Berater-News: EY-Parthenon, RSM Ebner Stolz, Valtus

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Walter Woitsch hat sich mit einem Wiener Team der Strategieberatung EY-Parthenon angeschlossen. Foto: Syngroup
Walter Woitsch hat sich mit einem Wiener Team der Strategieberatung EY-Parthenon angeschlossen. Foto: Syngroup

EY-Parthenon übernimmt Teile von Syngroup

EY-Parthenon, die Strategieberatung von EY, hat Mitte Juni im Rahmen eines Asset Deals einzelne Vermögenswerte der österreichischen Syngroup-Gesellschaft erworben. Diese ist auf die Beratung von Industrieunternehmen in Transformations- und Restrukturierungssituationen spezialisiert. Walter Woitsch, bislang Partner bei Syngroup und Mitglied des Vorstands, übernimmt eine Partnerrolle bei EY Österreich. Mit dem Zukauf wechseln mehr als 40 Mitarbeitende zu EY-Parthenon. Das Geschäft der deutschen Syngroup-Gesellschaften ist nicht Teil des Deals.

Der Schwerpunkt des neuen EY-Teams liegt in der Produktionsoptimierung, im Lieferkettenmanagement sowie im Bereich Print und Verpackung. EY-Parthenon beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit 25.000 Mitarbeitende in 150 Ländern und kam zuletzt auf einen Umsatz von rund 6,2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 5,4 Milliarden Euro).

Mario Westrup wechselt mit Team zu RSM Ebner Stolz

Mario Westrup ist zum 1. Juni 2026 als Partner bei RSM Ebner Stolz eingetreten. Er wechselte gemeinsam mit einem Team von 17 Kolleginnen und Kollegen von Novacapta. Mit dem Zugang baut RSM Ebner Stolz seinen Bereich Digital Consulting weiter aus. Das neue Team ergänzt bestehende Einheiten in den Bereichen Digital Advisory, Cybersecurity, Managed IT Services sowie Microsoft Business Central und Power Platform und bringt insbesondere Microsoft-Fachwissen in Dynamics 365, Power Platform und Copilot mit.

Westrup hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Microsoft-Beratung. Zuletzt leitete er sechs Jahre lang den Bereich Business Productivity bei Novacapta. Davor war er Associate Partner bei Convista Consulting sowie Senior Consultant bei der MT AG. Bereits im März hatte RSM den früheren Managing Partner von Novacapta, Eric Chall, als weiteren Partner gewonnen.

Valtus startet Interim-Management-Beratung in Frankfurt

Valtus Germany hat gemeinsam mit Dr. Maier + Partner ein neues Büro in Kelkheim bei Frankfurt eröffnet. Der Standort kombiniert Executive Interim Management und Executive Search unter einem Dach. Das Executive-Interim-Management in der Region verantwortet Partner und Gesellschafter Manoj George. Die Standortleitung für Executive Search übernehmen Frederik Horn und Rolf Keck von Dr. Maier + Partner.

George war vor seinem Wechsel in die Personalberatung mehr als 24 Jahre als Führungskraft in der Industrie im In- und Ausland tätig, unter anderem bei Siemens. Er berät internationale Kunden mit einem besonderen Schwerpunkt auf Private-Equity-Gesellschaften und deren Portfoliounternehmen.

Valtus Germany entstand 2024 als Gemeinschaftsunternehmen der Valtus-Gruppe mit der Personalberatung Dr. Maier. Das Joint-Venture erwirtschaftete nach eigenen Angaben zuletzt einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 20 Mitarbeitende. Neben der Zentrale in Stuttgart unterhält es bereits Standorte in München und Nürnberg.

Digitalberatung Netlight eröffnet Büro in Wien

Maximilian Born, Netlight. Foto: Netlight
Maximilian Born, Netlight. Foto: Netlight

Die Digitalberatung Netlight hat in Wien ihren 16. Standort eröffnet und ist damit in elf Ländern präsent. Der Münchner Netlight-Partner Maximilian Born leitet den neuen Standort als Managing Partner Austria. Die Expansion folgt auf Büroeröffnungen in London, Madrid und Göteborg in der ersten Jahreshälfte 2025.

Netlight plant, Wien als strategischen Zugangspunkt zu mittel- und osteuropäischen Märkten auszubauen und auch im Recruiting von Informatikabsolventen zu nutzen. Als wesentliche Branchen zielt das Consultinghaus auf Finanzinstitute, Versicherer und das produzierende Gewerbe in der Donaumetropole. Deren Beratungsbedarf in der digitalen Transformation decke sich mit den Beratungsschwerpunkten Cloud, Daten und KI sowie moderner Softwarearchitektur.

Netlight ist seit 1999 aktiv und beschäftigt rund 2.000 Beraterinnen und Berater. Das Consultinghaus hat seinen Hauptsitz in Stockholm und ist börsennotiert. In Deutschland ist das Unternehmen an den Standorten München, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln vertreten.

DHPG gründet Family-Office-Tochter

Die Bonner Prüfungs- und Beratungsgesellschaft DHPG hat eine Tochtergesellschaft für die strategische Steuerung des Vermögens von wohlhabenden Privatpersonen und Unternehmerfamilien gegründet. Die DHPG Family Office deckt dabei Finanz- und Nachfolgeplanung, Controlling sowie Reporting ab. Das Family-Office-Team kooperiert mit DHPG-Fachleuten aus Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung.

