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Marktdaten: Deutsche Annington treibt das Kreditvolumen hoch

Exklusive Marktdatenaufbereitung für FINANCE: Der Kapital- und M&A-Markt im Januar.
Thinkstock/Getty Images

Das Geschäft mit syndizierten Krediten hat in Deutschland einen deutlich stärkeren Jahresauftakt hingelegt als noch im Vorjahr. Dies ist besonders einem Unternehmen zu verdanken, zeigen Daten des Dienstleisters Dealogic, der die Statistiken zu M&A-Deals mit Zielunternehmen in der DACH-Region sowie zu Debt Capital Markets, Equity Capital Markets und Syndicated Loans exklusiv für FINANCE aufbereitet.

Die Deutsche Annington hat mit ihrem Kredit über umgerechnet insgesamt 7,4 Milliarden US-Dollar, der für die Übernahme der Gagfah vorgesehen ist, die mit Abstand größte Transaktion getätigt und das Gesamtvolumen für den deutschen Markt im Januar von 10,5 Milliarden Dollar wesentlich geprägt (ein ausführliches Interview mit Annington-CFO Stefan Kirsten über die Gagfah-Übernahme und deren Finanzierung lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der FINANCE).

Zweitgrößte Transaktion war ein Kredit des Energieversorgers VNG  über 1,5 Milliarden Dollar. Als Bookrunner der Annington-Finanzierung setzt sich JP Morgan daher im Bereich syndizierter Kredite mit deutlichem Abstand an die Spitze der League Tables. Die vollständigen Datenblätter für die DACH-Region stehen unseren Lesern in unserer FINANCE-Datenbank kostenlos zum Download zur Verfügung.

M&A-Deals: Japanische Banken in den Top Fünf der League Tables

Auch der Start ins M&A-Jahr war lebhaft: Gegenüber dem Vorjahr stieg das Volumen allein in Deutschland von 2,3 auf 5,0 Milliarden Dollar. Größte Transaktion war das Übernahmeangebot des japanischen Unternehmens DMG Mori Seiki an die inzwischen gleichnamige deutsche AG (vormals Gildemeister). Der M&A-Deal im Volumen von 1,9 Milliarden Dollar war die größte Transaktion des Jahres.

Dieser Deal hat wohl auch zwei japanischen Investmentbanken Rückenwind für ihren Sprung in die League Tables verliehen: Hinter der Deutschen Bank und der Citi finden sich in den League Tables schon die japanischen Banken Sumitomo Mitsui Financial Group und Nomura auf den Rängen drei und vier. Mit der 1,2 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Windturbinenbauers Senvion gelang auch dem PE-Investor Centerbridge ein Milliardendeal zum Jahresstart. 

Eigen- und Fremdkapitalmärkte starten bescheiden

Das Geschäft am Bondmarkt ist anders als das Kreditgeschäft im Vorjahresvergleich nur Träge in Gang gekommen: Mit 8,1 Milliarden Dollar lag das Volumen an Fremdkapitaltransaktionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur bei gut der Hälfte der 16,0 Milliarden Dollar, die im Januar 2014 emittiert worden waren. Die größten Emissionen tätigten die Finanzierungseinheiten von Volkswagen (3,5 Milliarden Dollar) und BMW (1,7 Milliarden Dollar).

Die Eigenkapitalmärkte sind ebenfalls schwächer gestartet als im Vorjahr. Das Volumen lag in der DACH-Region bei lediglich 1,4 Milliarden Dollar gegenüber 6,0 Milliarden Dollar im Vorjahr. In Deutschland gelang Tele Columbus der erste Börsengang des Jahres. In den ECM-League Tables sind die Häuser noch dicht zusammen, am aktivsten waren im Januar die Deutsche Bank und das Bankhaus Lampe.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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