Continental übernommt vom PE-Investor Carlyle Group das US-Unternehmen Veyance.

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14.02.14
Deals

M&A-Deals: Continental, Nestlé, FC Bayern

Nestlé reduziert seinen Anteil an L’Oréal, Continental kauft dem PE-Investor Carlyle Group das US-Unternehmen Veyance ab und die Allianz beteiligt sich am FC Bayern. Die M&A-Deals, M&A-News und Personalien der Woche finden Sie in unserem FINANCE-Wochenrückblick.

PE-Investor Carlyle Group verkauft Veyance an Continental

Der Automobilzulieferer Continental übernimmt das US-Unternehmen Veyance Technologies mit Sitz in Ohio vom PE-Investor The Carlyle Group. Dafür zahlt der Hannoveraner Konzern rund 1,4 Milliarden Euro. Veyance ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie tätig und erzielte 2013 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro, davon 90 Prozent im Industriegeschäft. Die Kartellbehörden müssen dem M&A-Deal noch zustimmen. Veyance wird in die Division ContiTech integriert. Continental will mit der Akquisition den strategischen Ziel näherkommen, den Umsatzanteil des Industrie- und Endkundengeschäfts weiter zu erhöhen. Der Zukauf wird dem Unternehmen zufolge vollständig aus liquiden Mitteln und verfügbaren Kreditlinien finanziert. ContiTech und Veyance kommen zusammen im Jahr 2013 auf einen Pro-forma-Umsatz von rund 5,4 Milliarden Euro. Ein Team der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer hat Continental bei dem M&A-Deal beraten.

S.A.G. Solarstrom sucht Investor

Die insolvente S.A.G. Solarstrom hat Roland Berger Strategy Consultants mit der Suche nach einem Investor beauftragt. Ziel sei die Ansprache strategischer Investoren, um die Gesellschaft weiter fortführen zu können. S.A.G. Solarstrom befindet sich in einem Restrukturierungsprozess. Das Unternehme, das auch zwei Mittelstandsanleihen ausstehen hat, musste im Dezember Insolvenzantrag stellen. Das zunächst in Eigenverwaltung geführte Verfahren wird zur Verfahrenseröffnung, die voraussichtlich Anfang März sein wird, in ein Regelinsolvenzverfahren überführt. Vorläufiger Sachwalter ist Jörg Nerlich (Kanzlei Görg, Köln).

Nestlé reduziert Anteil an L’Oréal

Der Kosmetikkonzern L’Oréal hat in dieser Woche angekündigt, rund 48,5 Millionen eigener Aktien (etwa 8 Prozent des Grundkapitals) vom Schweizer Konzern Nestlé zurückzukaufen. Dazu geben die Franzosen ihren 50-prozentigen Anteil am bislang gemeinsamen Schweizer Joint Venture Galderma an Nestlé ab. Der Unternehmenswert von Galderma wird mit 3,1 Milliarden Euro angesetzt. Für den 50-prozentigen Anteil am Joint Venture zahlt Nestlé mit 21,2 Millionen L’Oréal-Aktien. Die übrigen 27,3 Millionen Aktien kauft L’Oréal direkt zurück und zahlt dafür 3,4 Milliarden Euro in bar an Nestlé. Im Rahmen der Transaktion sinkt der Anteil von Nestlé an L’Oréal von 29,4 Prozent auf 23,39 Prozent. Der Anteil der Familie Bettencourt Meyers steigt von 30,6 auf 33,31 Prozent.

Telekom übernimmt T-Mobile Czech vollständig

Seit Anfang dieser Woche ist es offiziell: Die Deutsche Telekom übernimmt den restlichen Anteil von 39,23 Prozent an T-Mobile Czech Republic für rund 800 Millionen Euro. Der Konzern wird damit 100-prozentiger Eigentümer des tschechischen Unternehmens. Die Anteile kauft die Telekom von einem Konsortium unter Führung des PE-Investors Mid Europa Partners. Der M&A-Deal, der keiner regulatorischen Genehmigungen bedarf, ermöglicht eine Vereinfachung der Kapital- und Governancestruktur bei T-Mobile Czech Republic. Zudem soll die Transaktion dem Konzern zufolge finanzielle Vorteile für die Deutsche Telekom bringen, wie zum Beispiel Einsparungen der Dividendenzahlungen an die Minderheitsgesellschafter und eine Erhöhung des Konzernüberschusses. T-Mobile Czech Republic wird von der Deutschen Telekom bereits voll konsolidiert, daher hat die Transaktion keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das Konzern-EBITDA. Credit Suisse Securities (Europe) und Clifford Chance haben die Deutsche Telekom bei dem M&A-Deal beraten.

