Erster österreichische EU Green Bond von Verbund
Das österreichische Energieunternehmen Verbund hat einen neuen Green Bond gemäß des EU Green Bond Standard emittiert. Wie das Unternehmen mitteilt, ist dies die erste Anleiheemission nach dem neuen EU-Standard in Österreich. Der Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 700 Millionen Euro und einer Laufzeit von sieben Jahren war in der Spitze nach Angaben von Verbund trotz eines von erhöhter Volatilität und geopolitischen Unsicherheiten geprägten Marktes fast fünffach überzeichnet. Der Kupon liegt bei 3,375 Prozent.
Verbund plant, den Emissionserlös für die Finanzierung grüner Projekte zu verwenden, die im Einklang mit dem Green Financing Framework des Unternehmens sowie dem EU Green Bond Factsheet stehen. Die Mittel sollen insbesondere für Investitionen in Österreich eingesetzt werden und tragen laut Verbund unter anderem zur Steigerung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, zur Erhöhung der Übertragungssicherheit und Netzstabilität durch Investitionen in das Hochspannungsnetz, sowie zur Erweiterung von Stromspeicherkapazitäten, insbesondere im Bereich Pumpspeicherkraftwerke, bei.
Terra Quantum zieht es an die Nasdaq
Terra Quantum strebt an die Börse und will so den Grundstein für weiteres Wachstum legen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am vergangenen Donnerstag. Durch einen Zusammenschluss mit der Mantelgesellschaft Mountain Lake Acquisition Corp. II (MLAC II) peilt die schweizerisch-deutsche Quantentechnologiefirma eine Notierung an der US-Technologiebörse Nasdaq an, teilte Terra Quantum mit.
Bei dem geplanten Spac-Börsengang wird Terra Quantum mit 3,25 Milliarden US-Dollar (rund 2,78 Milliarden Euro) bewertet. Terra Quantum plane den Gang an die Börse im späteren Jahresverlauf, sagte Firmenchef Markus Pflitsch gegenüber Reuters. Für eine genaue Zeitangabe sei es noch zu früh.
Talanx sammelt 1 Milliarde Euro ein
Der Versicherungskonzern Talanx hat sich ein Finanzierungspaket im Volumen von insgesamt 1 Milliarde Euro gesichert. Es besteht aus einer Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro, die bei institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland platziert wurde. Parallel dazu zeichnete der Mehrheitsaktionär von Talanx, HDI, im Rahmen einer Privatplatzierung eine mit identischen Konditionen ausgestattete Anleihe in gleicher Höhe. Die erstgenannte Anleihe wird an der Börse in Luxemburg notiert. Die Transaktion wurde von Barclays, Deutscher Bank, ING, Natixis und BNP Paribas begleitet.
Die beiden Anleihen werden mit jeweils 3,75 Prozent verzinst und im April 2033 zur Rückzahlung fällig. Die Emissionserlöse sollen nach Angaben von Talanx vorrangig zur Ablösung bestehender Finanzierungen in Höhe von 1,25 Milliarden Euro verwendet werden, die im Juli 2026 auslaufen.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Tennet Germany bereitet sich auf die erste Anleihetransaktion vor. Der Übertragungsnetzbetreiber erhielt in der vergangenen Woche erstmals ein Unternehmensrating von Moody’s (Baa1) und verfügt damit nun über ein vollständiges Set an Investment-Grate-Ratings der drei großen Ratingagenturen. S&P und Fitch vergaben an Tennet Germany in den vergangenen Wochen jeweils ein „BBB+“-Rating. In den kommenden Wochen will das Unternehmen nun „gezielt Fixed-Income-Investoren ansprechen, um sie mit dem Kreditprofil von Tennet Germany vertraut zu machen“, wie Markus Binder, CFO von Tennet Germany, mitteilte.
Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 will seine Aktionäre auf der kommenden Hauptversammlung am 20. Mai über eine neue Kapitalstruktur abstimmen lassen. Das geht aus der Einladung zur Hauptversammlung vom vergangenen Mittwoch hervor. So sollen die Aktionäre über ein Paket von Kapitalstrukturmaßnahmen abstimmen. Dieses enthält neues genehmigtes Kapital, eine erneute Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsanleihen mit einem Nennbetrag von bis zu 700 Millionen Euro sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm. Der Konzern will sich damit finanzielle Flexibilität verschaffen, um strategische Chancen rasch nutzen und die laufende Transformation unterstützen zu können.
Iwoca hat eine Kreditlinie in Höhe von 125 Millionen Euro abgeschlossen. Damit konnte das deutsch-britische Fintech seine Refinanzierungslinie nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren auf insgesamt 350 Millionen aufstocken. Zu den Refinanzierungspartnern zählen unter anderem eine internationale Investmentbank sowie Insight Investment. Mit der Aufstockung der Refinanzierungslinie reagiert das Unternehmen auf die stark steigende Nachfrage nach Betriebsmittelkrediten im deutschen Mittelstand und stellt die Liquidität für das weitere operative Wachstum sicher, heißt es in einer Mitteilung von Iwoca. Das Fintech vergibt Kredite an kleine und mittlere Unternehmen sowie an Selbständige in einer Höhe von bis zu 500.000 Euro. Dabei wirbt Iwoca mit einer schnellen Antragsstellung und einer Kreditentscheidung innerhalb von 24 Stunden.
Rating-Meldungen
S&P hat das „BBB“-Rating von Fresenius bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv angehoben.
Moody’s hat das Rating von Amprion von „Baa1“ auf „Baa2“ herabgestuft und den Ausblick von negativ auf stabil angehoben.
Moody‘s hat erstmals ein Rating für Tennet Germany vergeben. Die Agentur bewertet das Unternehmen mit „Baa1“ und stabilem Ausblick.
Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.
