Michael Müller wird CFO von RWE.

RWE

18.09.20
CFO

RWE macht Eigengewächs zum neuen CFO

RWE hat frühzeitig einen Nachfolger für CFO Markus Krebber gefunden. Ab Juli 2021 wird Eigengewächs Michael Müller die Finanzen leiten. Damit soll die Transformation des Konzerns weiter fortgeführt werden.

RWE hat einen neuen CFO in den eigenen Reihen gefunden: Michael Müller wird ab Juli 2021 die Finanzen des Energieversorgers verantworten. Er wird auf noch-CFO Markus Krebber folgen. Im April gab RWE bekannt, dass Krebber ab Juli 2021 den CEO-Posten von Rolf Martin Schmitz übernehmen wird, dessen Vertrag dann planmäßig ausläuft. Seitdem war der Konzern auf der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Finanzvorstand.

Der neue Finanzchef ist ein Eigengewächs des Energiekonzerns. Müller stieg nach einer Tätigkeit in der Unternehmensberatung 2005 bei RWE ein. Dort durchlief er Stationen bei RWE Power und RWE Generation, bei denen er unter anderem für den Kraftwerksbau, den Einkauf, das Asset Management und für das Restrukturierungsprogramm verantwortlich war.

2014 wurde der heute 49-jährige Müller, der einen Abschluss in Maschinenbau und BWL hat, zum Leiter für das Konzerncontrolling berufen. Zwei Jahre später wurde er dann erneut befördert. Wie auch schon sein Vorgänger Krebber leitet er die Finanzen der Sparte RWE Supply & Trading, wo er für Accounting, Back Office, Controlling, HR, IT, Risikomanagement, Recht/Compliance und Regulatory Affairs verantwortlich ist. Diese Rolle behält er bis zum Antritt als CFO inne.

Michael Müller ab November im RWE-Vorstand

Mit der jetzigen Bekanntgabe des neuen CFOs hat der Energiekonzern erneut einen Chefposten frühzeitig besetzt. Der Konzern will damit einen „nahtlosen Übergang der Verantwortlichkeiten gewährleisten“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Müller soll demnach schon vor dem offiziellen Wechsel einige Aufgaben übernehmen. Er wird ab November zum ordentlichen Vorstandsmitglied von RWE berufen und übernimmt ab dann zunächst die Verantwortung für Finanzen, Steuern und Business Services – parallel zur seiner Rolle als CFO von RWE Supply & Trading. Der 47-jährige Markus Krebber, der Ende 2019 seinen Vertrag um weitere fünf Jahre verlängerte, betreut noch zusätzlich die Ressorts Accounting, Controlling & Risk Management, Finance & Credit Risk, Investor Relations und Portfolio Management. RWE wird dann ab Mitte kommenden Jahres von drei Vorständen geführt. Neben Müller gab es noch eine weitere Personalmeldung: Zvezdana Seeger wird ab November neue Personalvorständin.

FINANCE-Köpfe

Dr. Markus Krebber, RWE AG

Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank und dem Studium startet Markus Krebber seine Laufbahn als Unternehmensberater bei McKinsey. Während dieser Zeit promoviert er an der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Bank-, Börsen- und Versicherungswesen.

2005 wechselt Krebber zur Commerzbank als Bereichsleiter Business Development im Bereich Privat- und Geschäftskunden. Dort steigt er zunächst zum COO des Privatkundengeschäfts auf und dann zum Bereichsvorstand Group Integration. Nach erfolgreichem Abschluss der Dresdner-Bank-Integration wird er Bereichsvorstand Group Finance.

Ende 2012 verändert sich Krebber als CFO zu RWE Supply & Trading, wo er im März 2015 den Posten als CEO übernimmt. Im Oktober 2016 wird er CFO des Mutterkonzerns RWE.

Ende April 2020 gibt RWE bekannt, dass Markus Krebber die Nachfolge für den zum 1. Juli 2021 ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Rolf Martin Schmitz übernehmen soll.

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RWE will bis 2040 klimaneutral werden

Mit der personellen Veränderung will RWE seine Transformation weiter fortführen. RWE hat sich zum Ziel gesetzt, ein global führendes Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien zu werden, das bis 2040 klimaneutral ist. Ein wichtiger Baustein der Strategie ist der milliardenschwere Asset-Deal mit E.on.

Die Weichen für die Transformation stellte noch-CFO Krebber schon Mitte August, als er über eine Kapitalerhöhung 2 Milliarden Euro einsammelte. Das Geld dient zum einen für den zusätzlichen, kurzfristigen Ausbau des Portfolios an Erneuerbaren Energien und für die Weiterentwicklung der Projektpipeline. Zudem wollen die Essener damit die Übernahme des europäischen Wind- und Solargeschäfts von Nordex für 400 Millionen Euro refinanzieren.

sarah.backhaus[at]finance-magazin.de

Mehr über den RWE-CFO erfahren Sie auf dem FINANCE-Köpfe-Profil von Markus Krebber.