02.10.14
Deals

M&A-Deals: VTG, Baywa, Katjes

Das Hamburger Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen VTG verstärkt sich mit der Schweizer AAE, Baywa übernimmt die restlichen Anteile von Bohnhorst Agrarhandel und der Süßwarenhersteller Katjes kauft den Schoko-Produzenten Piasten. Alle M&A-Deals und M&A-News der Woche finden Sie in unserem FINANCE-Wochenrückblick.

Das Hamburger Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen VTG übernimmt den Schweizer Waggonvermieter AAE – Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding. Die Finanzierung des Kaufs erfolgt über VTG-Aktien, eine Barkomponente sowie eine Vendor Loan Note mit Eigenkapitalcharakter. Die VTG-Aktien werden in Form einer Sachkapitalerhöhung ausgegeben: Andreas Goer, Inhaber der AAE, zeichnet rund 7,4 Millionen neue Aktien und erwirbt damit rund 26 Prozent am erhöhten Kapital der VTG. Die Vendor Loan Note beläuft sich auf rund 230 Millionen Euro, die Barkomponente beträgt 15 Millionen Euro. VTG beabsichtigt im Zusammenhang mit der Transaktion eine Hybridanleihe in Höhe von mindestens 230 Millionen Euro zur Ablösung der Vendor Loan Note zu begeben. AAE hatte zum 31. Dezember 2013 eine Nettoverschuldung von 890 Millionen Euro und einen Umsatz von 200 Millionen Euro. Beraten wurde VTG von Hengeler Mueller (Federführung: Daniela Favoccia).

Katjes verstärkt sich mit Piasten

Der Süßwarenhersteller Katjes hat den Schokoladen-Produzenten Piasten übernommen. Der für seine Schokolinsen, Dragees und Pralinen bekannte Anbieter aus Forchheim bei Nürnberg könne die Produktpalette von Katjes „ideal ergänzen“, sagte Katjes-Geschäftsführer Tobias Bachmüller. Piasten solle dabei „rechtlich und organisatorisch selbstständig“ bleiben, die Firmenleitung bleibe zunächst fünf weitere Jahre lang im Amt. Piasten erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 91,6 Millionen Euro und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Zum Kaufpreis machte Katjes keine Angaben. Beraten wurde Katjes von Ferber & Co. sowie Arqis Rechtsanwälte.

Baywa übernimmt Bohnhorst komplett

Der Agrarhändler Baywa hat die restlichen 40 Prozent von Bohnhorst Agrarhandel übernommen. Wie bereits im Jahr 2012 beim Erwerb der Mehrheitsbeteiligung durch Baywa vorgesehen, zieht sich Helmut Bohnhorst, Mitgesellschafter der Bohnhorst Agrarhandel, im Zuge der Übernahme aus der Geschäftsführung zurück. Die weiteren Geschäftsführer bleiben unverändert in der Verantwortung. Durch die vollständige Übernahme will Baywa weiterhin ihre Position als nationaler und internationaler Agrarhändler stärken. „Zugleich eröffnet dies zusätzliche Potenziale zur strategischen Expansion des Geschäfts nach Nord und Ost“, sagte Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der Baywa.

Bünting holt sich Jibi

Der Leerander Handelskonzern Bünting kauft zum 1. Januar 2015 die Supermarktkette Jibi. Das mittelständische Unternehmen mit über 11.000 Mitarbeitern übernimmt alle 88 Filialen sowie die Zentralverwaltung in Bielefeld von Jibi, sie wird allerdings nicht in eine der anderen Vetriebsgesellschaften integriert, sondern bleibt als eigene Gesellschaft innerhalb der Gruppe bestehen. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt.

MVV Energie kauft Windwärts

Die Hannoveraner Projektentwicklungsgesellschaft Windwärts hat fünf Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen neuen Gesellschafter gefunden. Das Unternehmen wird vom Energieunternehmen MVV Energie (4 Milliarden Euro Umsatz) übernommen. MVV Energie übernimmt auch die französische Tochter Vents dʼOc Énergies Renouvelables mit Sitz in Montpellier. Über den Kaufpreis gibt es keine Angaben. Es gilt als gesichert, dass nicht nur die vorrangigen Gläubiger ihre Forderungen in voller Höhe beglichen bekommen, sondern dass auch die Inhaber von Windwärts-Genussrechten etwa ein Drittel ihres angelegten Geldes zurück erhalten.

