Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck findet einen Käufer für sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten – Der neue Eigentümer ist allerdings eine Überraschung.

Merck

20.04.18
Deals

M&A-Deals: Merck, Knauf, Bayer

Merck findet einen Käufer für seine Sparte mit rezeptfreien Medikamenten, Warren Buffett will Knauf bei einer feindlichen Übernahme unterstützen und Bayer hat einen neuen Großaktionär. Diese und andere M&A-Deals finden Sie in unserem FINANCE-Wochenrückblick.

Merck verkauft Sparte überraschend an Procter & Gamble

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck verkauft sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten an den US-Konzern Procter & Gamble. Das teilen die Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Demnach beläuft sich der Kaufpreis für die globale Consumer-Health-Sparte auf 3,4 Milliarden Euro. Mit einem Abschluss des Deals wird im vierten Quartal 2018 gerechnet. Dass die Sparte nun an Procter & Gamble geht, ist überraschend. Noch vor einer Woche berichtete die Nachrichtenagentur „Reuters“, dass der Geschäftsbereich an den US-Konzern Mylan verkauft werden soll.

Im September 2017 hatte Merck angekündigt im Zuge des Umbaus der Pharmasparte das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten verkaufen zu wollen. Damals wurden ein Teilverkauf, ein Komplettverkauf, aber auch Partnerschaften diskutiert. Merck wurde bei der Transaktion von der Anwaltskanzlei Freshfields (Federführung: Jennifer Bethlehem, Jochen Dieselhorst und Lars Meyer) beraten.

Aktionär unterstützt Knauf bei feindlicher Übernahme

Der unterfränkische Gipshersteller Knauf plant die Übernahme seines US-Konkurrenten United States Gypsum Corporation (USG). Das USG-Management stemmt sich aktuell gegen die feindliche Übernahme. Doch Warren Buffett, USG-Hauptaktionär, ist offenbar bereit, Knauf im Übernahmekampf zu unterstützen. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Bloomberg“.

Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway, ist  mit 30,8 Prozent größter Aktionär bei USG. Knauf ist bereits seit 2000 mit 10,5 Prozent an USG beteiligt. Ende März hatte Knauf ein Übernahmeangebot an die USG-Aktionäre gerichtet. Der Konzern bietet 42 Dollar je Aktie. Daraus ergibt sich ein Kaufpreis von 5,9 Milliarden Dollar (rund 4,8 Milliarden Euro). Die USG-Führung spricht sich bisher gegen das Angebot aus.

Temasek stockt Bayer-Beteiligung erheblich auf

Die asiatische Investmentgesellschaft Temasek hat ihre Beteiligung an dem Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer massiv erhöht. Der Staatsfonds aus Singapur habe 31 Millionen neue Bayer-Aktien erworben und seinen Anteil so von 0,4 auf 4 Prozent aufgestockt, teilten die Leverkusener mit. Der Platzierungspreis je Anteilsschein liege bei rund 97 Euro. Bayer fließen durch diese Kapitalerhöhung rund 3 Milliarden Euro zu. Durch den Anteilskauf wird Temasek hinter Blackrock mit 7 Prozent zum zweitgrößten Bayer-Aktionär.

Der Konzern selbst sieht die Anteilsaufstockung als Zuspruch für die viel kritisierte Monsanto-Übernahme. Vergangene Woche meldete das „Wall Street Journal“, dass der größte M&A-Deal der Bayer-Unternehmensgeschichte kurz vor dem Abschluss stünde. Das US-Justizministerium habe grünes Licht für die Transaktion gegeben. Die Behörde ist die letzte nennenswerte Instanz, die den Deal noch kippen könnte. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht.  

Sun Power übernimmt US-Geschäft von Solarworld

Das US-Solarunternehmen Sun Power kauft Solarworld Americas, die US-Tochter des insolventen Photovoltaikkonzerns Solarworld. Bei der Sparte handelt es sich um den wichtigsten Vermögenswert des insolventen Bonner Unternehmens. Offiziell machten das Unternehmen und der Insolvenzverwalter Horst Piepenburg keine Angaben zum Kaufpreis. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ sei aber ein Kaufpreis im zweistelligen Millionenbereich realistisch.

Die australische Investmentbank Macquarie, die Piepenburg bei der Käufersuche unterstützte, hatte ursprünglich 15 Investoren angesprochen. Davon hätten letztlich fünf verbindliche Angebote abgegeben. Bei dem Käufer Solar Power handelt es sich um einen der größten Solarmodulhersteller Amerikas. Der Abschluss des Deals muss noch von den Behörden in Deutschland und den USA abgesegnet werden. Erst vor knapp drei Wochen musste Solarworld erneut Insolvenz anmelden.