Allianz beteiligt sich an FC Bayern

Die Allianz ist im Zuge einer Kapitalerhöhung mit 8,33 Prozent bei der FC Bayern München AG eingestiegen. Für die erworbenen Aktien erhält die AG 110 Millionen Euro. Das Geld soll für die Tilgung der Verbindlichkeiten der Allianz Arena in München genutzt werden. Das Stadion wäre dem Verein zufolge damit schuldenfrei. Die Namensrechte an der Allianz Arena hat sich die Versicherung inklusive einer Option langfristig bis zum Jahr 2041 gesichert. Ein weiterer Teil fließt in den Neubau für den Fußballnachwuchs. Durch die Kapitalerhöhung betragen auch die Anteile der beiden weiteren Partner Adidas und Audi an der AG künftig 8,33 Prozent. Hauptanteilseigner bleibt der Verein FC Bayern München mit 75 Prozent der Aktien.

ThyssenKrupp kann Edelstahlgeschäft zurücknehmen

Der StahlkonzernThyssenKrupp darf wie geplant Teile des Edelstahlgeschäfts zurücknehmen. Die EU-Kommission genehmigte in dieser Woche den Ende November angekündigten Rückkauf des Werks im italienischen Terni und des Spezialherstellers VDM. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken. Beide waren ursprünglich Teil der ThyssenKrupp-Tochter Inoxum, die 2012 an den finnischen Wettbewerber Outokumpu verkauft worden war. Das Werk in Terni hätte im Rahmen des M&A-Deals als wettbewerbsrechtliche Auflage weiterverkauft werden sollen. Die Suche nach einem Käufer scheiterte jedoch. Nachdem Outokumpu in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, hatte sich ThyssenKrupp Ende November bereit erklärt, das Terni-Werk und den Spezialhersteller VDM zurückzunehmen. Im Gegenzug gibt der Konzern seine knapp 30-prozentige Beteiligung an Outokumpu ab. Ein erneuter Verkaufsversuch der nun zurückgenommenen Teile gilt als wahrscheinlich.

Fire Sale bei HKW: Perusa übernimmt Kerngeschäft

Der PE-Investor Perusa hat bestätigt, das operative Kerngeschäft von HKW Personalkonzepte im Rahmen eines Asset Deals übernommen zu haben. Die beiden nord- und ostdeutschen Standorte hat ein strategischer Investor übernommen. HKW hatte Insolvenz angemeldet, weil das Unternehmen die Zinszahlungen für seine Mittelstandsanleihe im Dezember nicht bedienen konnte. Vorläufiger Insolvenzverwalter war Axel W. Bierbach (Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen). Verantwortlich für die Schieflage bei HKW waren einer Mitteilung der Turnaround-Gesellschaft Perspektiv zufolge die kritische Finanzierungsstruktur sowie wenig erfolgreiche M&A-Deals. Ein nicht-bilanziertes Darlehen einer ausländischen Bank mit Globalzession habe zu einem unvorhergesehenen hohen Zeitdruck im vorläufigen Insolvenzverfahren geführt, hieß es. Daher sei auch Masseunzulänglichkeit mit der Eröffnung des Verfahrens angezeigt worden. Durch den hohen Zeitdruck habe ein Verkauf nur im Rahmen eines Fire Sales erfolgen können. Der Gläubigerausschuss hat den Verkäufen einstimmig zugestimmt. Die Interessen der Anleiheeigner als der wesentlicher Gläubigergruppe vertrat Frank Günther (One Square Advisors) als Mitglied des vorläufigen Gläubigerausschusses.

