Lanxess hat zwei Anleihen begeben und damit 1 Milliarde Euro eingeworben.

Lanxess

05.10.16
Finanzierungen

Finanzierungen: Lanxess, EnBW, SKW Stahl

Lanxess emittiert Bonds über 1 Milliarde Euro, der Energiekonzern EnBW platziert Hybridanleihen in zwei Währungen und SKW Stahl erhält von den Banken erneut mehr Zeit für die Kreditverhandlungen – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Deutsche Investorenkonferenz 2017

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Lanxess begibt Anleihen über 1 Milliarde Euro

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat mit zwei Anleihen insgesamt 1 Milliarde Euro eingesammelt. Die jeweils 500 Millionen Euro schweren Bonds laufen über fünf beziehungsweise zehn Jahre. Die Kupons betragen 0,25 Prozent und 1 Prozent. Nach Angaben von Lanxess war die Emission mehrfach überzeichnet. Die Banken J.P. Morgan, Barclays, Citi, Commerzbank und Unicredit haben die Transaktion begleitet.

Der Konzern will mit dem Erlös die Brückenfinanzierung für die Übernahme des US-Konkurrenten Chemtura teilweise ablösen. Für den Hersteller von Zusatzstoffen bietet Lanxess 2,4 Milliarden Euro. Lanxess-CFO Michael Pontzen will denn Milliardendeal neben neuen Bonds zudem mit Cash-Reserven und Hybridanleihen finanzieren. Moody’s hat das Emittentenrating des Chemiekonzerns vergangene Woche bei Baa3 bestätigt. Die Agentur hatte mit weiteren M&A-Aktivitäten gerechnet und Lanxess hat genug Luft in seiner Ratingkategorie für die Akquisition.

EnBW begibt Hybridanleihen in Euro und Dollar

Der Energiekonzern EnBW hat zwei Hybridanleihen mit einer Laufzeit von jeweils rund 60,5 Jahren platziert. Die Emission umfasst eine Euro-Anleihe mit einem Volumen von 725 Millionen Euro sowie einen Bond in Höhe von 300 Millionen US-Dollar. Die Euro-Anleihe wird mit 3,375 Prozent verzinst, die US-Dollar-Anleihe mit 5,125 Prozent. BNP Paribas, HSBC und J.P. Morgan haben die Transaktion strukturiert. BBVA, Royal Bank of Scotland und Unicredit haben die Platzierung der Euro-Anleihe ergänzt.

Mit der Debüt-Hybridanleihe in US-Dollar wollte EnBW die Investorenschaft diversifizieren und ging auch in Asien auf Roadshow. Das zeigt sich auch an der finalen Aufteilung der Investorenschaft. 40 Prozent der Käufer der US-Anleihe kommen aus Asien. Zudem konnte der Konzern ebenfalls von den derzeit sehr günstigen Konditionen am US-Bondmarkt profitieren. Mit den neuen Mittel soll bestehende Verschuldung refinanziert werden.

SKW Stahl bekommt erneut mehr Zeit für Bankverhandlungen

SKW Stahl-Metallurgie kann weiter mit den Banken über seinen bis zu 86 Millionen Euro schweren Konsortialkredits verhandeln. Die Banken haben den Zeitraum für ihren Verzicht auf die Sonderkündigungsrechte (Waiver) wie zuletzt im Juni erneut verlängert. Das Sanierungsgutachten müsse erneuert werden, um die aktuellen Entwicklungen in der Stahlbranche zu berücksichtigen, heißt es. Bis zum 15. Dezember geben die Geldhäuser dem Unternehmen Zeit.

Die Banken haben ein Sonderkündigungsrecht, da SKW im Zuge der Stahlkrise einen der Covenants gebrochen hatte. Das Unternehmen will mit den Banken eine Finanzierungslösung finden, die über die bisherige Laufzeit des Kredits hinausgeht, um eine nachhaltig positive Fortführung für das Unternehmen sicherstellen. Die Finanzierung über den Kredit, der noch bis Anfang 2018 läuft, ist für den Konzern zentral. Die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen wurde bis zum Ende der neuen Verhandlungen im Dezember verschoben.

va-Q-tec schafft den Sprung an die Börse

Dem Dämmstoffhersteller va-Q-tec ist der IPO geglückt. Im Rahmen des Börsengangs wurden etwa 6,7 Millionen Aktien zugeteilt. Bei 3,75 Millionen handelte es sich um neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Außerdem wurden etwa 2,1 Millionen Aktien aus den Beständen von verschiedenen Altaktionären platziert, zu denen auch der PE-Investor Zouk Capital gehört. Weitere rund 870.000 Aktien wurden im Rahmen einer Mehrzuteilungs-Option zugeteilt.