VW signalisiert Interesse an US-Wettbewerber Navistar

VW Truck & Bus, die Lkw-Sparte des Automobilkonzerns, signalisiert Interesse an einer möglichen Übernahme des US-Truckherstellers Navistar. Wie der Finanzchef von VW Truck & Bus, Matthias Gründler, am Montag bei einer Pressekonferenz mitteilte, sei eine Übernahme „theoretisch möglich“. VW hatte sich 2016 über seine Lkw-Sparte mit 17 Prozent an Navistar beteiligt.

Die Übernahmepläne stehen im Zusammenhang mit der bevorstehenden Aufspaltung der Lkw-Sparte, zu der auch die Traditionsmarken MAN und Scania gehören. VW will Truck & Bus in den kommenden zwölf Monaten fit für die Börse machen, um die Konkurrenten Daimler und Volvo international angreifen zu können. Dafür denkt der Konzern auch über Zukäufe nach.

Kartellamt prüft vor Innogy-Deal Marktmacht von RWE

Das Bundeskartellamt will im Zuge des geplanten Mega-Deals zwischen den Energiekonzernen E.on und RWE zunächst die Marktmacht von RWE in der Stromerzeugung prüfen. RWE sei mit einem Marktanteil von rund 33 Prozent der mit Abstand führende Anbieter auf dem deutschen Erstabsatzmarkt für Strom.

Neben der Prüfung durch das Kartellamt sorgt auch die anstehende Filetierung des Energiekonzerns Innogy durch den Mutterkonzern RWE und den Konkurrenten E.on  für massive Unruhe in der Innogy-Belegschaft. Konkret geht es dabei um ein Treffen zwischen Innogy-Chef Uwe Tigges und E.on-CEO Johannes Teyssen. Der Innogy-Chef fordere laut einem Bericht des  „Handelsblatt“, dass E.on verbindlich auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten solle.

PE-Investor Advent erwirbt Generika-Sparte von Sanofi

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat einen Käufer für seine Generika-Sparte Zentiva gefunden. Der PE-Finanzinvestor Advent übernimmt das Geschäft für 1,9 Milliarden Euro, teilt Sanofi mit. Die Transaktion soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Im vergangenen Jahr 2017 erzielte Sanofi einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro. Der US-amerikanische  Finanzinvestor Advent verwaltet ein Vermögen von rund 18 Milliarden Euro. 2017 bot das PE-Haus gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft Permira für den deutschen Generikahersteller, unterlag letztlich aber den Investoren Bain und Cinven.

Deutsche Bank bricht Verkauf von Indien-Geschäft ab

Die Deutsche Bank hat die Verkaufsgespräche für ihr Privatkundengeschäft in Indien abgebrochen. Die Verhandlungen mit der IndusInd Bank seien gescheitert, heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“. Ähnliches berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise. Das Kaufangebot habe deutlich unter den Erwartungen der Deutschen Bank gelegen. Das Finanzinstitut hat sich bisher nicht zu den Berichten geäußert.

In den vergangenen Jahren hatte die Deutsche Bank ihre Präsenz in Indien schrittweise reduziert. 2010 trennte sie sich vom indischen Hypothekengeschäft, kurz danach verkaufte sie ihre indische Vermögensverwaltungssparte.

Offenbar drei Bieter für Verkaufssender HSE24

Drei Bieter sollen im Bieterkampf um den Verkaufsfernsehsender HSE24 noch im Rennen sein. Die Finanzinvestoren BC Partners, Apax und Pamplona hätten es in eine zweite Bieterrunde geschafft, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf Finanzkreise. Keiner der drei möglichen Käufer, wollte die Sachlage kommentieren.

HSE24 werde mit mehr als 1,5 Milliarden Euro bewertet, heißt es weiter. Den „Reuters“-Informationen zufolge, dürfte HSE24 im laufenden Jahr  einen Betriebsgewinn (Ebitda) von rund 140 Millionen Euro erzielen. Der Sender gehört seit 2008 dem Finanzinvestor Ardian.

US-Investor startet Offerten für CA Immo und Immofinanz

Der US-Investor Starwood Capital beginnt seinen angekündigten Einstieg bei den österreichischen Immobilienkonzernen Immofinanz und CA Immo. Mitte der Woche hat Starwood seine Offerten für die Minderheitsbeteiligungen bei den Unternehmen vorgelegt. Der Investor bietet für einen Anteil von 26 Prozent an CA Immo und einen Anteil von bis zu 5 Prozent an Immofinanz insgesamt rund 800 Millionen Euro.

Starwood hat kürzlich die Erlaubnis für die Angebote von der Übernahmekommission in Wien erhalten. Starwood Capital will bis zu 25,7 Millionen Aktien von CA Immo zu je 27,50 Euro und bis zu 56 Millionen Aktien der Immofinanz zu je 2,10 Euro erwerben. Die Angebotsfrist für CA Immo läuft eigenen Angaben zufolge bis 16. Mai. Die Frist für Immofinanz endet am 30. Mai.

