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Bundesbeteiligungen for Sale

Das bundeseigene Portfolio ist prall gefüllt: Über 500 Beteiligungen hält der Bund. Foto: Mummert-und-Ibold - stock.adobe.com
Das bundeseigene Portfolio ist prall gefüllt: Über 500 Beteiligungen hält der Bund. Foto: Mummert-und-Ibold - stock.adobe.com

Gerüchte um die Zukunft der Deutschen Bahn und Gedankenspiele über etwaige Auf- oder Abspaltungsszenarien gab es immer wieder. Und doch haben die jüngst durchgesickerten Pläne über eine Abspaltung der Logistiktochter DB Schenker eine besondere Signalwirkung: Mit Schenker setzt die frisch in die Regierung berufene FDP eine Duftmarke. Bei der Bahn gleich doppelt mit Christian Lindner als Finanzminister und Volker Wissing als Verkehrsminister.

„Es gibt noch kein Go“, sagt ein Insider gegenüber FINANCE. Doch im zweiten Quartal könne es so weit sein. Nach fünf Rekordjahren in Folge dürfte der Zeitpunkt ideal sein, laut Medienberichten signalisieren Private-Equity-Fonds wie Carlyle Interesse. „Der Bund muss aufpassen, dass er den besten Zeitpunkt nicht verpasst.“ Dem Vernehmen nach werden bei Schenker verschiedene Möglichkeiten – Trade Sale, IPO, Teil-Börsengang – geprüft.

Im FINANCE-Interview im Mai 2021 sagte CFO Oliver Seidl noch: „Wir haben selbst auf einen möglichen Verkauf überhaupt keinen Einfluss. Das ist allein Entscheidung der Deutschen Bahn und ihres Aufsichtsrats.“ Unabhängig davon arbeite Schenker inzwischen „in vielen Bereichen wie ein börsennotiertes Unternehmen“. Das helfe gerade mit Blick auf Prognosefähigkeit und verlässliche Daten.

CFO-Profil

Oliver Seidl

Schenker AG

Wie auch immer der Fall des Logistikers ausgeht, der seit 2002 im Besitz der Bahn ist: Dass die Liberalen als neue Regierungspartei keine großen Freunde einer ausgeprägten Beteiligungskultur des Bundes sind, ist kein Geheimnis, liegt es doch bei der FDP quasi in der Natur der (parteipolitischen) Sache. Schon jetzt sicher ist, dass mit der Ampel-Koalition und Christian Lindner als Herr über das Finanzministerium Debatten über einen Ausstieg aus Bundesbeteiligungen ins Rampenlicht rücken – und damit raus aus den schattigen Nischen Kleiner Anfragen oder erster Lesungen im Bundestag. Immer häufiger liebäugelt Lindner öffentlich damit, das Portfolio der größten Beteiligungen auf den Prüfstand zu stellen. Was ist also am M&A-Markt von Seiten des Bundes in diesem Jahr zu erwarten?

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