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CFO-News: Barry Callebaut, Nestlé Deutschland, Siemens Healthineers

Remco Steenbergen wird der Nachfolger von Barry-Callebaut-CFO Victor Balli.
Purestock/Thinkstock/Getty Images/BarryCallebaut/Montage: FINANCE

Remco Steenbergen wird neuer CFO bei Barry Callebaut

Der bisherige CFO von Barry Callebaut, Victor Balli, wird den Schweizer Anbieter von Schokoladen- und Kakaoprodukten Ende Februar 2018 verlassen. Balli war seit 2007 Finanzchef bei Barry Callebaut. Seine Nachfolge als Finanzchef wird zum 1. März der Niederländer Remco Steenbergen antreten. Er kommt von Royal Philips, einem Unternehmen für Gesundheitstechnologie, wo er die vergangenen 20 Jahre tätig war. Seit 2015 bekleidete er die Position des Executive Vice President und war gleichzeitig CFO Healthtech Business, Innovation & Group Functions.

Nestlé Deutschland: Steffen Kindler wird neuer CFO

Steffen Kindler wird ab Januar 2018 den Finanzbereich des Lebensmittelkonzerns Nestlé Deutschland leiten. Der 47-Jährige ist bereits seit 1998 für Nestlé tätig. Damals begann er seine Karriere in der Innenrevision. Derzeit leitet Kindler noch den Bereich Investor Relations von der Schweizer Zentrale des Unternehmens aus.

Der derzeitige CFO Hubert Stücke wird ab Januar 2018 das neu geschaffene Vorstandsressort Geschäfts- und Unternehmensentwicklung übernehmen. Der 62-Jährige bekleidet seit 2007 das Amt des CFOs. Stücke hatte nach seinem Betriebswirtschaftsstudium in Münster 1984 bei Nestlé angefangen und besetzte seither verschiedene Leitungspositionen im Bereich Finanzen. 

Siemens Healthineers findet in Jochen Schmitz neuen CFO

Jochen Schmitz übernimmt mit Wirkung zum 1. Dezember das Amt des CFOs bei Siemens Healthineers, der Medizintechniksparte des Technologiekonzerns Siemens. Der 51-Jährige wird dann die Nachfolge von Thomas Rathmann antreten, der die Medizintechniksparte dem Konzern zufolge „einvernehmlich“ verlässt. Dass Rathmann Siemens Healthineers verlassen wird, kommt überraschend, da der Konzern Rathmanns Vertrag erst im April dieses Jahres um fünf weitere Jahre verlängert hatte.

Der designierte CFO Schmitz ist ein Eigengewächs von Siemens und bereits seit dem Beginn seiner Karriere bei den Münchenern. Zuletzt leitete er den Bereich Accounting, Reporting und Controlling des Siemenskonzerns. In seiner Rolle wird er vor allem zunächst für den IPO von Siemens Healthineers verantwortlich sein. Der Börsengang ist für die erste Jahreshälfte in 2018 geplant.

Krause verlässt Faraday

Erst im März dieses Jahres hatte Stefan Krause den Posten des CFOs beim chinesischen Start-up Faraday Future übernommen, jetzt hat er das Unternehmen wieder verlassen. In einer Pressemitteilung erhebt der Hersteller von Elektroautos schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Finanzchef der Deutschen Bank.

Dieser hat sich laut eines Berichts des „Manager Magazins“ nun auch selbst zu den Vorwürfen geäußert und sie als „haltlos und verleumderisch“ bezeichnet. Der 55-Jährige habe nach eigenen Angaben am 14. Oktober von sich aus gekündigt. Grund für die Kündigung seien die chaotischen Zustände innerhalb des Konzerns gewesen, heißt es. Das „Manager Magazin“ beruft sich auf Informationen auf Unternehmenskreisen. 

FINANCE-Köpfe

Stefan Krause, Evelozcity Inc.

Von 1987 bis 2008 arbeitet Krause in verschiedenen Positionen bei BMW. 1987 startet Krause seine Karriere als Referent Controlling. 1993 leitet er die Finanzen der Finanzdienstleistungsgesellschaft BMW USA und arbeitet 1995 bis 1997 als Finanzgeschäftsführer. In dieser Position ist er maßgeblich am Aufbau des BMW-Geschäfts für Leasing und Absatzfinanzierung in den USA beteiligt. 1997 wird Krause zum Geschäftsführer der Finanzdienstleistungsgesellschaft BMW USA, 1998 zum Regionalleiter Finanzdienstleistungen Nord- und Südamerikas befördert.

