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Tikehau Capital baut Frankfurter Büro aus

Eric Ostermann (links) und Christopher Kuckei sind neu im Frankfurter Team des Private-Debt-Fonds Tikehau Capital.
Tikehau Capital

Tikehau Capital geht in die Offensive: Der Private-Debt-Fonds holt mit Eric Ostermann einen weiteren Neuzugang ins Frankfurter Büro von Deutschlandchef Dominik Felsmann, der mit dem neuen Kollegen bereits an anderer Stelle gearbeitet hat. Mit der stärkeren Personaldecke will Tikehau mehr Deals in der DACH-Region an Land ziehen – weitere Expansionsschritte sind schon in Planung.

Ostermann kommt von ABN Amro

Neuzugang Ostermann hat in den zurückliegenden Jahren Banking-Erfahrung bei der ABN Amro gesammelt, für die auch Deutschlandchef Felsmann zuvor tätig war. Ostermann kommt vom Leveraged-Finance-Team der Niederländer in Frankfurt. Dort war er branchenübergreifend für LBO-Transaktionen in der DACH-Region verantwortlich. Zudem unterstützte er laut Tikehau den Auf- und Ausbau der Leveraged-Finance-Aktivitäten der Bank in Deutschland.

Zuvor war Ostermann rund vier Jahre bei der IKB, zunächst in den Bereichen M&A, Corporate und Leveraged Finance, später im Team für Leveraged Finance & Sponsor Coverage. Seine Karriere startete Ostermann seinem „Linkedin“-Profil zufolge als Analyst im Bereich Audit Private Equity beim Big-Four-Haus KPMG. Bei dem Debt-Fonds Tikehau steigt Ostermann als Investment Vice President Private Debt ein und soll in dieser Funktion LBO-Deals an Land ziehen, strukturieren und umsetzen. Als weitere Verstärkung holt Tikehau Christopher Kuckei an Bord, der nach studienbegleitenden Stationen bei ABN Amro, Unicredit und Deutscher Bank nun fest bei dem Debt-Fonds anheuert.

Tikehau eröffnete erstes Deutschlandbüro im März 2021

Die ABN Amro entwickelt sich damit für Tikehau zum Personallieferant für Deutschland: Auch Deutschlandchef Felsmann arbeitete vor seinem Wechsel zu Tikehau bei der niederländischen Bank. Als Head of Leveraged Finance Germany war er rund dreieinhalb Jahre für das LBO-Geschäft der Bank verantwortlich. Zu seinen weiteren Stationen gehören die IKB, die HSBC sowie die Commerzbank.

Seit März verantwortet Felsmann das erste Deutschlandbüro von Tikehau in Frankfurt. Nach eigenen Angaben ist Tikehau weltweit an zwölf Standorten vertreten. Anfang 2021 arrangierte der Debt-Fonds eine Unitranche für Fast Lean Smart (FLS) um die Add-ons Städler Logistik und Impactit zu finanzieren. Die daraus entstandene Gruppe firmiert nun unter dem Namen Solvares Group – ein Buy-and-Build-Projekt der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG).

Tikehau trifft auf harten Wettbewerb im LBO-Markt

Dass Tikehau ausgerechnet jetzt nach Deutschland expandiert, hat vor allem einen Grund: Der Asset Manager, der neben Private Debt in den Geschäftsfeldern Real Assets, Private Equity und Capital Markets Strategies aktiv ist, sieht großes Potential im deutschen Private-Debt-Geschäft. „Wir sehen eine starke Deal-Pipeline in der deutschsprachigen Region und mit diesen beiden Neueinstellungen unterstreichen wir unser starkes und lokales Engagement“, erklärt Felsmann die Strategie. Um sich einen Teil des Kuchens zu sichern, plant Tikehau weitere Neueinstellungen in den vier Geschäftsbereichen Private Debt, Real Assets, Private Equity and Capital Markets. Eine konkrete Zielgröße nannte das Haus allerdings nicht.

Hierzulande trifft Tikehau auf großen Wettbewerb im Leveraged-Finance-Geschäft. Laut dem aktuellen Midcap-Monitor der Investmentbank GCA Altium tummeln sich neben den Banken Dutzende Debt-Fonds im deutschen Midcap-LBO-Markt. Angeführt werden die League Tables jedoch regelmäßig von großen Anbietern wie Blackrock, Pemberton oder Alcentra. Und der harte Wettbewerb im klassische LBO-Geschäft ist nicht die einzige Herausforderung für die alternativen Finanzierer: Derzeit fällt es vielen von ihnen noch schwer, in der klassischen Unternehmensfinanzierung von Firmen ohne Private-Equity-Hintergrund Fuß zu fassen.

olivia.harder[at]finance-magazin.de

Info

Noch mehr Hintergrundinformationen finden Sie auf den FINANCE-Themenseiten zu Private Debt und Private Equity.

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Olivia Harder ist Redakteurin bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die aktuellen Entwicklungen im M&A-Geschäft. Sie hat Philosophie, Politikwissenschaften, Soziologie und Geographie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert, wo sie auch einen Lehrauftrag innehatte. Vor FINANCE arbeitete Olivia Harder in den Redaktionen mehrerer Wochen- und Tageszeitungen, unter anderem beim Gießener Anzeiger.

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