Marco Altherr übernimmt den Posten des CFO bei Vibracoustic

Vibracoustic

23.03.20
CFO

Vibracoustic findet neuen CFO

Die Freudenberg-Gruppe macht Marco Altherr zum neuen Finanzchef ihrer Tochter Vibracoustic. Altherr löst Volker Christ ab – und wird ebenfalls mit der Frage ringen, ob und wann Vibracoustic endlich an die Börse gehen kann.

Marco Altherr wird neuer Finanzchef bei dem Autozulieferer Vibracoustic, einem Tochterunternehmen der Freudenberg-Gruppe. Zum 1. April wird er den Posten des CFO übernehmen und Nachfolger von Volker Christ, der das Unternehmen bereits Ende Februar verließ. Christ war im September 2017 zum CFO ernannt worden. Nach Angaben des Unternehmens verließ Christ aus eigenem Wunsch den Automobilzulieferer, um eine andere Aufgabe zu übernehmen. Es ist auch schon bekannt, wo – Seit dem 1. März ist Christ Finanzchef des Modeherstellers S.Oliver.

Marco Altherr kennt Controlling und Treasury

Der neue CFO startete nach dem BWL-Studium seine Karriere bei dem Druckmaschinenhersteller Manroland, wo er später auch die Leitung des Treasury übernahm. Nach weiteren Stationen bei Heidelberger Druckmaschinen, Arthur Andersen und EY stieß er 2011 als „Leiter Methoden und Prozesse“ zu Freudenberg. 2015 übernahm er die Leitung des Corporate-Audit-Teams, 2017 wurde er Leiter Konzernrechnungswesen und -Controlling.

Das Controlling wird Altherr auch künftig bei Vibracoustic leiten, dazu noch die Bereiche Supply Chain, Steuern, Treasury und IT.

Freudenberg plant schon seit 2016 Vibracoustic-IPO

Obwohl Vibracoustic erst im Jahr 2012 gegründet wurde, hat der Spezialist für Isolations- und Schwingungstechnik schon eine bewegte Geschichte hinter sich: Ursprünglich war Vibracoustic ein Joint Venture von Freudenberg und der skandinavischen Trelleborg-Gruppe, die ihre jeweiligen Geschäftsfelder in diesem Unternehmen bündelten. Es entstand einer der größten Anbieter in diesem Markt mit mehr als 10.000 Mitarbeitern an 43 Produktionsstandorten und einem Umsatz von über 2 Milliarden Euro.

2016 strebten Freudenberg und Trelleborg einen IPO von Vibracoustic an, der von dem damaligen Finanzchef Stefan Eck begleitet werden sollte. Vor allem Trelleborg wollte dies nutzen, um sich aus dem Joint Venture zurückzuziehen. Doch der Börsengang scheiterte, worauf Freudenberg dann im Frühjahr 2016 Trelleborg den 50-prozentigen Anteil für knapp 800 Millionen Euro abkaufte. Auch danach wurde Vibracoustic immer wieder als Börsenaspirant gehandelt. Aber entweder die allgemeine Börsenlage oder die schwierige Situation der Autozulieferer selbst machten die Überlegungen immer wieder zunichte – zuletzt im vergangenen Jahr. Freudenberg zeigte sich aber stets flexibel und tat kund, keine Probleme damit zu haben, noch länger Alleingesellschafter von Vibracoustic zu bleiben.

 

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