Finanzierungen: Fresenius, Volkswagen, Solarworld

Fresenius

03.02.14
Finanzierungen

Finanzierungen: Fresenius, Volkswagen, Solarworld

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat bei Investoren 300 Millionen Euro eingesammelt, um die geplante Übernahme des Großteils der Krankenhäuser von Rhön-Klinikum zu finanzieren. Der Autobauer Volkswagen platziert seine dritte Offshore-Renminbi-Anleihe. Diese und weitere Finanzierungs-News lesen Sie im FINANCE-Überblick.

Fresenius begibt zehnjährige Anleihe

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat über eine vorrangige unbesicherte Anleihe 300 Millionen Euro eingesammelt. Das Geld will der Konzern für die geplante Übernahme des Großteils der Krankenhäuser von Rhön-Klinikum verwenden. Fresenius konnte bei den Investoren 100 Millionen Euro mehr platzieren als ursprünglich geplant. Für das Papier mit einer zehnjährigen Laufzeit zahlt der DAX-Konzern 4 Prozent Zinsen. Die Transaktion sei am Markt deutlich überzeichnet gewesen, hieß es. Bereits Anfang Januar hatten die Bad Homburger zwei Anleihen im Volumen von insgesamt 750 Millionen Euro am Markt platziert, um den Milliardenzukauf zu finanzieren.

Volkswagen platziert erneut Offshore-Renminbi-Anleihe

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat erneuen den Dim-Sum-Markt angezapft. Über seine Tochtergesellschaft Volkswagen International Finance hat Europas größter Autobauer wieder eine Offshore-Renminbi-Anleihe platziert und damit 1,2 Milliarden Renminbi (rund 144,5 Millionen Euro) eingesammelt. Die Anleihe wird durch die Volkswagen AG garantiert, läuft bis 2019 und wird mit 3,5 Prozent verzinst. Deutsche Bank, ICBC und Standard Chartered Bank waren Joint Lead Manager der Transaktion. Die internationale Kanzlei Clifford Chance hat die Banken dabei beraten.

Weitere Finanzierungen

Die Anleihebedingungen der Solarworld-Anleihe über 400 Millionen Euro haben sich geändert. Der Grund: Die auf der Gläubigerversammlung der 6,125-prozentigen Anleihe 2010/2017 im Gesamtnennbetrag von 400 Millionen Euro am 6. August 2013 gefassten und am 8. August 2013 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Beschlüsse sind vollzogen worden, teilte Solarworld mit. Mitte Januar hatte das Oberlandesgericht Köln dem Solartechnologiehersteller Solarworld grünes Licht für die Umsetzung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom August 2013 und der Gläubigerversammlungen gegeben.

Die Büroimmobilienplattform Prime Office hat eine Kapitalerhöhung angekündigt. Die Gesellschaft begibt bis zu rund 46,6 Millionen neue Aktien mit einem Emissionsvolumen von rund 130 Millionen Euro.

Allianz Real Estate finanziert die Shopping- Büropassage „Königsbau Passagen“ in Stuttgart mit 145 Millionen Euro. Die Transaktion gehört zur vollständigen Refinanzierung der erstrangigen Kredite mit Evans Randall. Das ursprüngliche Darlehen stammt von der HSH Nordbank. Die europäische Real Estate Debt II hat zusätzlich Mezzanine-Kapital in Höhe von 37,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Der Online-Sportartikelhändler Keller Sports hat eine weitere Finanzierung im Millionenbereich erhalten. Die neue Kapitalspritze kommt Privatinvestoren, darunter wieder Scout24-Mitgründer und ehemaliger CEO Christian Mangstl. Mit ihr will Keller Sports das Europageschäft ausbauen.

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Infinus Ihr Kompetenz-Partner ist eröffnet worden. Der entsprechende Beschluss des Amtsgerichts Dresden erfolgte am 31. Januar 2014. Zur Insolvenzverwalterin wurde Bettina Schmudde, Partnerin der White & Case Insolvenz GbR, bestellt. Von der Insolvenz sind rund 530 Gläubiger betroffen, davon 111 Anleihegläubiger. Letztere hatten insgesamt rund 1 Million Euro investiert.

Die Berlin Hyp, die pbb Deutsche Pfandbriefbank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) refinanzieren mit einem Darlehen in Höhe von 241 Millionen Euro ein Gewerbeimmobilien-Portfolio für DIC Asset. Die Finanzierung wurde bereits im Dezember 2013 abgeschlossen und läuft rund sieben Jahren. Dabei agiert die pbb als Konsortialführer und Mandated Lead Arranger, die Berlin Hyp und die LBBW sind Co Arranger. DIC Asset hatte die Finanzierungsvereinbarung bereits Mitte November 2013 bekannt gegeben. Damit hat das Immobilienunternehmen eine Portfolioakquisition über insgesamt 481 Millionen Euro in Verbindung mit einer Kapitalerhöhung refinanziert.

Das Chemieunternehmen Borealis bekommt von der Europäischen Investitionsbank (EIB) ein langfristiges Darlehen über 150 Millionen Euro. Der Vertrag am 28. Januar 2014 in Luxemburg unterzeichnet. Mit dem Darlehen unterstützt die EIB das mehrjährige Investitionsprogramm von Borealis an seinem Hauptsitz in Österreich sowie in Finnland und Schweden, wo das Unternehmen über weitere Innovationszentren verfügt. Mit dem Darlehen sollen Forschung und Entwicklung von hoch entwickelten Polymeren finanziert werden. Darüber hinaus sollen die Mittel auch für das firmeneigene Berufsausbildungsprogramm genutzt werden, heißt es weiter.

Ratingmeldungen

Die Ratingagentur Fitch hat die langfristige Bonität des Technologiekonzerns Siemens bei A bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Moody’s weist der Safari Holding, der Muttergesellschaft der Löwen Play Group, ein B2-Rating zu. Zeitgleich weist die Ratingagentur der Anleihe der Safari Holding Verwaltungs GmbH über 265 Millionen Euro ein vorsorgliches Rating von B2 zu. Die Ausblicke der Ratings sind stabil.

Zudem hat Moody’s das B2-Rating der Grohe Holding zurückgenommen. Grund hierfür ist das Closing der Grohe-Übernahme durch Lixil und die Development Bank of Japan. Erst im Januar hat der Düsseldorfer Badarmaturenhersteller mit Rainer Mues einen neuen CFO bekommen.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de