Wild Flavors kauft in den USA zu

Der Aromenhersteller Wild Flavors hat einen weiteren Zukauf bekannt gegeben: Das Unternehmen hat den Hersteller von natürlichen Aromakomponenten Alfrebo mit Sitz in Ohio übernommen. Die Produkte sollen das bestehende Portfolio ergänzen und Wild einen besseren Zugang zu Aromasubstanzen ermöglichen. Der M&A-Deal soll zudem helfen, neue Absatzmärkte wie den Wellness-, Gesundheits- und Körperpflegebereich zu erschließen. Wild Flavors hatte erst vor Kurzem Senior Notes platziert, um damit unter anderem weiteres Wachstum zu finanzieren.

Norma Group übernimmt alle Anteile an Chien Jin Plastic

Das Verbindungstechnikunternehmen Norma Group hat die restlichen 15 Prozent der Anteile an Chien Jin Plastic mit Sitz in Ipoh, Malaysia, übernommen. Damit besitzt das Unternehmen 100 Prozent der Anteile an dem Hersteller von thermoplastischen Verbindungssystemen. Über die Details des M&A-Deals wurde Stillschweigen vereinbart. Die Norma Group ist seit Herbst 2012 an Chien Jin Plastic beteiligt und hatte zunächst 85 Prozent übernommen.

Buwog kauft zu, Börsennotiz geplant

Die Buwog, eine 100-prozentige Tochter der Immofinanz Group, will für rund 892 Millionen Euro ein Wohnungsportfolio in Norddeutschland kaufen. Die Transaktion erfolgt im Wege mehrerer Share Deals und unterliegt unter anderem der kartellrechtlichen Zustimmung. Außerdem übernimmt Immofinanz das wohnwirtschaftliche Managementgeschäft von Prelios Deutschland. Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft hat die Immofinanz bei beiden Projekten rechtlich und steuerlich beraten. Verkäufer ist das Unternehmen Solaia RE, ein Joint Venture von Prelios und einem Investmentfonds der Deutschen Asset & Wealth Management Real Estate. Die Buwog könnte bald ein börsennotiertes Unternehmen sein. Vorstand und Aufsichtsrat der Immofinanz wollen den Aktionären in einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Abspaltung sowie die Börsennotiz der Buwog vorschlagen.

Partners Group schließt Direktinvestitionsprogramm ab

Der Investmenthaus Partners Group hat sein 2012 lanciertes Private-Equity-Direktinvestitionsprogramm mit Zahlungszusagen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro geschlossen. Das Programm ist das dritte und bisher größte der Partners Group im Bereich Direktinvestitionen. Die Schweizer hatten im vergangenen Herbst 800 Millionen Dollar für den Private-Debt-Markt eingesammelt.

M&A-News: Personalien

M&A-Anwalt Stephan Morsch wechselt zum April von Linklaters zu SKW Schwarz Rechtsanwälte. Er wird als Partner am Münchner Standort den Fachbereich Gesellschaftsrecht und M&A verstärken. Morsch begann seine berufliche Laufbahn 1999 im Münchner Büro von Linklaters und wurde dort 2006 Partner. Er ist spezialisiert auf die Beratung bei M&A-Deals und Joint Ventures und arbeitet sowohl für strategische Investoren als auch für PE-Investoren.

Albrecht von Breitenbuch, Kerstin Henrich und Annette Pospich sind neue Partner der Kanzlei Orrick, Herrington & Sutcliffe. Von Breitenbuch wurde zum Equity Partner ernannt, er ist Mitglied der beiden Praxisgruppen Real Estate und Corporate und berät insbesondere Mandanten aus der Immobilienbranche bei Transaktionen und Joint Ventures. Kerstin Henrich und Annette Pospich wurden zu National Partnern ernannt. Henrich ist am Standort Düsseldorf tätig und gehört der M&A- und Private-Equity-Gruppe an. Pospich leitet seit Anfang 2013 die Düsseldorfer Immobilienpraxis.

Der M&A-Banker Gerhard Gleich ist neuer Managing Director und Chef des 2010 eröffneten Frankfurter Büros bei der kanadischen M&A-Boutique Canaccord Genuity. Er war zuvor Head of Industrials bei Berenberg in Frankfurt und hat insgesamt mehr als 20 Jahre Erfahrung im Investmentbanking. Gleich war unter anderem Co-Head Industrials Germany bei Dresdner Kleinwort/Commerzbank und arbeitete für die Deutsche Bank in Frankfurt und London.

