Der M&A-Chef des Autozulieferers Schaeffler, Tobias Ramminger, wird M&A-Berater bei Lincoln International in Frankfurt.

Lincoln International AG, Carsten246/iStock/Thinkstock/Getty Images

26.09.18
Banking & Berater

Schaefflers M&A-Chef wechselt zu Lincoln

Der M&A-Chef des Autozulieferers Schaeffler wird M&A-Berater: Wie FINANCE erfahren hat, beginnt Tobias Ramminger in wenigen Tagen einen neuen Job als Managing Director bei Lincoln International.

Das Frankfurter Büro der M&A-Beratung Lincoln International bekommt hochkarätigen Zuwachs: Wie FINANCE erfahren hat, wird Tobias Ramminger zum 1. Oktober als Managing Director neu an Bord kommen. Ramminger soll den Sektor Industrials/Industrie 4.0 mitverantworten. Das Beratungshaus bestätigte die Personalie.

Mit Ramminger holt Lincoln International einen Praktiker mit langjähriger Erfahrung aus der Unternehmenswelt in sein Team. Ramminger war in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren als Head of M&A & Strategic Projects bei dem Autozulieferer Schaeffler tätig. Er richtete unter anderem die M&A-Abteilung der Schaeffler-Gruppe neu aus und begleitete mehrere Transaktionen und Kooperationen in diesem Zeitraum. Vor kurzem erst hat Schaeffler mit der Übernahme des Lenkungsspezialisten Paravan einen großen Schritt in den Bereich autonomes Fahren unternommen.

Vor seiner Zeit bei Schaeffler war Ramminger ein Jahr lang Head of M&A der Median-Kliniken, einer Portfoliogesellschaft des Finanzinvestors Waterland. Auch Erfahrung als M&A-Berater hat Ramminger bereits gesammelt, unter anderem bei DC Advisory (vormals Close Brothers), der Investmentbank Rothschild sowie der Managementberatung Stern Stewart & Co.

Ramminger erwartet hohe M&A-Aktivität bei Industrie 4.0

Lincoln International will besonders von Rammingers Unternehmenserfahrung profitieren. Bei Schaeffler betreute er mehrere Zukäufe mit Fokus auf Industrie 4.0 und E-Mobilität. Daher soll er sich auch bei Lincoln besonders auf das Thema Industrie 4.0 konzentrieren.

„Die Mehrheit der Maschinen- und Anlagenbauer beschäftigt sich bereits mit den Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung“, sagt Ramminger gegenüber FINANCE. Er glaubt, dass hierfür schnellere Entwicklungszyklen und auch das nötige Talent elementar seien. „Das kann oft nur über strategische Ergänzungen in Form von Akquisitionen und Joint-Ventures erreicht werden“, meint der angehende Lincoln-Berater, der in seinem Spezialgebiet für die nächsten Jahre eine hohe M&A-Aktivität erwartet.

Lincoln sieht Industriesektor als Schwerpunkt

Die M&A-Beratung Lincoln International sieht den Industriesektor als „wesentlichen Schwerpunkt“ des globalen Industrials-Teams. In den vergangenen fünf Jahren hat die Beratung nach eigenen Angaben mehr als 100 Transaktionen in diesem Bereich abgeschlossen.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit etwa 500 Mitarbeiter und war im Geschäftsjahr 2017 an 190 abgeschlossenen Transaktionen beteiligt. Im deutschsprachigen Raum ist Lincoln International mit Büros in Frankfurt, München, Wien und Zürich vertreten. Auch in Skandinavien verstärkt das M&A-Haus gerade seine Präsenz.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

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