Nach der Aufspaltung kämpfen sowohl die neue Metro als auch Ceconomy mit Herausforderungen.

Arndt Benedikt

07.03.19
CFO

Die Misere von Metro und Ceconomy

Die Aufspaltung der Metro ist keine Erfolgsgeschichte – im Gegenteil. Knapp zwei Jahre nach dem De-Merger taucht die FINANCE-Titelgeschichte ein in die ins Wanken geratene Welt des Handelsriesen und seiner Schwesterfirma Ceconomy.

Sommer 2017: Die Stimmung in der Düsseldorfer Zentrale ist gelöst. Nur wenige Wochen zuvor ist die Aufspaltung des Handelskonzerns in die neue Metro und Ceconomy („MediaSaturn“) an der Börse gelungen. Eine große und zunächst erfolgreiche Operation, über die FINANCE berichtete. „Wir müssen jetzt eine starke finanzielle Performance abliefern“, betonte CFO Christian Baier damals im Gespräch mit FINANCE. „Wir sind überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Keine zwei Jahre später ist die Gefühlslage eine andere: Viele Pläne sind nicht so aufgegangen wie gedacht. Die Einzelhandelssparte Real, die damals schon wie ein Fremdkörper wirkte, steht vor dem Verkauf. Das Russland-Geschäft läuft schwach, die Digitalisierung könnte weiter sein. Und ein Investor mit unklaren Absichten hat sich in Stellung gebracht: Daniel Kretinsky.

Was hat der Tscheche mit seinen Anteilen vor? Wann könnte er seine Kaufoptionen ziehen? Und wie steht es eigentlich um Ceconomy, wo das Management um CFO Mark Frese nach nicht eingehaltenen Versprechen davongejagt wurde? Mehr lesen Sie in der neuen FINANCE, die heute bereits als E-Paper erhältlich ist.

Private Equity ante Portas bei Scout24 und Osram

Vor durchaus großen Transaktionen stehen auch Scout24 und Osram. Die Fälle sind unterschiedlich gelagert: Der Online-Marktplatz-Betreiber Scout24 zeigte bisher eine ordentliche Börsengeschichte und verspricht weiteres Wachstum. Osram hingegen enttäuschte die Anleger wiederholt. Die Gemeinsamkeit dieser beiden so unterschiedlichen Unternehmen: Für beide interessieren sich namhafte Private-Equity-Gesellschaften.

Warum nehmen PE-Investoren ausgerechnet jetzt vermehrt börsennotierte Unternehmen ins Visier? Diese Private Investments in Public Partnership, kurz PIPEs, gelten gemeinhin als besonders aufwendig. Doch bestimmte Rahmenbedingungen begünstigen derzeit das Interesse der Finanzinvestoren. Welche das sind, erfahren Sie im neuen Magazin.

März/April 2019

Die vermurkste Abspaltung

Metro und Ceconomy in der Misere
 

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Goldman Sachs & Co.: Die US-Banken kommen

Die Rahmenbedingungen sind es auch, die momentan dem Anmarsch der US-Banken helfen. JP Morgan, Goldman Sachs, Citi und Bank of America bedienen eigentlich nur die Crème de la Crème der deutschen Unternehmen – also Dax30 und ein paar ausgewählte Familien- und Stiftungsunternehmen.

„Wir wollen unsere Kundenbasis ausweiten, und dabei hilft es, vor Ort zu sein.“

Jens Hofmann, Goldman Sachs

Das aber ändert sich gerade, denn nicht nur wegen des Brexits verlagern die Amerikaner Kapazitäten von London nach Frankfurt, wie Goldman-Banker Jens Hofmann betont: „Unser Umzug wird häufig im Kontext des Brexits gesehen, er ist aber vor allem Teil unserer Regionalisierungsstrategie.“ Auch in den USA verlagere Goldman Sachs stärker Kompetenzen in die Fläche, um näher an die Kunden heranzurücken. „Wir wollen unsere Kundenbasis ausweiten, und dabei hilft es, vor Ort zu sein.“ Klare Ansagen. Ähnlich klingt das bei JP Morgan, auch diese US-Bank weitet ihren Fokus auf den Mittelstand aus. Unternehmen ab 500 Millionen Euro stehen jetzt auf der Wunschliste der Top-Investmentbank.

Hohe Börsenwerte, starke Bilanzen sowie der Rückenwind durch Trumps Deregulierungsrhetorik verleihen den US-Banken Rückenwind. In Deutschland treffen sie auf eine angeschlagene Bankenszene, in der die wichtigsten Institute über Notfusionen zur „Deutschen Commerzbank“ oder zur „Super-Landesbank“ diskutieren. Eine „gmahde Wiesn“, würde man im Bayerischen wohl sagen.

Datenspezialisten in Finanzabteilungen gefragt wie nie

Aber nicht nur in die Hochfinanz wirft die neue FINANCE-Ausgabe einen Blick, sondern auch tief in den Maschinenraum der Finanzabteilungen hinein. Gleich zwei Beiträge befassen sich mit der omnipräsenten Digitalisierung, aber auf unterschiedliche Weise. Beim deutschen Ableger von Axa geht es nicht so staubtrocken zu, wie es die Klischees über Versicherer nahelegen. In modern gestalteten Räumlichkeiten arbeiten Mitarbeiter mit agilen Methoden wie Design Thinking und Scrum.

Wie speziell CFO Nils Kaschner und sein Data Scientist Tino Hermanns zusammenarbeiten, berichten die beiden uns im Interview.

Auch bei der Deutschen Bahn bewegt sich einiges in Sachen Digitalisierung: Mit „Finance 4 DB“ wollen die Berliner ihre Finanzabteilung zukunftsfähig aufstellen. „Wir wollen die Chancen der Digitalisierung im Finanzbereich vor allem nutzen, um Daten besser und schneller qualitativ zu bewerten“, sagt Projektleiter Wolfgang Heinrichs. Im neuen Magazin spricht er über Herausforderungen, Unsicherheiten und erste Erfolge.

„Wir wollen die Chancen der Digitalisierung im Finanzbereich nutzen, um Daten besser und schneller qualitativ zu bewerten.“

Wolfgang Heinrichs, Deutsche Bahn

FINANCE-Podcast zu Metro

Guter Rat von Top-Anwälten an Top-CFOs

Ob Digitalisierung, M&A-Transaktion, Finanzierung oder gar Restrukturierung – nahezu keine Finanztransaktion kommt ohne anwaltlichen Beistand aus. In der Beilage „Top-Kanzleien“ beleuchten Fachbeiträge gesetzliche Neuerungen sowie Fallstricke bei Finanzierungen und bei Restrukturierungen.

Eine Sache haben die Anwaltskanzleien mit Finanzabteilungen übrigens gemeinsam – sie digitalisieren auch fleißig, um effizienter zu werden. Wie genau, beleuchtet die Sonderbeilage ebenfalls.

markus.dentz[at]finance-magazin.de

Warum der Aktienkurs von United Internet unter 5G leidet, was den CFO der KaDeWe Group umtreibt und welche Herausforderungen derzeit Akquisitionsfinanzierungen bereithalten – diese und viele weitere Themen finden Sie in der neuen FINANCE-Ausgabe, die Sie hier bestellen oder heute schon als E-Paper beziehen können.