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Warum eine starre Unternehmensplanung brandgefährlich ist

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Der deutsche Mittelstand plant zu starr – und zahlt in Krisenzeiten den Preis dafür. Stephan Kleinert, Managing Director bei FTI-Andersch, kennt die Schwachstellen aus erster Hand: „Viele unserer Mandanten arbeiten noch mit Excel-basierten Jahresbudgets, die einmal festgeschrieben und kaum angepasst werden.“ Ein gefährlicher Ansatz, wenn geopolitische Verwerfungen, schwankende Zinsen oder veränderte Absatzmärkte schnelles Reagieren erfordern.

Deshalb sollten CFOs auf integrierte Planung setzen

Kleinerts Rat an Finanzabteilungen ist klar: „Es ist essentiell für jedes Unternehmen, eine flexible, integrierte Planung einzuführen“, und das unabhängig von der Größe oder internationalem Geschäft. Der erste Schritt: weg von isolierten GuV-Betrachtungen hin zu einer ganzheitlichen Planung, die Bilanz und Cashflow einbezieht. „Gerade in einer angespannten Liquiditätssituation ist es wichtig, auf die Liquidität zu gucken und nicht bei der GuV aufzuhören“, so der Restrukturierungsexperte.

Technisch bedeutet das oft den Umstieg auf professionelle Finanzprogramme statt Excel-Chaos, prozessual eine Straffung der Planungszyklen und eine Reduzierung der Detailtiefe. Kleinerts Tipp: „Man muss nicht auf jedem Konto unterwegs sein – da kann man für Planungszwecke ruhig mal eine Ebene nach oben gehen.“ Was die größten Hürden bei der Implementierung einer integrierten Unternehmensplanung sind, mit welchem Pay-off CFOs rechnen dürfen und welche Rolle Künstliche Intelligenz bei der Budgetierung spielen wird – der FINANCE TV-Talk mit Stephan Kleinert von FTI-Andersch.

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