Birgit Meyer zu Selhausen und Martin Petsch sind in die Geschäftsleitung der M&A-Beratung VR Corporate Finance aufgerückt. Martin Petsch wechselte 2010 von der WestLB zu VR Corporate Finance. Bei der WestLB verantwortete er zuletzt als Associate Director im Düsseldorfer M&A-Team die Branchenaktivitäten im Bereich Industrials. Birgit Meyer zu Selhausen war ebenfalls zuvor bei der WestLB, zuletzt als Head of M&A.

Weitere M&A-Deals

Wie erwartet haben die Aktionäre von Telefónica Deutschland auf der außerordentlichen Hauptversammlung in dieser Woche den Kapitalmaßnahmen für die Übernahme von E-Plus zugestimmt. Bis 2019 sollen sich die Synergien aus dem Zusammenschluss auf mehr als 5 Milliarden Euro belaufen, kündigte Telefónica an. Der M&A-Deal muss noch von der EU-Kommission genehmigt werden, eine Entscheidung wird im zweiten Quartal erwartet.

Der Werbevermarkter Ströer beteiligt sich mehrheitlich am Online-Videonetzwerk TubeOne Networks und baut damit das Portfolio im Bereich Online-Video aus. Gemeinsam mit dem Bewegtbildvermarkter Ströer Primetime soll TubeOne Networks die Standardvermarktung ausbauen. Ströer hat in den vergangenen Monaten sein Online-Portfolio stark ausgebaut und kaufte zuletzt im Januar zu.

Die internationale Unternehmensgruppe BOS (Umsatz ca. 550 Millionen Euro) übernimmt den Automobilzulieferer Engineering Technologie Marketing (ETM). Vorbehaltlich der kartellbehördlichen Zustimmung soll das Unternehmen unter dem Dach der BOS als eigenständige Firma weitergeführt werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Ein Team von CMS Hasche Sigle unter der Federführung von Lead Partner Jörg Lips hat ETM bei dem Verkauf rechtlich betreut.

Der Anbieter Filterlösungen Camfil hat das Unternehmen Handte Umwelttechnik sowie die operativen Töchter in der Schweiz, der Tschechischen Republik und China übernommen. Die deutschen Behörden müssen der Übernahme noch zustimmen, ein Kaufpreis wurde nicht bekannt. Handte wird Teil der Camfil Air Pollution Control Unit und soll die Position des Segments in Europa ausbauen. Die Verkäufer wurden von einem Team von Angermann M&A International um Partner Florian von Alten beraten. Luther hat die Handte-Gruppe in rechtlichen und steuerlichen Fragen beraten.

Das Unternehmen Actuate übernimmt über eine Schweizer Tochter die Karlsruher Softwareentwicklungsfirma Legodo. Verkäufer sind die Unternehmensgründer und das derzeitige Management. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. Die Kanzlei Luther hat Legodo beim Verkauf beraten.

Das Immobilienunternehmen Adler Real Estate plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre von Estavis. Adler wird den Aktionären anbieten, ihre Estavis-Aktien gegen neue Aktien der Adler aus genehmigtem Kapital zu tauschen. Das konkrete Umtauschverhältnis wird spätestens in der Angebotsunterlage festgelegt. Estavis hält Wohnimmobilienportfolios in Berlin, Leipzig und Chemnitz mit knapp 2.100 Wohnungen und ist an einer Gesellschaft zur Wohnungsprivatisierung beteiligt. Die Transaktion wird von Close Brothers Seydler begleitet.

Der Stahl- und Aluminiumkonzern Knauf Interfer SE aus Essen übernimmt den Stahlhändler SSM Unternehmensgruppe mit Standorten in Deutschland und Polen. Mit der Akquisition möchte Knauf Interfer die Geschäftsfelder Lagerhandel und Stahlverarbeitung überregional ausbauen. Das Unternehmen hat sich jüngst mit fünf eigenverantwortlichen, standortübergreifenden Geschäftsfeldern neu strukturiert. Lagerhandel und Stahlverarbeitung zählen genauso dazu wie Kaltwalzen, Aluminium und ein Stahl Service Center. Das Kartellamt hat dem M&A-Deal zugestimmt, ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Der Münchner Konzern BayWa verkauft seine Baustoffbetriebe im Rahmen eines Asset Deals an die Bauen+Leben Team Baucenter. Der Käufer ist ein Joint Venture der Baustoffhändler Team AG und Bauen+Leben. Die Transaktion umfasst 26 BayWa-Baustoffstandorte in Nordrhein-Westfalen sowie ein regionales Verwaltungszentrum. Über Einzelheiten wurde Stillschweigen vereinbart, die Zustimmung des Kartellamts steht noch aus. Der BayWa-Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz betonte, dass der Baustoffbereich des Unternehmens trotz des M&A-Deals nicht grundsätzlich zur Disposition stehe. Der Verkauf sei auf regionale Faktoren zurückzuführen. Ein Team der Kanzlei Noerr unter Federführung von Florian Becker hat BayWa beraten.