Lufthansa soll bestes Alitalia-Angebot vorgelegt haben

Aussagen des italienischen Industrieministers Carlo Calenda zufolge hat der Luftfahrtkonzern Lufthansa die besten Chancen, die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia zu übernehmen. Laut Unternehmensangaben sollen insgesamt drei Offerten für die die die insolvente Alitalia eingegangen sein, darunter auch ein Gebot des Billigfliegers Easyjet. Um wen es sich bei dem dritten Kaufinteressenten handelt, ist offiziell nicht bekannt. Doch einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ zufolge soll es sich bei dem dritten Interessenten um den Finanzinvestor Cerberus handeln, der gemeinsam mit Easyjet geboten haben soll.

Lufthansa liebäugelt bereits seit Monaten mit einer Übernahme von Alitalia. Bisher wurde stets betont, dass Lufthansa jedoch lediglich Interesse an einer neu aufgestellten „New Alitalia“ habe. Der italienische Luftfahrtanbieter Alitalia musste im Frühjahr 2017 Insolvenz anmelden, nachdem sich die Gewerkschaften gegen einen Rettungsplan des Managements stellten.

M&A-Personalien

Rüdiger Herrmann wechselt gemeinsam mit Jochen Eimer, Alicia Hong und Monika E. Richter von der Kanzlei Dechert zu der Wirtschaftskanzlei McDermott Will & Emery an den Standort  Frankfurter Rüdiger Herrmann und sein Team beraten eigenen Angaben zufolge Unternehmen bei M&A-Deals in den Sektoren Biotech und Pharma. Zudem begleitet Herrmann Börsengänge sowie Private-Equity- und Venture Capital-Transaktionen.

Oliver Bach wechselt zu der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO. Dort wird Bach BDO zufolge in den Bereichen Corporate Finance und Advisory Services am Standort Frankfurt tätig sein. Zuvor war der 49-Jährige unter anderem rund zehn Jahre als Director bei der UBS in Frankfurt insbesondere für die M&A-Beratung mittelständischer Familienunternehmen in der DACH-Region sowie institutioneller Investoren zuständig.

Christoph Hansmeyer wechselt vom Versicherungskonzern Allianz zur Deutschen Börse. Hansmayer war bisher M&A-Chef bei den Münchenern und wird in gleicher Funktion für die Deutsche Börse tätig sein. Das geht aus einem Bericht des „Handelsblatts“ hervor. Demnach habe Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer die Personalie in einer internen Mitteilung verkündet. 

Weitere Meldungen

Der PE-Investor Capvis hat den österreichischen Dentalspezialisten Amann Girrbach übernommen. Der bisherige Eigentümer TA Associates plant bereits seit 2016 den Verkauf des Zahntechnikspezialisten. Capvis wurde bei der Transaktion von den Wirtschaftskanzleien Ashurst (Federführung: Bernd Egbers und Christiane Bestgen) und Latham & Watkins (Federführung: Stefan Widder) beraten.

Der Regensburger Spezialmaschinenbauer Amicra Microtechnologies wurde von der in Hongkong gelisteten ASM Pacific Technology Limited übernommen. Die Investmentbank Woodside Capital Partners (WCP) hat Amicra bei der Transaktion beraten. WCP wurde von der deutschen Unternehmensberatung BBP unterstützt.

Der deutsche Teigwarenproduzent Alb-Gold Teigwaren hat die US-amerikanische Pasta-Manufaktur Al Dente Pasta Company übernommen. Durch den Zukauf verspricht sich Alb-Gold künftig zahlreiche Synergien, unter anderem im Bereich der Distribution in Nordamerika. Das 1968 gegründete Familienunternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 430 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro. Alb-Gold wurde von Allen & Overy beraten (Federführung: Markus Käpplinger).

Die Railpool-Gruppe, ein Leasingunternehmen für Lokomotiven und Schienenfahrzeuge, hat sämtliche Anteile an dem Eisenbahnreparaturbetrieb Northrail Technical Service von der Hamburger Paribus-Gruppe erworben. Die Railpool-Gruppe hat ihren Sitz in München und ist in 14 europäischen Ländern aktiv. Der Konzern wurde bei der Transaktion von der Kanzlei CMS (Federführung: Eckart Gottschalk) beraten.

Das Versicherungsunternehmen Axa und die Gothaer Versicherungsgruppe haben die Roland Rechtsschutzversicherung übernommen. Eigenen Angaben zufolge  wird Axa im Rahmen mehrerer Einzeltransaktionen ihre Beteiligung an Roland von 41 auf 60 Prozent erhöhen, Gothaer wird 40
Prozent der Anteile halten. Die Kanzlei Hengeler Mueller hat Axa bei der Transaktion beraten.

