EY-Parthenon stärkt das Reshaping-Results-Team

EY-Parthenon stärkt den Bereich Reshaping Results. Zum Februar ist der Wirtschaftsingenieur Florian Kaiser zur Strategieberatung des Big-Four-Hauses in München dazugestoßen. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in Strategie-Entwicklung, Transformation und Performance-Optimierung und bringt umfassende Kenntnisse aus der Bauzulieferindustrie, Elektroindustrie und dem Infrastruktursektor mit.

Zuvor war Kaiser rund drei Jahre Managing Partner bei L.E.K. Consulting und sammelte davor über 16 Jahre Erfahrungen bei der Restrukturierungsberatung Dr. Wieselhuber & Partner. Seine Karriere startete er bei der auf Marktstrategie, Vertrieb und Pricing spezialisierten Beratung Homburg & Partner in Mannheim, die 2021 von der IT-Beratung Accenture übernommen wurde.
Neben Kaiser hat sich EY-Parthenon auch mit Leon Naumann verstärkt. Naumann kommt von Monitor Deloitte und wird den Bereich Power & Utilities erweitern. Er bringt umfassende Erfahrung in der strategischen Beratung von Energieversorgern mit. Die strategische Erweiterung ist Teil der Wachstumsagenda von EY-Parthenon, die bis 2030 eine Umsatzverdopplung anstrebt.
DLA-Partner wechselt zu SZA

Der langjährige DLA Piper-Partner, Dietmar Schulz, ist zum Februar zu SZA Schilling, Zutt & Anschütz gewechselt. Er wird als Partner den Bereich Restrukturierung und Sanierung erweitern. Schulz verfügt über umfassende Erfahrung in der Beratung von Unternehmen, Geschäftsleitern und Investoren in Krisensituationen. Zuletzt leitete er die Restrukturierungspraxis von DLA Piper, wo er über 13 Jahre beratend tätig war.
Er ist spezialisiert auf komplexe außergerichtliche Restrukturierungen, Insolvenzpläne und die Strukturierung von Finanzierungsmodellen. Seine Expertise in NPL-Transaktionen und Distressed M&A erweitert das Beratungsspektrum von SZA Schilling, Zutt & Anschütz erheblich, teilt die Sozietät mit. Schulz wird an den Standorten München und Frankfurt tätig sein und eng mit dem bestehenden Team zusammenarbeiten.
Pluta verstärkt sich mit 9-köpfigem Team
Pluta stärkt seine Präsenz in Hamburg durch den Wechsel von Jens-Sören Schröder und seinem achtköpfigen Team, darunter die Rechtsanwältin Birte Jensen und der Rechtsanwalt Markus Lüdtke. Schröder wird Gesellschafter und Geschäftsführer und wird die neue Niederlassung im Brahmskontor gemeinsam mit Bernd Richter leiten.

