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André Wehrhahn wird CFO bei Hansgrohe

André Wehrhahn kommt als CFO zu Hansgrohe. Foto: André Wehrhahn

Hansgrohe hat einen neuen CFO gefunden. André Wehrhahn, bis März dieses Jahres noch Finanzchef beim Stiftproduzenten Faber-Castell, kommt zum Hersteller von Badarmaturen ins baden-württembergische Schiltach im Schwarzwald. Hansgrohe war seit dem Frühjahr auf der Suche nach einem neuen Finanzchef. Der vorherige CFO Reinhard Mayer verließ den Armaturenhersteller Ende Mai und ist seinem Linkedin-Profil zufolge inzwischen, auch wieder als CFO, für den dänischen Reinigungsgerätehersteller Nilfisk tätig.

André Wehrhahn zieht in den Schwarzwald

Bei Hansgrohe soll André Wehrhahn seine neue Stelle offiziell zum 1. Oktober antreten. Dadurch wird auch der Vorstandsvorsitzende Hans Jürgen Kalmbach entlastet, der die Position des CFOs nach Mayers Abgang interimistisch übernommen hatte. Vom Hansgrohe-Aufsichtsrat wird Wehrhahn als „versierter und ebenfalls international erfahrener Finanzexperte“ gelobt.

Wehrhahn, der seinem Linkedin-Profil zufolge derzeit noch in Nürnberg wohnt, wird offenbar auch räumlich näher an seinen neuen Arbeitgeber rücken: Der gebürtige Niedersachse plane, zusammen mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern in den Schwarzwald zu ziehen, teilte Hansgrohe mit.

Von Faber-Castell zu Hansgrohe

Wehrhahn leitete bis Ende März dieses Jahres die Finanzen von Faber-Castell. Bei dem Schreibwarenhersteller in der Nähe von Nürnberg hat er eine unruhige Phase mit vielen Führungswechseln erlebt. Die Arbeit in einem familiengeprägten Umfeld schätzt er jedoch, verriet er vor mehreren Jahren einmal in einem Gespräch mit FINANCE: Man sei dort nicht nur ein Zahnrad im Getriebe.

Ein familiengeprägtes Umfeld findet er auch bei Hansgrohe vor: Zwar wird der Armaturenhersteller nicht mehr von der Gründerfamilie geleitet, doch die Beteiligungsgesellschaft der Familie Klaus Grohe hält nach wie vor 32 Prozent an dem Unternehmen. Die Mehrheit von 68 Prozent liegt bei der US-amerikanischen Masco Corporation.

Erfahrung aus verschiedenen Familienunternehmen

Auch vor dem Einstieg bei Faber-Castell im Jahr 2018 sammelte Wehrhahn Erfahrung in Familienunternehmen: Seine erste Position in der Corporate-Finance-Welt war im Controlling-Team des Familienunternehmens Kuehne + Nagel. Bei dem Logistikkonzern mit Wurzeln in Bremen stieg er schnell zum Project Manager M&A auf und wurde schließlich im Sommer 2005 CFO des Russlandgeschäfts.

Im November 2009 wechselte Wehrhahn dann zum Polymer-Verarbeiter Rehau, der ebenfalls mehrheitlich in den Händen der Gründungsfamilie ist. Dort verantwortete er zunächst als CFO die Region Eurasia. Nach vier Jahren wurde er Finanzchef des Geschäftsbereichs Automotive.

André Wehrhahn stieß Transformation an

Nach eineinhalb Jahren als CFO der hessischen Beteiligungsgesellschaft Kap kam Wehrhahn im April 2018 zum Schreibwarenhersteller Faber-Castell, wo er nach einem Umsatzrückgang die Transformation einleiten musste. Auch intern soll es Medienberichten zufolge nach dem Tod des letzten aus der Familie stammenden CEO Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell im Jahr 2016 Reibereien und Machtkämpfe gegeben haben.

Für Wehrhahn steht nun die nächste CFO-Station bei einem Unternehmen mit familiärer Prägung an. Mit seinem Antritt wächst der Vorstand des Badarmaturenherstellers wieder auf vier Mitglieder an: Neben CEO und CFO sind dies Vertriebschef Christophe Gourlan sowie COO Frank Semling.

jan.schuermann[at]finance-magazin.de

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