Finanzierungen: Telefónica Deutschland, Wild Flavors, Fresenius

Telefónica Deutschland

10.02.14
Finanzierungen

Finanzierungen: Telefónica Deutschland, Wild Flavors, Fresenius

Der Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland emittiert eine Anleihe über 500 Millionen Euro. Der Lebensmittelzutatenhersteller Wild Flavors betritt Neuland und begibt erstmals in seiner Unternehmensgeschichte ein US Private Placement. Der Gesundheitskonzern Fresenius stockt seine gerade erst platzierte zehnjährige Anleihe auf. Diese und weitere Finanzierungs-News lesen Sie im FINANCE-Überblick.

Telefónica Deutschland begibt Anleihe über 500 Millionen Euro

Der Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland hat eine unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro platziert. Die Anleihe läuft sieben Jahren und wird mit 2,375 Prozent verzinst. Den Emissionserlös will der Mobilfunkanbieter für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll sich durch die Emission der Anleihe nicht erhöhen. Damit zapft das Unternehmen schon drei Monate nach der ersten Anleiheemission erneut den Kapitalmarkt an. Erst im vergangenen November hatte Telefónica Deutschland eine fünfjährige Anleihe über 600 Millionen Euro platziert.

Wild Flavors platziert US Private Placement

Premiere für den Lebensmittelzutatenhersteller Wild Flavors: Das Schweizerische Unternehmen hat erstmals in seiner Unternehmensgeschichte ein US Private Placement in Höhe von insgesamt 200 Millionen US-Dollar platziert. Das US Private Placement gliedert sich in zwei Tranchen. Die siebenjährige Tranche in Höhe von 160 Millionen US-Dollar ist mit einem Kupon von 3,71 Prozent ausgestattet. Die zehnjährige Tranche über 40 Millionen US-Dollar wird mit 4,40 Prozent verzinst. Die finalen Konditionen der Transaktion wurden am 21. November 2013 festgelegt mit einer aufgeschobenen Auszahlung am 5. Februar 2014.

„Diese Transaktion markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Wild“, sagt Wild-Flavors-CFO Christoph Schmitz. „Sie diversifiziert die Finanzierungsquellen von Wild und verbessert unser Fälligkeitsprofil deutlich, während sie ausreichende Mittel für zukünftiges Wachstum bereitstellt.“ Citigroup Global Markets agierte als „Active Placement Agent“ der Transaktion. Erst im vergangenen September konnte Wild Flavors seine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 250 Millionen Euro verlängern.

Fresenius stockt zehnjährige Anleihe auf

Der Gesundheitskonzern Fresenius holt sich erneut frisches Geld am Kapitalmarkt. Die Bad Homburger haben die im Januar 2014 platzierte zehnjährige Anleihe um nominal 150 Millionen Euro aufgestockt. Das Papier läuft bis 2024 und wird mit 4 Prozent verzinst. Mit dem Emissionserlös aus der Aufstockung will der Gesundheitskonzern den angekündigten Erwerb von Krankenhäusern von Rhön-Klinikum teilweise finanzieren. Die Tranche wurde im Rahmen einer Privatplatzierung institutionellen Anlegern angeboten.

Fresenius hatte mit der zehnjährigen Anleihe Ende Januar schon 300 Millionen Euro eingesammelt. Anfang Januar hatte der Gesundheitskonzern bereits zwei Anleihen im Volumen von insgesamt 750 Millionen Euro am Markt platziert, um den Milliardenkauf zu finanzieren.

DIC Asset stockt 2013 platzierte Anleihe auf

Die Immobiliengesellschaft DIC Asset hat ihre am 9. Juli 2013 begebene Unternehmensanleihe im Rahmen einer Privatplatzierung um 25 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro aufgestockt. Emissionstag ist voraussichtlich der 7. Februar 2014. Die im Sommer vergangenen Jahres platzierte Anleihe läuft bis Juli 2018 und wird mit 5,75 Prozent p.a. verzinst. Die Anleihebedingungen einschließlich des Fälligkeitstermins gelten auch für die neuen Schuldverschreibungen. Mit dem Emissionserlös der jetzigen Aufstockung will DIC Asset bestehende Bankverbindlichkeiten auf Portfolio- und Immobilienebene refinanzieren und den Rest für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Bankhaus Lampe begleitete die Transaktion als Sole Bookrunner.

DIC Asset hatte sich im Juli vergangenen Jahres auf Basis der bereits erfolgten Zeichnungen dazu entschieden, nur 75 Millionen Euro zu emittieren. Ursprünglich hatte das Immobilienunternehmen ein Volumen von bis zu 100 Millionen Euro angestrebt. In einem Interview mit FINANCE erklärte DIC-Asset-CEO Ulrich Höller dazu: „Wir sind in einer Zeit herausgekommen, in der die Märkte recht volatil waren – wozu auch beitrug, dass Ben Bernanke mit seinen Aussagen zur Zinspolitik für Unsicherheit sorgte und aus mehreren Gründen die Rückkehr der Eurokrise Thema wurde. Der Börsengang der Deutschen Annington mit all seinen Schwierigkeiten war ein sichtbares Zeichen dafür. Deswegen haben wir uns entschlossen, das Orderbuch zeitnah mit den angestrebten 75 Millionen Euro zu schließen und den Prozess nicht bis zum Ende auszureizen.“

Weitere Finanzierungen

TAG Immobilien stockt ihre 2013 begebene Unternehmensanleihe im Rahmen einer Privatplatzierung um 110 Millionen Euro auf. Das ursprüngliche Volumen der Anleihe, die bis August 2018 läuft und mit einem Kupon von 5,125 Prozent p. a. verzinst wird, betrug 200 Millionen Euro. Mit dem Emissionserlös aus der Aufstockung der Anleihe will das Unternehmen seine Kapital- und Finanzierungsstruktur optimieren, insbesondere höher verzinsliche Bankdarlehen zurückführen. „Der Vorstand erwartet bereits ab dem zweiten Quartal 2014 eine Zinsersparnis von etwas über 1 Millionen Euro pro Jahr“, heißt es in einer Mitteilung. Die Close Brothers Seydler Bank agiert als Sole Global Coordinator und Sole Bookrunner für die Transaktion.

Der Puppenhersteller Zapf Creation hat sich mit seinem bisherigen Kreditgeber auf eine Grundsatzvereinbarung über die vorzeitige Verlängerung der Finanzierung geeinigt. Diese läuft nun bis Mai 2016.

Die pbb Deutsche Pfandbriefbank hat zur Refinanzierung eines deutschen, von AEW Europe verwalteten Einzelhandelsportfolios eine Kreditfazilität über 57 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Scholz-Mittelstandsanleihe ist unter Druck. Ihr Kurs ist abgerutscht
. Zweifel an der angekündigten Kapitalerhöhung mehren sich. Doch die kommunizierten Restrukturierungspläne gelten unverändert, betont CEO Oliver Scholz.