Schröder war zuvor Partner bei der Kanzlei Johlke Niethammer und wird seit über 25 Jahren von Gerichten in Norddeutschland zum Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt. Er bringt umfangreiche Erfahrung in Insolvenzverwaltung aber auch in Restrukturierung mit und hat bereits prominente Verfahren wie UfA-Kinokette, Max Bahr und Rickmers Reederei Holding als Insolvenzverwalter begleitet. Birte Jensen und Markus Lüdtke sind seit über 15 Jahren als Insolvenzverwalter tätig und verfügen über langjährige Erfahrung in Insolvenzverfahren unterschiedlicher Branchen und Größen.
93 Prozent der Maschinenbauer erwarten China-Eintritt
Die deutsche Maschinenbauindustrie steht vor erheblichen Herausforderungen. Eine aktuelle Allensbach-Studie zeigt, dass 53 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer den Verlust der Technologieführerschaft an ausländische Konkurrenten, insbesondere aus China und den USA, befürchten. Diese Entwicklung könnte nach Einschätzung der Befragten für 70 Prozent der Unternehmen gravierende Auswirkungen haben. Zudem sehen 93 Prozent der Befragten einen Markteintritt chinesischer Hersteller in Europa als wahrscheinlich an. Ein weiteres Problem stellt die Abwanderung von Wartungs- und Serviceleistungen zu Drittanbietern dar, was bei 29 Prozent der Unternehmen finanzielle Nachteile verursacht.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen viele Unternehmen auf strategische Anpassungen. 86 Prozent investieren in den Ausbau eigener Software- und IT-Kompetenzen, während 73 Prozent ihre Innovationszyklen beschleunigen. Zudem verlagern 72 Prozent Produktionsschritte in kostengünstigere Regionen. Nur 14 Prozent haben bisher Technologiepartnerschaften mit US- oder asiatischen Unternehmen aufgebaut, doch 21 Prozent planen solche Kooperationen. Die Branche steht vor der Aufgabe, ihre Geschäftsmodelle an die neuen Wettbewerbsbedingungen anzupassen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Für den German Economic Pulse 2025 hat das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch insgesamt 169 deutsche Industrieunternehmen aus der energieintensiven Industrie, dem Maschinen- und Anlagenbau und Automobilunternehmen befragt.
Europäische Football-Liga wird saniert
Die European League of Football hat beim Amtsgericht Hamburg ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet, um sich wirtschaftlich neu auszurichten. Das Gericht hat dem Antrag bereits zugestimmt. Ziel sei es , die Liga finanziell zu stärken und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, heißt es in einer Mitteilung. Ein umfassendes Sanierungskonzept wurde erarbeitet und werde nun umgesetzt. Auch Gespräche mit Investoren sollen bereits laufen. Der Spielbetrieb für die kommende Saison bleibt bestehen, der Spielplan werde bald veröffentlicht.
Thorsten Petersen (Wallner Weiß) übernimmt als Generalhandlungsbevollmächtigter die Leitung des Verfahrens, während Andreas Romey (Eckert Rechtsanwälte) als vorläufiger Sachwalter fungiert. Die Sanierung wurde notwendig, da geplante Kapitalmaßnahmen nicht umgesetzt werden konnten.
Rofu Kinderland muss sich sanieren
Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat das vorläufige Verfahren eingeleitet, wobei der Geschäftsbetrieb in den 104 Filialen weiterläuft. Gründe für den Antrag sind laut Mitteilung ein schwaches Weihnachtsgeschäft, Konsumzurückhaltung und gestiegene Kosten. Rofu plant eine strategische Neuausrichtung mit Fokus auf den stationären Handel und Omnichannel-Integration. Ziel sei es, die Effizienz zu steigern und die Zusammenarbeit mit Lieferanten zu intensivieren. Derzeit sind rund 1.970 Beschäftigte bei dem Spielwarenhändler angestellt.
Das Management bleibt während der Eigenverwaltung im Amt und wird von Marcus Katholing (Pluta Management) als Chief Restructuring Officer sowie Daniela Jeske unterstützt. Die insolvenzrechtliche Beratung erfolgt durch Stefan Warmuth (Pluta Rechtsanwalts). Annemarie Dhonau (Schiebe und Collegen) wurde zur vorläufigen Sachwalterin bestellt.
Wormland schließt endgültig
Die Modekette Wormland muss nach der erneuten Insolvenz Anfang November des vergangenen Jahres endgültig schließen. Das Modehaus hatte sich nach der ersten Insolvenz im September 2024 nicht nachhaltig erholt. Trotz eines intensiven Investorenprozesses, geleitet von Stephan Michels (Michels-Anwälte) und unterstützt durch Dr. Wieselhuber & Partner, scheiterten Übernahmeverhandlungen an ungelösten Mietfragen. Die Gläubiger entschieden sich daher für die Schließung, da die Angebote der Interessenten mit hohen Risiken verbunden waren. Rund 250 Mitarbeitende verlieren ihre Jobs, während die Filialen in Hannover und Oberhausen zur Abwicklung genutzt werden.
Fachmarktkette Hammer Raumstylisten ist insolvent
Der traditionsreiche Raumgestalter Hammer Raumstylisten, der rund 1.100 Mitarbeitende beschäftigt, ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Bielefeld hat die vorläufige Insolvenzverwaltung für das Unternehmen angeordnet und Stefan Meyer (Pluta) als Verwalter eingesetzt. Grund für die Antragstellung sind laut Geschäftsführung Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung nach der Neugründung des Unternehmens im Oktober 2025 aus der Insolvenz, die insbesondere durch technische Probleme verursacht wurden. Das führte zu Umsatzausfällen und schließlich einer Liquiditätskrise. Diese Probleme seien inzwischen weitgehend behoben.
Der Betrieb der 87 Filialen in Nord-, Ost- und Mitteldeutschland läuft weiter. Meyer und sein Team arbeiten an der Stabilisierung und Analyse der finanziellen Lage. Unterstützt von Aderhold Unternehmensberatung unter Kristian Klüppelberg, werden Verhandlungen mit Gläubigern und Investoren geführt, um eine langfristige Lösung zu finden.
ABC Land- und Baumaschinen geht in Eigenverwaltung
Die August Bruns Landmaschinen, bekannt als ABC Land- und Baumaschinen, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu sichern. Die Auftragslage ist laut Mitteilung nach einem Pandemie-Boom eingebrochen, und viele bestehende wie künftige Kunden leiden unter gestiegenen Kreditkosten, was dazu führt, dass Anschaffungen verschoben oder ganz gecancelt werden. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von gut 73 Millionen Euro. 170 Mitarbeitende sind von der Sanierung betroffen. Diese wird von Moritz Sponagel (Dr. Sponagel) als vorläufigem Sachwalter vorangetrieben.
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Esra Laubach ist Redakteurin bei FINANCE und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Transformation, Restrukturierung und Recht. Sie ist Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin. Vor FINANCE war sie rund fünf Jahre als Legal-Journalistin für den Juve Verlag in Köln tätig, wo sie auch ihr journalistisches Volontariat absolvierte. Esra Laubach arbeitete während ihres Studiums multimedial u.a. für das ARD-Morgenmagazin, mehrere Zeitungen und moderierte beim Hochschulradio Kölncampus.