Der Emissionspreis lag mit 12,30 Euro je Aktie etwa in der Mitte der Preisspanne, das Emissionsvolumen beträgt 82,9 Millionen Euro. Dem Unternehmen fließen brutto rund 46,1 Millionen Euro zu. Bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption wird der Streubesitz 51,5 Prozent betragen. Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner bei dem IPO war Berenberg. Die MainFirst Bank fungierte als Joint Bookrunner und die equinet Bank als Co-Lead Manager.

IPO-Volumen von OfficeFirst soll bei 800 Millionen Euro liegen

Der Börsengang von OfficeFirst, dem Nachfolgeunternehmen des Immobilienkonzerns IVG, konkretisiert sich. Offenbar soll der IPO rund 800 Millionen Euro einspielen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtete. Der Streubesitz könnte sich damit auf knapp 50 Prozent belaufen.

Die Hedgefonds, die IVG in der Krise übernommen hatten, hatten einen Verkauf an den Finanzinvestor Blackstone letztendlich doch abgeblasen und sich für den schrittweisen Ausstieg über die Börse entschieden. Die OfficeFirst-Aktien sollen zu rund 21 bis 23 Euro ausgegeben werden. Bei einer Platzierung am unteren Ende der Preisspanne läge der Börsenwert von OfficeFirst bei rund 1,7 Milliarden Euro. Dem Unternehmen sollen aus dem IPO rund 450 Millionen Euro zufließen, der restliche Erlös geht an die IVG und deren Eigentümer.

Steinhoff schließt Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe ab

Der Möbelhändler Steinhoff International Holdings hat in einer Kapitalerhöhung 332 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 5,055 Euro bei institutionellen Investoren platziert. 110 Millionen davon gingen in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren an institutionelle Investoren. Die weiteren wurden von den zwei größten Aktionären des Unternehmens gezeichnet. Der größte Anteilseigner kaufte zudem 152 Millionen bestehende Aktien. Insgesamt sammelt Steinhoff damit etwa 2,4 Milliarden Euro ein. Mit dem Erlös will Steinhoff die Übernahmen der Mattress Firm Holding und der Poundland Group refinanzieren.

Aldi Suisse setzt Kapital um knapp 1 Milliarde Franken herab

Der Discounter Aldi hat das Kapital seiner Schweizer Gesellschaft um 995 Millionen Schweizer Franken herabgesetzt. Dafür wurden Namensaktien in derselben Höhe vernichtet. Das Aktienkapital von Aldi Suisse beläuft sich nunmehr auf 200 Millionen Schweizer Franken. Der Konzern beschreibt die Transaktion als „Umverteilung des Eigenkapitals zugunsten der Kapitaleinlagereserven“. Eine Begründung hat der Konzern jedoch nicht genannt. In Presseberichten wird spekuliert, der Konzern habe zu viele Geldmittel gehabt, da die Expansion in der Schweiz langsamer vorangehe als erwartet.

KTG Energie plant Restrukturierung in Eigenverwaltung

Die KTG-Agrar-Tochter KTG Energie ist insolvent und will sich in Eigenverwaltung restrukturieren. Um zu prüfen, ob Insolvenzgründe vorliegen und die Restrukturierung zu leiten, hatte der neue Eigentümer, das Familienunternehmen Zech, die Restrukturierungsexperten Thorsten Bieg und Gerrit Hölzle vor kurzem zu Vorstandsmitgliedern ernannt. Der Geschäftsbetrieb soll unterdessen weiterlaufen. Die Ratingagentur Creditreform hat die Bonitätsnote von KTG Energie wegen des Insolvenzantrags von CC (watch) auf D gesenkt. Beim Mutterkonzern KTG Agrar muss nach Informationen von FINANCE nach CEO Siegfried Hofreiter auch Chief Operating Officer Ulf Hammerich gehen. 

Weitere Finanzierungen

Am Anleihemarkt sind zwei große Emissionen geplatzt: Sowohl die Lufthansa als auch die NordLB haben Anfang der vergangenen Woche ihre Pläne zurückgezogen. Die Lufthansa konnte sich mit Investoren nicht auf einen angemessenen Preis für die Euro-Benchmark-Transaktion mit einem Volumen von 500 Millionen Euro einigen. Auch die NordLB hat kurzfristig ihre geplante Bondemission abgesagt, da die Investorennachfrage nicht groß genug war.

