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Die Top-Banken, Adler Group und Big4-Beben

Wer sind die Top-Banken im Firmenkundengeschäft? Die neue FINANCE zeigt es. Foto: BNP Paribas (OceanProd - stock.adobe.com), Commerzbank (Matthias - stock.adobe.com), Deutsche Bank (travelview - stock.adobe.com), DZ Bank, LBBW, HypoVereinsbank (Dennis - stock.adobe.com) picture alliance / Klaus Ohlenschläger | Klaus Ohlenschläger
Wer sind die Top-Banken im Firmenkundengeschäft? Die neue FINANCE zeigt es. Foto: BNP Paribas (OceanProd - stock.adobe.com), Commerzbank (Matthias - stock.adobe.com), Deutsche Bank (travelview - stock.adobe.com), DZ Bank, LBBW, HypoVereinsbank (Dennis - stock.adobe.com) picture alliance / Klaus Ohlenschläger | Klaus Ohlenschläger

Das Bündel, mit dem sich die deutsche Wirtschaft gerade herumschlägt, ist umfangreich – Folgen des Ukraine-Kriegs, Materialpreissteigerungen, dramatisch hohe Energiepreise, Zinswende, schwierige Handelspartner wie China. Wie wirkt sich das auf die Beziehung der Unternehmen mit ihren Banken aus? Spüren Unternehmen etwa schon Anzeichen einer Kreditklemme? Und wen sehen die Finanzchefs in den verschiedenen Disziplinen im Firmenkundengeschäft ganz vorne? Eine Umfrage, an der sich 182 CFOs, Finanzleiter und Treasurer beteiligt haben, gibt Aufschluss.

Und tatsächlich ist das Geschäft in Bewegung – in diesem Jahr gibt es eine neue Nummer 1. Und auch Platz 3, den in den vergangenen Jahren eine einzige Bank abonniert hatte, ist neu vergeben worden. Eine Auslandsbank hat zudem einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Wer sind Gewinner und Verlierer im deutschen Firmenkundengeschäft? Das verrät unsere neue Titelgeschichte, die heute schon als E-Paper zur Verfügung steht.

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Adler-Verwaltungsratschef Kirsten wehrt sich gegen Vorwürfe

Banken sind sicherlich ein heißes Thema. Aber die neue FINANCE hält weitere Hot Topics bereit, speziell aus der Unternehmenssphäre. In einer misslichen Lage befindet sich bekanntlich die Adler Group. Das Immobilienunternehmen sieht sich mit massiven Vorwürfen konfrontiert, speziell durch den Shortseller Fraser Perring. Compliance-Probleme, undurchsichtige Finanztransaktionen, Rückschläge in der Projektentwicklung – und als Krönung eine durch KPMG nicht testierte Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Da kommen selbst erfahrene Manager ins Schwitzen.

Zu diesen zählt sicherlich Stefan Kirsten. Er und Neu-CFO Thomas Echelmeyer stellten sich unseren Fragen. „Adler ist in der Vergangenheit viel zu schnell gewachsen, es gab ein Führungsvakuum, das eine Folge des Nicht-Integrierens von Akquisitionen war. Da war die Verwaltung zu lasch. Außerdem sind die internen Prozesse weit weg vom State of the Art“, räumt Kirsten ein. Aber er glaubt, die schwere Krise des Immobilienkonzerns bewältigen zu können. Wie, lesen Sie in unserem Interview.

Noch brisanter als bei Adler war im Frühjahr die Lage bei Schur Flexibles. Wir haben den Fall seit Februar eng begleitet und mehrfach darüber berichtet, speziell über die Übernahme durch Investoren rund um den Hedgefonds Apollo. Doch der Fall lohnt einen genaueren Blick: Zwischen der Übernahme durch den österreichischen Investor B&C, die erst ein Jahr her ist, und dem Kauf durch die Gläubiger ist schiefgelaufen, was schieflaufen konnte. Ein Grund: Gegen Ex-Manager werden heftige Selbstbereicherungsvorwürfe erhoben. Zu klären wäre auch: Was wusste der Verkäufer und Minderheitsaktionär Lindsey Goldberg? Auch die Wirtschaftsprüfer, die mutmaßlich aggressives Accounting durchgehen ließen, stehen am Pranger.

Wirtschaftsprüfer im Zeichen von Wirecard & Co.

Die Geschehnisse bei Schur Flexibles passen auch gut zu unserem Schwerpunkt. Die Wirtschaftsprüfung steht im Zeichen der Bilanzskandale wie Wirecard. Immer häufiger kommt es vor, dass die Kontrolleure tiefergehende Nachfragen haben oder das Testat ganz verweigern. Damit beschäftigt sich der Aufmacher des Schwerpunkts. Und auch damit, welche Prüfer neue Mandate im Dax erringen konnten. So viel sei verraten: Es sind nicht nur die Big Four.  

„Bilanzkontrolle ist kein Selbstzweck, sie stärkt die Integrität des Finanzmarkts und kommt  so auch Anlegerinnen und Anlegern zugute.“

Mark Branson, Bafin-Präsident

Eine weitere Folge des Skandals um Wirecard: Die Bilanzpolizei DPR kam schwer in Verruf. Nun hat die Bafin die Zügel der Bilanzkontrolle selbst in die Hand genommen. Ihr erklärtes Ziel ist es, Anhaltspunkte für fehlerhafte Rechnungslegung und damit auch Bilanzmanipulation „möglichst früh zu identifizieren“ und „strafrechtlich relevante Sachverhalte gemeinsam mit  der Staatsanwaltschaft“ aufzuklären, verspricht die Behörde. „Bilanzkontrolle ist kein Selbstzweck, sie stärkt die Integrität des Finanzmarkts und kommt so auch Anlegerinnen und Anlegern zugute“, betont der neue Bafin-Präsident Mark Branson. Schneller, effizienter und transparenter soll die Bilanzprüfung werden. CFOs müssen sich bei der Bilanzierung wärmer anziehen, kann man wohl jetzt schon als Resümee ziehen.

markus.dentz[at]finance-magazin.de

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Markus Dentz ist Chefredakteur von FINANCE und der Fachzeitschrift DerTreasurer. Seine journalistischen Schwerpunktthemen sind Unternehmensfinanzierung, Restrukturierung und Treasury. Nach dem Studium und dem Volontariat beim F.A.Z.-Institut stieß Dentz zur FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH, einer Tochter der F.A.Z.-Verlagsgruppe und Herausgeberin von DerTreasurer und FINANCE. Mehrfach wurden seine Artikel aus den Bereichen Private Equity und M&A mit Journalistenpreisen ausgezeichnet.

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