Dea-Verkauf wackelt wieder

Der milliardenschwere Verkauf der RWE-Tochter Dea an die Investorengruppe um den russischen Oligarchen Michail Friedman ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Wie RWE mitteilte, stehen noch einige Zustimmungen aus, so fehlt noch der „Comfort Letter“ des britischen Energieminesteriums. Aber „die Parteien arbeiten weiter auf einen Vollzug der Transaktion hin“, erklärt RWE. Im August hatte die Bundesregierung grünes Licht für den Deal gegeben, die Zustimmung galt als große Hürde. Für RWE ist der Verkauf sehr wichtig, um seine finanziellen Spielräume zu erweitern.

Nestlé baut sein Portfolio um

Der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé verkauft seine beiden Babykostmarken Alete und Milasan an den Mittelstandsinvestor BWK. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Neben der BWK, die künftig 75 Prozent der Anteile besitzen wird, steigt auch der 66-jährige Privatinvestor Horst Jostock mit ein und übernimmt die operative Führung der beiden Marken. Nestlé will sich stärker auf sein Geschäft mit der Marke Beba konzentrieren, die im hochpreisigen Segment für Folgemilch tätig ist. Alete hingegen steht in harter Konkurrenz mit den führenden Babynahrungsherstellern Hipp, Milupa sowie den günstigen Eigenmarken der Drogerieketten. Mit BWK hat Nestlé einen Investor gefunden, der bereits durch sein Engagement bei der Babynahrungsmarke Sunval Erfahrungen in diesem Geschäftsbereich hat.

Hypo Alpe Adria sucht Käufer für Osteuropa-Töchter

Die österreichische Hypo Alpe Adria will Medienberichten zufolge ihre Osteuropa-Töchter bis spätestens Ende Oktober verkaufen. Der Deal müsse bis dahin über die Bühne gehen, sagte Hypo-Aufsichtsratschef und Ex-Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter im Interview mit dem „Wirtschaftsblatt“. Wer möglicher Käufer werden könnte, ist noch unklar. Reuters hatte aber vergangene Woche berichtet, dass der Finanzinvestor Advent die besten Chancen hat.

Brenntag übernimmt Chimag

Brenntag, nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Chemiedistribution, übernimmt die im italienischen Padua ansässige Chimab. Das Unternehmen liefert Lebensmittelzusatzstoffe und Zwischenprodukte an Hersteller von Getränken, Eiscremes und Desserts sowie  Fleischerzeugnissen und Fertigprodukten. „Die Akquisition ist ein wichtiger Beitrag für den Ausbau unseres Geschäftsbereichs Food in Italien“, sagt Karsten Beckmann, CEO Brenntag Europe, Middle East and Africa. Im Geschäftsjahr 2014 wird Chimab voraussichtlich einen Umsatz von mehr als 32 Millionen Euro erzielen. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt.

Konsolidierung in der Medienlandschaft

Die Funke Mediengruppe steigt bei dem Gemeinschaftsunternehmen markt.gruppe aus und will sich künftig noch mehr auf ihre Lokal- und Regionalstrategie konzentrieren. Die Anteile, die sich auf 33,33 Prozent belaufen, will Funke an die beiden anderen Mitgesellschafter die Verlagsgruppe Dr. Ippen sowie der ProServ Medien Service (mehrheitlich Rheinische Post Mediengruppe) verkaufen. Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Beraten wurde die Funke Mediengruppe beim Verkauf von Latham & Watkins, die Federführung hatte Harald Selzner.

Die Mediengruppe RTL Deutschland baut ihr Online-Couponing-Geschäft aus und erwirbt Econa Shopping, die Portale wie Sparwelt.de oder Deals.de betreibt. 2012 hatte die Gruppe mit der Smart Shopping and Saving eine ähnliche Plattform übernommen. Econa Shopping wurde beim dem M&A-Deal von Corporate Finance Partners (CFP) beraten. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt.

Ringier Axel Springer Media hat eine Vereinbarung über den Erwerb des ungarischen Jobportals Profession.hu unterzeichnet. Das Unternehmen, 2012 von der Schweizer Ringier und der deutschen Axel Springer gegründet, will damit sein digitales Portfolio stärken. Veräußerer des 2002 gegründeten Portals ist der ungarische Finanzinvestor Central Group Media Holding.

Cross und Pinova kaufen Rademacher

Die beiden Beteiligungsgesellschaften Cross und Pinova Capital haben die  RademacherGruppe aus Rhede (Nordrhein-Westfalen) übernommen. Die Finanzierung wurde in Form einer von Avenue Capital ausgereichten Unitranche und einer von der Finanzgruppe KBC eingeräumte Super Senior Revolving Credit Facility bereitgestellt. Verkäufer des Herstellers von Smart Home Produkten ist die deutsche Beteiligungsgesellschaft Nord Holding. Sie hatte die Gruppe 2007 gemeinsam mit dem Unternehmensgründer Wilhelm Rademacher und dem Management im Rahmen eines Secondary Buy-outs vom Finanzinvestor Arcadia erworben. Über den Kaufpreis und das Finanzierungsvolumen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Käufer wurden von einem Ashurst-Team unter der Leitung von Bernd Egbers sowie von Dentons unter der Federführung von Volker Junghanns und Robert Bastian beraten. Die Verkäufer hatten die Kanzlei Kapp.Ebeling mandatiert, federführend war dort Falco Schickerling. Shearman & Sterling begleitete Avenue Capital und KBC mit Winfried M. Carli.