Als geschäftsführende Gesellschafter leiten Marc Pralle und Timm Schmeling das DHPG Family Office. Beide bringen nach Unternehmensangaben jahrelange Erfahrung in Family Offices und im Banking mit. DHPG zählt in Deutschland rund 1.200 Mitarbeitende an 18 Standorten. Das Beratungs- und Prüfungsunternehmen ist Mitglied des Netzwerks CLA Global, das 15.000 Mitarbeitende in mehr als 230 Büros weltweit beschäftigt.

Horváth und N8N kooperieren bei KI-Agenten

Die Managementberatung Horváth & Partners und das Berliner Softwareunternehmen N8N haben eine Partnerschaft geschlossen, deren Ziel es ist, schneller Workflow-Automatisierungen und KI-Agenten für Unternehmen in Europa zu entwickeln. Horváth bringt Branchen- und Prozesswissen sowie Know-how in der Implementierung ein. N8N stellt die Orchestrierungsplattform bereit, die KI-Modelle, Geschäftsanwendungen und Datenquellen verbindet.

Das gemeinsame Angebot umfasst drei Bereiche, teilen die beiden Beratungshäuser mit: die Identifikation geeigneter Prozessketten zur Automatisierung, die Neugestaltung der Prozessarchitektur sowie die Umsetzung in N8N, einschließlich der Integration in bestehende Systeme wie SAP. Aufgrund des Betriebs auf eigenen Systemen würden Unternehmen die Kontrolle über ihre Workflows und Daten behalten.

Restrukturierer steigt ein

Tobias Fusten, Horvath & Partners. Foto: Horváth & Partners
Tobias Fusten, Horvath & Partners. Foto: Horváth & Partners

Außerdem hat Horváth Tobias Fusten als Restrukturierungsspezialisten verpflichtet. Ab sofort verstärkt er das Team Performance Improvement, Restructuring & Transactions, das der Horváth-Partner Patrick Heurich leitet.

Fusten bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Restrukturierungsberatung und im Turnaround-Management mit. Zuletzt war er als Geschäftsführer der CMS Advisory tätig und begleitete Unternehmen bei der Bewältigung von Krisensituationen. Sein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Umsetzung komplexer Sanierungs- und Transformationskonzepte.

Bei Horváth soll er gemeinsam mit Heurich den Ausbau der finanzwirtschaftlichen Restrukturierung sowie die Erstellung und Umsetzung von IDW-S6-Sanierungsgutachten vorantreiben. Zugleich soll Fusten als Ansprechpartner für Workout-Units, CROs und CFOs in Krisensituationen fungieren.

BayernLB holt erfahrenen Firmenkunden-Berater an Bord

Die BayernLB hat Ende Mai den erfahrenen Banker Matthias Krönung für das Firmenkundengeschäft angeheuert. Er schließt sich dort als Senior Banker dem Team um Florian Herkommer an, das für die Sektoren Technology, IT & Telekom zuständig ist und rund zehn Spezialistinnen und Spezialisten zählt. Krönung kommt von der Caixabank, wo er seit Ende 2019 im Corporate & Investmentbanking in Frankfurt arbeitete und unter anderem das Geschäft mit Unternehmenskunden in den Branchen Automotive, Mobility, Tech Telekom und Dienstleistungen verantwortete. Seine Laufbahn im Banking startete Krönung 1990 bei JP Morgan Chase. Ab 2002 war er in verschiedenen Funktionen unter anderem bei Citibank, BNP Paribas, Standard Chartered und Intesa Sanpaolo tätig.

ABN Amro steigt bei Ratingagentur Scope ein

Die niederländische Bank ABN Amro beteiligt sich an der Berliner Ratingagentur Scope. Nach Informationen aus Finanzkreisen soll der Anteil unter 5 Prozent liegen. Scope entstand als europäische Alternative zu den US-amerikanischen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch.

Zu den Scope-Aktionären zählen neben dem Gründer Florian Schoeller und dem Ankerinvestor Stefan Quandt institutionelle Investoren aus ganz Europa, darunter die Versicherer Axa, Talanx/HDI, Signal Iduna, Swiss Mobiliar und Vienna Insurance Group sowie Dekabank, BPCE und Crédit Agricole Assurances. Ebenfalls beteiligt ist die RAG-Stiftung.

Helaba tritt Stablecoin-Konsortium Qivalis bei

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist dem europäischen Bankenkonsortium Qivalis beigetreten. Dieses entstand Ende 2025, um einen regulierten, auf Euro lautenden Stablecoin zu emittieren, der vollständig durch Euro-Guthaben gedeckt ist. Mit dem Beitritt der Helaba wächst das Konsortium auf 37 Finanzinstitute in 15 europäischen Ländern; aus Deutschland gehören ihm bereits die DZ Bank und die Dekabank an.

Die Bankengruppe strebt einen Micar-konformen Stablecoin unter Aufsicht der niederländischen Zentralbank (DNB) an. Die On-Chain-Zahlungs- und Abwicklungslösung soll Unternehmen ermöglichen, rund um die Uhr Liquidität in Echtzeit zu bewegen. Europäische Exporteure könnten auf Euro lautende Stablecoins dann künftig direkt nutzen, ohne auf Währungskorrespondenzbanken angewiesen zu sein.

Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.