erreicht Teamviewer dieses Ziel, wäre das eine Steigerung um gut ein Drittel gegenüber 2018. Dieses Wachstumstempo solle „mittelfristig“ anhalten, erklärte das Unternehmen.

Teamviewer war im vergangenen Jahr dazu übergegangen, die Nutzung seiner Software auf ein Abo-Modell umzustellen und adressiert seitdem verstärkt Großkunden. Mit der Software lassen sich Computer verbinden, beispielsweise zur Fernwartung, zur Fernsteuerung von Maschinen oder für Online-Konferenzen.

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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