Kuka plant großen M&A-Deal

Kuka will sich von er Automobilbranche unabhängig machen und mit dem Kauf der Schweizer Swisslog in die Logistikbranche expandieren. Dazu bietet der Roboterbauer den Aktionären 1,12 Euro je Aktie an, das entspricht einem Kaufpreis von 280 Millionen Euro und einem Firmenwert von 353 Millionen Euro. Finanzieren will Kuka den Deal weitgehend mit bestehenden Barmitteln. Der Deal ist Teil der Strategie von CEO Till Reuter und CFO Peter Mohnen, sich breiter aufzustellen. Mit dem neu besetzten Management hat sich Kuka schon durch mehrere Zukäufe deutlich breiter aufgestellt und beliefert auch die Medizintechnik oder die Solarindustrie. Mit dem Kauf von Swisslog, die Automatisierungslösungen für Lager- und Verteilerzentren anbietet, käme zur bisher dominanten Automobilbranche noch die Logistikbranche hinzu.

Weitere M&A-Deals

Intershop Communications, ein Anbieter von Lösungen für den Omni-Channel-Commerce, hat ihre Online-Marketing-Tochter SoQuero an die Blue Summit Media verkauft. Der Verkauf ist Teil der Strategie von Intershop, sich auf das Kerngeschäft mit Softwareprodukten zu refokussieren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) beendet nach 39 Jahren ihre älteste Beteiligung: Zum 1. Oktober übernimmt die Senger-Gruppe das Autohaus Dr. Vogler mit Sitz in Bad Homburg. Sie erwirbt dazu Anteile der DBAG, eines von ihr verwalteten Fonds sowie der Nachkommen der Gründerfamilie. Senger wird alle 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens übernehmen, das 2013 rund 135 Millionen Euro Umsatz erzielte. Senger setzte 2013 mit dem Handel von neuen und gebrauchten PKW, Transportern und LKW, mit Reparatur und Wartung sowie als Servicepartner für die Hersteller von LKW-Aufbauten 630 Millionen Euro um. Die DBAG hatte sich 1975 mit einer Einlage von einer Million D-Mark am Autohaus beteiligt. Zuletzt war sie mit rund 51 Prozent am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt, der Fonds mit gut 18 Prozent.

Der schwedische Finanzinvestor Cevian Capital hat seine Beteiligung an Bilfinger ausgebaut und hält nun 25,6 Prozent. Der PE-Investor hatte seine Beteiligung im Mai bereits leicht auf über 20 Prozent aufgestockt.

Das Hotelportal HRS übernimmt komplett die Buchungsplattform HolidayInsider. Das Unternehmen wird unverändert von dem bestehenden Management-Team als eigenständiges Unternehmen geführt. Mit diesem Schritt erweitert HRS das Angebotsportfolio innerhalb der Unternehmensgruppe, zu der neben HRS auch hotel.de, Tiscover und Surprice Hotels zählen.

Die BHS Tabletop, ein Porzellanhersteller mit Sitz in Bayern hat den Großhändler John Artis mit Sitz in UK übernommen. Zunächst erhält der Käufer 70 Prozent der Anteile, in den kommen drei Jahren dann die restlichen 30 Prozent. Der Kaufpreis setzt sich aus einem festen Bestandteil in Höhe von 3,5 Millionen Pfund und einem sich auf Basis des Ebitda der folgenden drei Jahre zu ermittelnden variablen Bestandteil zusammen.

Aurelius hat die Übernahme der IDS Getronics, eine Tochter der T-Systems International (ehemals: Individual Desktop Solutions) mit Closing des Vertrags zum 30. September 2014 abgeschlossen. Die IDS konzentriert sich auf Onsite Desktop Services & Solutions und setzte 2013 80 Millionen Euro um. Weitere Details sind nicht bekannt.

Die französische Publicis Groupe, nach eigenen Angaben die die drittgrößte Werbeholding weltweit, hat die Berliner Marketing Agentur Zweimaleins übernommen. Die deutsche B2B-Agentur wird in die Publicis-Tochter Saatchi & Saatchi integriert werden. Publicis wurde bei dem M&A-Deal von Jones Day (Federführung: Philipp Grzimek) beraten, Zweimalseins wurde von Raue und Berg Rechtsanwälte unterstützt.

