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Finanzierungen: Stada, Ottobock, VW Bank

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Stada will frisches Kapital am Anleihemarkt einsammeln. Foto: STADA Arzneimittel AG
Stada will frisches Kapital am Anleihemarkt einsammeln. Foto: STADA Arzneimittel AG

Neue Anleihe von Stada

Der Pharmakonzern Stada plant die Platzierung einer neuen Unternehmensanleihe in Höhe von 550 Millionen Euro. Das geht aus einem Bericht der Ratingagentur Moody’s hervor, die den geplanten Bond mit „B2“ bewertet. Das Papier soll bis 2032 laufen und variabel verzinst sein.

Laut Moody’s plant Stada die Emissionserlöse aus der neuen Anleihe zur Rückzahlung von 400 Millionen Euro eines bestehenden Floaters zu nutzen, der 2030 fällig wird. Der Bond war im Mai im Volumen von 570 Millionen Euro platziert worden. Darüber hinaus sollen die Emissionserlöse zur teilweisen Rückzahlung des in Anspruch genommenen Teils der revolvierenden Kreditfazilität von Stada und zur Deckung der Transaktionskosten verwendet werden.

Die Refinanzierung folgt auf die kürzlich erfolgte Ankündigung, dass der Private-Equity-Investor Capvest eine Mehrheitsbeteiligung an Stada von Bain und Cinven erwerben wird. Der Abschluss der Akquisition ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen.

Großer Schritt von Ottobock in Richtung Börsenparkett

Der Medizintechnik-Konzern Ottobock kommt bei der Planung des Börsengangs deutlich voran. Nachdem das Unternehmen vor drei Wochen erste Details zum geplanten Börsengang bekannt gegeben hatte, gab der Prothesenhersteller am vergangenen Montag die Preisspanne für den IPO bekannt. Diese liegt bei 62 bis 66 Euro je Aktie.

Insgesamt umfasst das Angebot rund 10,7 Millionen Aktien. 9,1 Millionen Bestandsaktien kommen dabei von der Näder Upside Vermögensverwaltung, weitere rund 1,6 Millionen sollen im Rahmen einer Kapitalerhöhung als neue Inhaber-Stückaktien ausgegeben werden. Zusätzlich stehe eine Mehrzuteilungsoption über weitere 1,6 Millionen Aktien bereit, teilte Ottobock mit.

Bei der vollständigen Platzierung aller Aktien käme das Unternehmen so auf ein Angebotsvolumen zwischen 766 und 808 Millionen Euro. Die Marktkapitalisierung läge damit zwischen 4 und 4,2 Milliarden Euro. Die Zeichnungsfrist begann am 30. September und endet voraussichtlich am morgigen Dienstag. Dann soll zudem die Kapitalerhöhung in einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden.

Derzeit würden die Aktien des Prothesenherstellers Ottobock am oberen Ende der Preisspanne von 62,00 bis 66,00 Euro erwartet, heißt es von Seiten Bloomberg am heutigen Montag. Unter Berufung auf eingesehene Unterlagen, teilte die Nachrichtenagentur mit, dass die Platzierung bereits überzeichnet sei und Gebote unter 66 Euro wohl nicht zum Zuge kommen dürften. Damit läge die Marktkapitalisierung bei rund 4,2 Milliarden Euro.

Drei Green Bonds von der VW Bank

Die VW Bank hat gleich drei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 2 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Alle drei Tranchen wurden als Green Bonds ausgestaltet. Die erste Tranche in Höhe von 600 Millionen Euro läuft drei Jahre und wird mit 2,65 Prozent verzinst. Eine weitere Tranche im Volumen von 900 Millionen Euro wird in vier Jahren fällig und hat einen Kupon von 3,125 Prozent. Die dritte Tranche in Höhe von 500 Millionen Euro wird bei einer Laufzeit von sieben Jahren mit 3,635 Prozent verzinst. Unter den drei Tranchen war die am längsten laufende bei Investoren besonders gefragt. Das Orderbuch lag bei 1,8 Milliarden Euro und war damit fast vierfach überzeichnet.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Chemiekonzern Brenntag hat eine neue Anleihe im Volumen von 600 Millionen Euro platziert. Das Papier wird mit 3,375 Prozent verzinst und ist im Jahr 2031 zur Rückzahlung fällig. Das Orderbuch lag bei 1,5 Milliarden Euro und war damit mehr als doppelt überzeichnet. Den Emissionserlös will Brenntag für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.

Das Fintech Teylor hat sich eine neue Finanzierung in Höhe von 150 Millionen Euro von Fasanara Capital gesichert. Fasanara Capital werde Teylors Factoring-Geschäft mit einem „neuen paneuropäischen Finanzierungsvehikel refinanzieren, das mehrere Länder und Währungen umfasst“, heißt es in einer Pressemitteilung des Fintechs zur neuen Finanzierung. Teylor plant mit der Fazilität, sein Factoring-Geschäft in sieben europäischen Ländern auszuweiten.

Das Agrarhandelsunternehmen Agravis plant die Emission neuer Genussscheine im Wert von bis zu 60 Millionen Euro. Die Laufzeit der geplanten Genussscheine beträgt fünfeinhalb Jahre bei einem jährlichen Zinssatz von 4,6 beziehungsweise 4 Prozent. Der Angebotszeitraum erstreckt sich vom heutigen Montag bis zum 24. Oktober. Mit den neuen Genussscheinen sollen die 2020 ausgegebenen Genussscheine im Volumen von 60 Millionen Euro refinanziert werden. Skadden berät Agravis bei der geplanten Emission.

Rating-Meldungen

Moody‘s hat das „Ba3“-Rating von Wepa bestätigt. Der Ausblick bleibt positiv. Zugleich wurden die Instrumentenratings der Wepa-Anleihe in Höhe von 400 Millionen Euro mit Fälligkeit im Dezember 2027 und der Wepa-Anleihe in Höhe von 250 Millionen Euro mit Fälligkeit im Januar 2031 von „B1“ auf „Ba3“ angehoben.

Das Rating der Deutschen Telekom wurde von Moody’s von „Baa1“ auf „A3“ angehoben. Der Ausblick ist stabil.

Fitch hat das „AA“-Rating von Roche bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.