Die Bertelsmann-Tochter BMG übernimmt 100 Prozent des niederländischen Musikverlags Talpa Music. Das Musikunternehmen verwaltet insgesamt mehr als 500.000 Musikverlagsrechte. Nach der Übernahme, die bis Ende des Monats abgeschlossen sein soll, will BMG die eigenen Aktivitäten in den Niederlanden mit Talpa Music zusammenführen.

Die italienische Industriegruppe IMR Automotive (Umsatz ca. 135 Mio. Euro) hat  das Unternehmen Sommer Industrielackierung für einen nicht genannten Preis übernommen. Das 1984 gegründete Familienunternehmen ist ein spezialisierter Lackierbetrieb mit Kunden aus dem Automotive- und Konsumgüterbereich. Clairfield International hat IMR Automotive mit einem Team in Deutschland und Italien bei dem M&A-Deal beraten.

Die ukrainische Tochtergesellschaft der insolventen Baumarktkette Praktiker hat im ukrainischen Investor Kreston Guarantee Group einen Käufer gefunden. Die Gruppe übernimmt vier Märkte von Insolvenzverwalter Christopher Seagon. Zuvor waren bereits die Märkte in Luxemburg verkauft worden.

Die Coca-Cola Company hat über ihre irische Tochtergesellschaft European Refreshments alle in Streubesitz befindlichen Aktien am Unternehmen Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) übernommen. Die etwa 17 Prozent der Aktien wurden bislang von Gesellschaftern der ehemaligen deutschen Coca-Cola-Konzessionäre gehalten. CCE betreibt derzeit als einziger Konzessionär für Deutschland 24 Abfüllfabriken und erzielte 2012 einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro. Über den Wert der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Ein Team von Clifford Chance unter Leitung von Partner Andreas Dietzel hat die European Refreshments beraten.

Das Bundeskartellamt hat dem Bezahlfernsehsender Sky Deutschland grünes Licht für eine Minderheitsbeteiligung an Sport1 gegeben. Zu dem M&A-Deal gehört außerdem die Übernahme eines Minderheitsanteils an Constantin Sport Marketing sowie die Übernahme der Plazamedia. Die Transaktion wurde im Dezember bekannt. 

Der Pharmakonzern Pfizer hat seine Produktionsanlage in Illertissen an die russische R-Pharm-Gruppe zu einem nicht genannten Preis verkauft. Ein Team von Clifford Chance unter Federführung von Partner Christoph Holstein hat Pfizer beraten.

Insolvenzverwalter Christoph Niering hat die Geschäftsbetriebe der insolventen Industrie- und Großbäckereien Stauffenberg an die neu gegründete Gesellschaft Stauffenberg GmbH verkauft. Übertragen werden die Albert Stauffenberg Nachfolger GmbH, die Bär Brot Gesellschaft sowie Frost Backwaren. Insgesamt wurden einer Mitteilung zufolge mehr als 1.500 potenzielle Erwerber kontaktiert. Bei VR Corporate Finance beriet Dietmar Kohl die Verkäufer (vertreten durch Niering Stock Tömp Insolvenzverwaltungen). Robert Tobias begleitete bei hww Unternehmensberater den Verkaufsprozess. Unter den Interessenten waren der Mitteilung zufolge sowohl strategische als auch PE-Investoren aus dem In- und Ausland. Für die Partner Back Nachfolger GmbH in Gronau geht der Investorenprozess weiter. Den Beratern zufolge laufen Verhandlungen mit „einem konkreten Übernahmeinteressenten“.
 
sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de