Bosch platzierte zwar vor kurzem erst einen Schuldschein über 2 Milliarden Euro - insgesamt sorgte die Coronakrise jedoch für einen Einbruch im Schuldscheinmarkt.

Bosch

18.08.20
Finanzierungen

Schuldscheinemittenten zieren sich

Der Schuldscheinmarkt läuft in der Coronakrise eher schleppend. HSBC-Experte Ingo Nolden sieht die Schuld dafür auch bei den Emittenten.

Erst vor kurzem hat der Technologiekonzern Bosch einen Schuldschein über 2 Milliarden Euro platziert. Der Markt ist also durchaus offen. Dennoch ist das Volumen am Schuldscheinmarkt aufgrund der Coronavirus-Krise im ersten Halbjahr um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Wie wird sich der Markt in den verbleibenden Monaten entwickeln?

Ingo Nolden, DCM-Chef der HSBC in der DACH-Region, geht zwar davon aus, dass wieder mehr los sein wird. Dass es allerdings so aktiv zugehen wird wie vor Beginn der Pandemie, glaubt der Experte nicht. Denn das Umfeld ist herausfordender: „Man sieht derzeit deutlich, dass es Unternehmen ohne externes Rating schwerer haben, einen Schuldschein zu platzieren", sagt Nolden. Klassische Schuldscheininvestoren seien derzeit zurückhaltender als sonst.

Kein Run auf Schuldscheine im zweiten Halbjahr

Für die Zurückhaltung der Investoren sieht Nolden zwei Gründe. Welche das sind, und warum auch die Emittenten nach Noldens Einschätzung dafür verantwortlich sind, dass es im zweiten Halbjahr keinen Run auf Schuldscheine geben wird, lesen Sie bei der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de