Die Mybet Holding hat im Rahmen eines Management-Buy-Outs ihre Anteile an der italienischen Mybet Italia verkauft. Damit setzt die Gruppe ihre Restrukturierung fort.

Das Schnitzelhaus, nach eigenen Angaben Österreichs führendes Systemgastronomieunternehmen im Bereich der filialisierten Restaurantkonzepte, hat einen neuen Eigentümer: Der ehemalige McDonald’s Chef Christian Wimmer hat gemeinsam mit Partnern das Unternehmen übernommen. Weitere Details sind nicht bekannt.

Clariant
, ein Schweizer Unternehmen für Spezialchemikalien, will den chinesischen Gesundheitsverpackungsspezialisten VitaPac kaufen. Die Akquistion von VitaPac soll das Portfolio der Unternehmenssparte Medical Specialties innerhalb der Geschäftseinheit Masterbatches von Clariant ergänzen und die Präsenz in Schwellenländern ausbauen.

Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) und die BKK MEDICUS werden zum 1. Januar 2015 fusionieren. Die neue Krankenkasse wird unter dem Namen BKK VBU firmieren.

Die bisher als Tochter der Holding ERGO Austria International geführte ERGO Direkt Lebensversicherung ist mit der ERGO Versicherung fusioniert. Damit gibt es in Österreich jetzt nur noch eine operativ tätige Versicherungsgesellschaft unter der Marke ERGO, die alle Vertriebswege vereint.

Der Personaldienstleister Secretary Plus hat alle Geschäftsfelder von Secretary Search übernommen. Dadurch entsteht ein größerer Anbieter am österreichischen Markt, der sich nun auch um die Vermittlung von Fach- und Führungskräfte der zweiten Managementebene kümmern wird.

Der britische Direktversicherer Direct Line verkauft seine Tochtergesellschaften in Deutschland und Italien an die spanische Mapfre. Das Unternehmen zahlt 550 Millionen Euro für die beiden Gesellschaften. Beraten wurde Mapfre von Hogan Lovells.

Das IT-Service-Unternehmen Datagroup übernimmt sämtliche Geschäftsanteile an der Stuttgarter Excelsis Business Technology (Excelsis), die im Bereich mobile Anwendungen für B2C-und B2B-Unternehmen tätig ist. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

PE-Investor Montagu hat seine Beteiligung an Euromedic International an Ares Life Sciences verkauft. Beraten wurde der Investor von Baker & McKenzie unter der Federführung von Joachim Drude.

Die Odewald-Beteiligung Oberberg-Klinikgruppe hat eine Mehrheitsbeteiligung an der Xenios Management, der Betreiberin der Rhein-Jura Klinik in Bad Säckingen, Baden-Württemberg, erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Beraten wurde Oderberg von P+P Pöllath + Partners.

Die Heidelberger Leben Gruppe, eine Versicherungsgruppe mit Fokus auf den Kauf von Versicherungsunternehmen und -portfolios, hat den Erwerb des Lebensversicherungsgeschäfts von Skandia in Deutschland und Österreich abgeschlossen. Verkäufer ist die britische Old Mutual.

Prima BioMed hat eine Vereinbarung für die Übernahme des in Privatbesitz befindlichen französischen biopharmazeutischen Unternehmens Immutep geschlossen. Die Vereinbarung sieht die Zahlung von bis zu etwa 28 Millionen US-Dollar durch Prima BioMed durch eine Kombination aus Barmitteln, Aktien und Optionsscheinen, auch abhängig vom Erreichen bestimmter Meilensteine, vor. Die Transaktion soll durch eine Investitionsvereinbarung mit Bergen Global Opportunity Fund finanziert werden.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft RBS RoeverBroennerSusat hat den Fernbusmarkt in Bezug auf die M&A-Tätigkeiten untersucht. Die wichtigsten Erkenntnisse der RBS-Studie: Die erwartete Konsolidierung des Fernbus-Marktes wird sowohl durch Verdrängung als auch durch Unternehmensübernahmen erfolgen. Diese Konsolidierung soll bereits im Jahr 2015 einsetzen. „Der Zugang zu neuen Kunden ist eindeutig als wichtigstes Akquisitionsmotiv zu erkennen“, so die Autoren der Studie. Das knüpft unmittelbar an die Einschätzung an, dass die angebotenen Fernbusverbindungen nur durch eine höhere Auslastung profitabel zu gestalten sind. Durch Unternehmensakquisitionen erhoffen sich die Marktteilnehmer folglich einen zeitlichen Vorteil bei der Vergrößerung der Kundenbasis gegenüber ihren Wettbewerbern.

julia.becker[at]finance-magazin.de

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