Der Ticketing-Anbieter CTS Eventim hat sich am italienischen Konzert- und Musicalveranstalter Vivo Concerti beteiligt. Die Transaktion umfasst weitere Aktivitäten  des Vivo Concerti-CEOs Clemente Zard, die auf Vivo Concerti übertragen werden. Über die Höhe der Beteiligung oder den Kaufpreis ist nichts bekannt. „Insgesamt haben wir in Italien mehr als 100 Millionen Euro Umsatz dazugekauft", teilte eine Unternehmenssprecher lediglich gegenüber der Nachrichtenagentur „Dpa“ mit.  Im  Jahr  2017 erwirtschaftete Eventim mit 3.020 Mitarbeitern in 23 Ländern einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

Die Ergo Group hat ihre Leben- und Nicht-Leben-Tochtergesellschaft in Kroatien an die Sava Insurance Company verkauft. Zudem übernimmt die Euroins Insurance Group (EIG) die europäische Reiseversicherungstochter in der Ukraine. Die Prämieneinnahmen der beiden Ergo Tochtergesellschaften beliefen sich im Jahr 2017 auf 18,2 Millionen Euro.

Wacker Biotech, ein Auftragshersteller von biopharmazeutischen Proteinen, hat eine Biotechnologieanlage von Synco Bio Partners in den Niederlanden übernommen. Wacker Biotech ist eine Tochtergesellschaft des Chemiekonzerns Wacker, der 2017 einen Umsatz von rund 4,92 Milliarden Euro erzielte.

Die Investmentgesellschaft EQT Mid Market Europe steigt bei BBS Automation, einem Münchner Anbieter von Automatisierungslösungen für komplexe Montage- und Prüfprozesse, ein. Mit fast 550 Mitarbeitern an den Produktionsstandorten in Deutschland, China, Malaysia und den USA agiert BBS als globaler Partner von Blue Chip-Unternehmen bei der Automatisierung ihrer Prozesse. Die Münchner wurden bei der Transaktion von der Anwaltskanzlei Bird & Bird (Federführung: Stefan Münch und Stephan Kübler) beraten.

Die TTL Beteiligungs- und Grundbesitz-AG hat eine Sachkapitalerhöhung von rund 1,1 Millionen Euro beschlossen und erwirbt in diesem Rahmen weitere Anteile an der Deutschen Immobilien Chancen Real Estate. Die TTL Beteiligungs- und Grundbesitz-AG erhöht ihre mittelbare Beteiligung an der DIC Real Estate gleichzeitig auf 21,81 Prozent. Der Wert der Sacheinlage wurde mit rund 3,9 Millionen Euro bewertet.

Software Quality Systems (SQS), ein deutschen Anbieter von Services im Bereich Qualitätssicherung für digitale Geschäftsprozesse, hat das Londoner Beratungsunternehmen Moorhouse Consulting übernommen. 2017 erwirtschaftete Moorhouse nach eigenen Angaben einen Umsatz von 22,2 Millionen Pfund (25,7 Millionen Euro). Das Beratungsunternehmen wurde bei der Transaktion von Clearwater International (Federführung: James Barraclough) beraten.

RAD-x, ein europäischer Betreiber im Bereich der diagnostischen Bildgebung, übernimmt das Teleradiologische Zentrum Koblenz, einen Anbieter von Dienstleistungen für Krankenhäuser in Deutschland. Der Teleradiologie-Dienstleister versorgt bundesweit über 30 Krankenhäuser und Radiologiepraxen mit Krankenhausanbindung.

Die Warenhauskette Karstadt steigt bei dem insolventen Curated Shopping-Anbieter Kisura ein. Wesentliche Assets der Stilberatung sollen von Karstadt übernommen worden sein. Der Unternehmenssitz von Kisura werde in die Karstadt-Filiale nach Berlin verlegt.

Das Beratungsunternehmen Loancos hat die Berliner Inkasso (BIG), ein Tochterunternehmen des Finanzdienstleisters Subito, übernommen. Damit erweitert die Loancos ihre Dienstleistungen für Kreditinstitute um den Bereich Bearbeitung nicht besicherter-Forderungen. Die BIG betreibt derzeit Büros in Hamburg und in Bochum.

Volkswagen Financial Services hat sich mit insgesamt 90 Prozent an dem portugiesischen Softwareunternehmen VTXRM beteiligt. VTXRM deckt eigenen Angaben zufolge über seine Software Accipiens das gesamte Spektrum der elektronischen Vertragsverarbeitung von Finanz- und Leasingunternehmen ab und wird von Volkswagen-Finanzsparte nach eigenen Angaben bereits in zahlreichen Ländern eingesetzt.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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