Die BASF hat eine Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro platziert. Das Papier läuft bis 2031 und wird mit 0,875 Prozent verzinst. Die Transaktion wurde von BNP Paribas, Deutsche Bank und MUFG begleitet.

Der Pharmazulieferer Siegfried hat eine ewige Hybridanleihe mit einem Volumen von 145 Millionen Schweizer Franken begeben. Der Kupon liegt bei 2,125 Prozent. Die Emission wurde von der UBS begleitet. Mit dem Erlös der Bonds, die teilweise als Eigenkapital anerkannt werden, will das Unternehmen bestehende Bankkredite zurückzahlen und die Kapitalstruktur managen.

Auch bei dem Mini-Bond-Emittenten René Lezard soll es einen Schuldenschnitt geben. Das Modehaus will seine sämtlichen Bankverbindlichkeiten, die im März 2017 auslaufen, an einen Finanzinvestor verkaufen. Doch die Vereinbarung greift nur, wenn die Gläubiger der Mittelstandsanleihe einer Restrukturierung des Bonds zustimmen, der bis November 2017 läuft. Diese umfasst eine Teilrückzahlung in Höhe von 35 Prozent sowie weitere mögliche Teilrückzahlungen. Verzichten müssen die Gläubiger gemäß der Vereinbarung auf 40 Prozent des Nominalbetrags. Die Laufzeit soll bis 2050 verlängert werden. Zudem soll es bis 2025 keine Zinszahlungen mehr geben, danach nur noch reduzierte.

Auch den Anleihegläubiger des Modehauses Laurèl wurd ein Restrukturierungsplan für ihre Mini-Bonds vorgeschlagen. Sie sollen ihre Forderungen auf 22 Prozent des Nennwerts reduzieren. Das Unternehmen soll an einen chinesischen strategischen Investor verkauft werden.

Der Bettwarenhersteller Gebr. Sanders hat einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens gestellt, da eine am 30. September ausgelaufene Kreditlinie nicht mit Sicherheit verlängert werden könne. Nach Informationen der F.A.Z. soll es sich dabei um eine Borrowing-Base-Finanzierung handeln. Das Unternehmen ist somit noch zahlungsfähig und will die Produktion zunächst vollumfänglich weiterführen. Sanders hat derzeit eine Mittelstandsanleihe mit einem Volumen von 22 Millionen Euro und einem Zins von 8,75 Prozent ausstehend.

Die HSH Finanzfonds haben eine Anleihe mit einem Volumen von 750 Millionen Euro begeben. Der Bond wird fest verzinst. Die Bayerische Landesbank, DZ Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt und Unicredit Bank haben die Emission begleitet. Die Banken wurden durch die Wirtschaftskanzlei CMS begleitet. Das Team leitete Oliver Dreher.

Die Corestate Capital Holding geht an die Börse. Das Unternehmen hat im Vorfeld bereits eine Kapitalerhöhung mit einem Bruttoemissionserlös von rund 43 Millionen Euro abgeschlossen. Der Ausgabepreis lag bei 17 Euro je Aktie. Die Aktien des Immobilieninvestors werden ab 4. Oktober im Entry Standard der Frankfurter Börse notiert. Im vergangenen Jahr hatte Corestate den Börsengang wegen einem schwierigen Marktumfeld abgesagt.

Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke Europe hat die Preisspanne für den geplanten Börsengang festgelegt. Das Unternehmen will 3,57 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 28 bis 35 Euro ausgeben. Der Erlös des IPOs soll damit bei mindestens 100 Millionen Euro liegen. Die Banken Berenberg, Citigroup und Commerzbank begleiten die Transaktion. Zudem hat Shop Apotheke Europe die Kanzlei Hogan Lovells unter Federführung von Michael Schlitt als Berater mandatiert. Die Erstnotierung ist für den 13. Oktober geplant.

Das Immobilienunternehmen VIB Vermögen hat ein Schuldscheindarlehen über 70 Millionen Euro platziert. Die Emission war überzeichnet, sodass das ursprünglich angestrebte Volumen von 60 Millionen Euro erhöht werden konnte. Die erste Tranche des Schuldscheins beläuft sich auf 57 Millionen Euro mit einer zehnjährigen Laufzeit und einem Zins von 1,27 Prozent. Die zweite Tranche hat ein Volumen von 13 Millionen Euro und läuft über sieben Jahre, die Verzinsung liegt bei 0,7 Prozent. Begleitet wurde die Transaktion von der Bayern LB und der Kreissparkasse Biberach.