Zwei Jahre später wird Krause Vertriebschef für die Region Europa. 2002 wird er CFO und 2007 Vertriebs- und Marketingvorstand bei BMW. Er trägt die Konzernverantwortung für Rechnungswesen, Steuern, Controlling, Finanzierung, Organisation und IT sowie Geschäftsfeldverantwortung für das Finanzierungsgeschäft und für die BMW IT-Gesellschaft Softlab.

2008 startet Krause als Vorstandsmitglied bei der Deutschen Bank und wird im Oktober desselben Jahres CFO. Im November 2014 übernimmt Krause zusätzlich die Leitung des neu geschaffenen Ressorts Strategie und Organisationsentwicklung. Nach der Hauptversammlung im Mai 2015 gibt Krause das Finanzressort an Marcus Schenck ab und verlässt wenige Monate später die Deutsche Bank.

Anschließend agiert er als Senior Advisor des Private-Equity-Investors Warburg Pincus. Von März bis Oktober 2017 ist Krause später CFO des Elektroauto-Entwicklers Faraday, den er im Streit verlässt. Im Januar 2018 übernimmt Krause den Chef-Posten bei dem Elektroautobauer Evelozcity mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien.

zum Profil

Sebastian Potyka ist neuer CFO der WIV-Gruppe

Sebastian Potyka ist seit dem 1. November neuer Finanzvorstand von WIV Wein International, einem Unternehmen für den Vertrieb von Weinen an den Endverbraucher. In seiner neuer Position verantwortet Potyka neben dem Finanzbereich auch die Personaladministration, sowie die Bereiche Recht, Einkauf, Produktion, Logistik und IT. Gemeinsam mit dem Vorstandssprecher Dieter Freisler soll er das Unternehmen zu einem Omni-Channel-Weinhändler weiterentwickeln.

Neu-CFO Potyka hat die vergangenen zehn Jahre als Geschäftsführer bei einem nicht weiter benannten deutschen Textilunternehmen verbracht. Bei der WIV-Gruppe tritt er die Nachfolge von Bernd Köhler an, der das Unternehmen Ende des Jahres verlassen wird. Er war seit Mai 2015 Vorstandsmitglied bei WIV Wein International.

Weitere Personalien

Jörg Eicker verlässt nach nur einem halben Jahr als ehrenamtlicher CFO den Fußballklub Fortuna Düsseldorf. Diese Entscheidung teilte er den Mitgliedern des Vereins auf einer Mitgliederversammlung mit und betonte, das vorzeitige Ausschieden sei sein persönlicher Wunsch. Jörg Eicker wird dem Fußball-Zweitligisten noch für eine nicht näher definierte Übergangszeit erhalten bleiben. Wie es dann mit ihm und auch mit dem Finanzressort von Fortuna Düsseldorf weitergeht, ist bisher nicht bekannt. Eicker war im Juni vom Aufsichtsrat für drei Jahre zum ehrenamtlichen CFO ernannt worden. Zuvor war er CFO des Leasingspezialisten Grenke gewesen.

CFO Gérard Cordonnier bleibt dem Automobilzulieferer Grammer ebenso wie COO Manfred Pretscher weiter erhalten. Das Unternehmen verlängerte die Verträge der beiden Vorstandsmitglieder um weitere drei Jahre.

FINANCE-Köpfe

Jörg Eicker, Fortuna Düsseldorf e.V.

Jörg Eicker startet seine Laufbahn als Devisen- und Zinsoptionshändler bei der WestLB mit Berufsstationen in London, Luxembourg und Paris. Nach seiner Rückkehr nach Düsseldorf übernimmt er Führungsfunktionen in diversen Bereichen, darunter Global Financial Markets, Investmentbanking und Asset Securitisation / Credit Derivates. 2006 wechselt Eicker zur NRW.Bank, wo er die Leitung des Bereichs Investments & Funding übernimmt. 2007 wird er Mitglied des Kreditkommitees, im Jahr 2010 Leiter des Bereichs „Credits“.

Im Oktober 2012 wechselt Eicker als Konzern-CFO zu dem börsennotierten IT-Leasingspezialisten Grenke Leasing. Seit 2013 ist Eicker zudem Vorstandsmitglied der Grenke Bank, die zu einer immer wichtigeren Refinanzierungsquelle für den Grenke-Konzern wird.

Im Herbst 2016 verlässt Eicker nach rund vier Jahren im Amt Grenke. Nach einem knappen Jahr Auszeit wird er in seiner Heimatstadt im Juli 2017 Finanzchef des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Vereinsangaben zufolge übernimmt Eicker dieses Amt ehrenamtlich. Auf der Mitgliederversammlung im November 2017 gab er jedoch bekannt, sein Amt nach einer noch näher zu definierenden Übergangsphase wieder niederzulegen.

zum Profil

Die Bochumer Autohausgruppe Lueg hat einen Nachfolger für ihren ehemaligen Finanzvorstand Jörg Scharwald ernannt. Dieser hatte das Unternehmen Ende September verlassen. Der Niederländer Martijn Storm wird ab dem 1. Dezember neues Vorstandsmitglied von Lueg. Derzeit ist der 42-Jährige noch CFO des Hörgerätehändlers Geers Hörakustik. Storm wechselte 2008 zu den Dortmundern, nachdem er zuvor zwei Jahre als CFO beim Konkurrenten Audionova International tätig gewesen war.

Ralph Hartwig ist seit dem 2. November neuer Geschäftsführer und CFO von Qvest Media, einem Systemarchitekten für Broadcast- und Medientechnologie. In seiner neuen Position verantwortet der 48-Jährige die Bereiche Finanzen, Controlling, Legal und Mergers & Acquisitions. Außerdem übernimmt er gemeinsam mit Peter Nöthen, dem CEO der Qvest Media-Gruppe, die Geschäftsführung der Qvest Media Group, der Holding des Kölner Unternehmens. Hartwig kommt vom Softwareunternehmen Materna, wo er ebenfalls CFO und Geschäftsführer war.

Die Management- und Technologieberatung Detecon International hat in Sven Erdmann einen neuen CFO gefunden. Erdmann wurde gleichzeitig auch in die Geschäftsführung der konzerneigenen Unternehmensberatung der Telekom berufen. Zuvor war der studierte Betriebswirt Managing Director der Deutsche Telekom Services Europe Slovakia. Dort hatte er die Strategieentwicklung sowie das finanzielle und operative Ergebnis verantwortet.

Helge Hehl ist zum neuen Finanzvorstand von Incity Immobilien berufen worden. Hehl ist seit Ende 2016 als Head of Finance bei Incity Immobilien tätig. Er wird zukünftig unter anderem für die Themen Rechnungslegung, Bilanzierung und Controlling verantwortlich sein. Bisher bestand der Vorstand des Frankfurter Unternehmens aus dem Alleinvorstand Michael Freund. Zeitgleich mit der Berufung Hehls zum neuen CFO ist auch Freund vom Aufsichtsrat zum CEO ernannt worden.

Der ehemalige Leiter Finanzen des Schweizer Polymerspezialisten Rehau-Gruppe, Georg Oswald, ist im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer Krankheit gestorben. Erst Anfang des Jahres hatte sich Oswald nach 23 Jahren bei der Rehau-Gruppe in den Ruhestand verabschiedet. 2012 war er zum Leiter Finanzen der Schweizer ernannt worden, nachdem er zuvor unter anderem die Corporate Rechnungs- und Finanzabteilung geleitet hatte.

Die Sportplattform 21-Sportsgroup hat ihr Geschäftsleitungsteam umgebaut. Die Gründer des Mannheimer Unternehmens, Jörg Mayer und Michael Burk, treten „auf eigenen Wunsch zurück, um sich neuen unternehmerischen Aufgaben zu widmen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Burk war zuletzt Geschäftsführer und CEO, während Mayer die Position des Beiratsvorsitzenden bekleidet hatte. Die neue Geschäftsleitung wird der bisherige CFO und COO von 21-Sportsgroup, Henner Schwarz, führen. Sie wird neben ihm aus Oliver Garnier und Frank Zwirner bestehen. Neuer Beiratsvorsitzender wird der Investor Matthias Bittner.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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