Der Papierhersteller Leipa-Gruppe hat eine strukturierte Finanzierung mit einem Bankenkonsortium unter Führung der UniCredit Bank abgeschlossen. Die IKB Deutsche Industriebank ist als Arrangeur beteiligt. Insgesamt hat das Darlehen ein Volumen von 290 Millionen Euro. Mit den Mitteln sollen Investitionen und Beteiligungskäufe finanziert werden. Zu der Finanzierung gehören neben einer Erhöhungsoption und Betriebsmittellinien auch Förderkredite der KfW. Die Banken wurden bei der Transaktion durch die Kanzlei White & Case unter Federführung von Florian Degenhardt beraten.

Das Biotechnologieunternehmen Mologen plant eine Kapitalerhöhung, in deren Rahmen rund 11,3 Millionen neue Aktien ausgegeben werden sollen. Der Bezugspreis liegt bei 1,20 Euro je Aktie. Das Unternehmen rechnet mit einem Bruttoerlös von rund 16 Millionen Euro. Die Dero Bank begleitet die Transaktion als Sole Bookrunner, Mologen hat Blättchen Financial Advisory als Berater mandatiert.

Das High-Tech-Startup Tacterion hat mit der Unger Unternehmensgruppe einen neuen Investor gewonnen. Tacterion ist ein Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und entwickelt eine taktile Sensortechnologie. Das Investitionsvolumen liegt im achtstelligen Bereich, wie das Unternehmen mitteilte.  

Die Project Investment Gruppe hat eine Kapitalerhöhung um 700.000 Euro abgeschlossen und sein Grundkapital damit auf 1 Million Euro erhöht. Das 2013 gegründete Unternehmen verwaltet neun Immobilieninvestmentvermögen mit einem Fondsvolumen von über 300 Millionen Euro.

Der Asset- und Investmentmanager MPC Capital hat eine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Das Unternehmen hat insgesamt rund 6,1 Millionen neue Aktien ausgegeben. Der Bruttoemissionserlösbeläuft sich auf rund 36,5 Millionen Euro. Durch die Kapitalerhöhung hat sich der Streubesitz von MPC Capital auf 36 Prozent erhöht. Sole Global Coordinator der Transaktion war Berenberg, als Joint Lead Manager und Joint Bookrunner war M.M. Warburg tätig. Die Banken wurden von Hogan Lovells unter Federführung von Michael Schlitt beraten.

Der Immobilieninvestor Hamborner REIT hat eine Kapitalerhöhung mit einem Bruttoemissionserlös von 166,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Aktionäre haben rund 17,7 Millionen Aktien bezogen, was 91,99 Prozent der angebotenen Aktien entspricht. Die übrigen Aktien wurden über die Joint Bookrunner Berenberg, Bankhaus Lampe und Kempen & Co privat bei institutionellen Investoren platziert. Der Preis lag bei 9,40 Euro je Aktie. Die Bankhäuser wurden bei der Transaktion durch die Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells unter Federführung von Michael Schlitt beraten.

Das Biotechnologieunternehmen Immunic hat seine erste Finanzierungsrunde mit einem Volumen von 17,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Co-Lead-Investoren Life Sciences Partners V Coöperatief und LifeCare Partners haben die Investition angeführt. Auch Bayern Kapital, der High-Tech Gründerfonds sowie Privatinvestoren haben sich beteiligt.

Der PE-Investor Astorius Capital hat seinen zweiten Private-Equity-Dachfonds Astorius Capital PE Fonds II geschlossen. Das Fondsvolumen liegt bei 29 Millionen Euro. Der erste Fonds des Investors, der 2014 geschlossen wurde, hatte ein Volumen von 11 Millionen Euro.

Das IT-Beratungsunternehmen Amalphi hat die geplante Kapitalerhöhung abgesagt. Eigentlich wollte Amalphi sein Kapital um 162.499 Euro erhöhen. Nun hat ein Aktionär dem Unternehmen ein Darlehen über den entsprechenden Betrag gewährt.

Der Softwareentwickler Rubean hat im Zuge einer Kapitalerhöhung 20.000 neue Aktien zu einem Preis von 7,60 Euro je Aktie ausgegeben. Mit den Mitteln will das Unternehmen seine patentierte Software RubeanPay auf den Markt bringen.

Die Karlsberg Brauerei hat seine 2017 fällige Anleihe, die mit 7,375 Prozent verzinst wurde, vorzeitig zurückgezahlt. Das Volumen des Bonds lag bei 30 Millionen Euro. Die Brauerei hat die Anleihe zu einem Kurs von 101 Prozent zurückgezahlt.

Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will bis Ende Oktober die Kreditkonditionen für seine sydizierten vorrangigen Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 1,38 Milliarden Euro anpassen. In diesem Rahmen plant Tele Columbus, bestehende Kredite über 1,255 Milliarden Euro zu refinanzieren. Außerdem sollen einzelne Tranchen zusammengeführt und die Laufzeit bis 2023 verlängert werden. J.P. Morgan begleitet die Anpassung der Darlehenskonditionen.

Das in Lateinamerika aktive E-Commerce-Unternehmen Linio Holding hat im Rahmen einer Serie-D-Finanzierungsrunde 50 Millionen Euro eingeworben. Die Investoren LIV Capital, Northgate und Kinnevik haben die Finanzierungsrunde angeführt. Linio hatte die Wirtschaftskanzlei Noerr unter Federführung von Christian Pleister und Laurenz Tholen als Berater mandatiert.

Die Schaltbau Holding hat 125.000 eigene Aktien veräußert, was 2,03 Prozent entspricht. Der Bruttoemissionserlös beträgt rund 4 Millionen Euro. Die Oddo Seydler Bank hat die Aktien bei inländischen Investoren platziert.

Das Unternehmen LHI Portunus I Genüsse hat im Zuge einer Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 2 Millionen Euro weitere Genussscheine begeben. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen sein Investitionsportfolio diversifizieren.

Der auf Hörsysteme spezialisierte Schweizer Konzern Sonova hat Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 760 Millionen Schweizer Franken begeben. Eine Tranche über 150 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis 2018 wird variabel mit dem 3-Monats-CHF-Libor zuzüglich 0,5 Prozent verzinst. Die zweite Tranche mit einem Volumen von 250 Millionen Schweizer Franken, die bis 2019 läuft, wird fest mit 0 Prozent verzinst. Der Zinssatz der dritten Tranche, die 360 Millionen Schweizer Franken schwer ist, liegt bei 0,01 Prozent.

Die Reiseplattform GoEuro hat von Investoren 70 Millionen US-Dollar eingeworben. Silver Lake Kraftwerk, ein Fonds des PE-Investors Silver Lake, hat die Finanzerungsrunde gemeinsam mit Kleiner Perkins Caufield & Byers angeführt.

Golfino, ein Hersteller von Golfbekleidung, will seine ausstehende Anleihe, die 2017 fällig ist, umtauschen um seine Finanzierungsstruktur nachhaltig zu gestalten. Die Anleiheeigner können ihre Papiere in eine neue nachrangige Anleihe tauschen, die bis 2023 läuft und mit 8 Prozent verzinst wird. Zudem können die Investoren im Zuge einer Mehrerwerbsoption weitere Anleihen zeichnen. Die neue Anleihe soll ein Volumen von maximal 4 Millionen Euro haben. Die bisherige Anleihe ist 12 Millionen Euro schwer.

Ratingmeldungen

Der Kreditversicherer Euler Hermes und die Ratingagentur Moody’s wollen in Zukunft zusammenarbeiten und europaweit einheitliche Ratings für den Mittelstand anbieten. Die Kooperation soll im Frühjahr 2017 an den Start gehen und zuerst für deutsche Mittelständler angeboten werden, bevor die Dienstleistungen in anderen europäischen Ländern angeboten werden.

Die Ratingagentur Creditreform hat die Bonitätsnote der Anleihen der Enterprise Holdings von not rated auf D angepasst. Grund für die Beurteilung ist die Mitteilung des Versicherungsanbieters, vorläufig keine Gläubigeransprüche zu bedienen. Auch Enterprise hat sich diese Woche in ein Schutzschirmverfahren begeben.

Euler Hermes Rating hat die von Prokon im Juni begebene 500 Millionen Euro schwere Anleihe mit BBB-, also Investment Grade, bewertet. Das Emittentenrating von Prokon liegt bei BB mit stabilem Ausblick. Dabei berücksichtigt die Ratingagentur die gute Marktposition des Windparkbetreibers sowie den Abschluss einer Kreditlinie mit einem Volumen von 47 Millionen Euro.

Die Ratingagentur Fitch hat das langfristige Emittentenausfallrating von Bayer bei A sowie das kurzfristige Rating bei F1 bestätigt. Allerdings steht der Pharma- und Chemiekonzern weiter auf der Watchlist von Fitch, da die Ratingagentur schätzt, dass die geplante Übernahme von Monsanto mit bis zu 47 Milliarden US-Dollar Schulden finanziert werden könnte.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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