KKR befördert Deutschlandchef Christian Ollig zum Partner.

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09.12.19
Deals

KKR macht Deutschlandchef Christian Ollig zum Partner

KKR-Deutschlandchef Christian Ollig wird ab Januar 2020 Partner bei dem US-Investor. Das Private-Equity-Haus hat ein aktives Jahr in Deutschland hinter sich.

Beförderung für Christian Ollig: Der Deutschlandchef des Private-Equity-Investors KKR steigt vom Managing Director zum Partner auf. Die Beförderung tritt zum 1. Januar 2020 in Kraft. Ollig ist nicht der einzige, der die Karriereleiter bei dem umtriebigen PE-Haus nach oben steigt: Neben ihm hat KKR noch sieben weitere Mitarbeiter aus dem europäischen PE-Team auf verschiedenen Hierarchieebenen befördert.

Christian Ollig arbeitet seit 2008 bei KKR. Davor war er im M&A-Segment und Medien-Bereich von Lehman Brothers in New York und Frankfurt und im Bereich Corporate Finance bei PwC in London tätig. Anfang 2018, mit der Eröffnung des ersten Deutschlandbüros von KKR in Frankfurt am Main, wurde Ollig – zunächst als einziger Mitarbeiter in Frankfurt – Standortleiter des Deutschlandbüros.

Wie viele Mitarbeiter aktuell für KKR in Frankfurt arbeiten, gibt das Private-Equity-Haus nicht bekannt. Einem KKR-Sprecher zufolge arbeiten zurzeit sechs deutsche Seniors im europäischen Private-Equity-Bereich.

Christian Ollig hat KKRs Einstieg bei Springer arrangiert

Für KKR war Ollig schon an einigen prominenten deutsche Deals maßgeblich beteiligt. Dazu zählen die Investments in die beiden baden-württembergischen Unternehmen WMF und Wild Flavors. Den Haushaltswarenhersteller WMF hat KKR nach vier Jahren Haltedauer im Jahr 2016 an die französische SEB weiterverkauft, Wild Flavors wechselte schon im Jahr 2014 nach ebenfalls vier Jahren Investmentdauer den Besitzer. Auch bei dem Investment in den Rüstungshersteller Hensoldt, der seit 2017 im Portfolio von KKR zu finden ist, war Ollig dabei.

In diesem Jahr hat Christian Ollig für KKR bereits zwei Transaktionen begleitet. Im Juni stieg KKR bei Axel Springer ein. Mittlerweile steht der US-Investor bei Springer kurz vor dem Squeeze-out der anderen Aktionäre. Nur zwei Monate später folgte KKRs Einstieg beim Zahlungsdienstleister Heidelpay, ebenfalls mit Olligs Unterstützung.

KKR verfolgt ambitioniertes Medienprojekt

Die US-Amerikaner sehen auf dem deutschen Markt und speziell im TMT-Sektor (Technologie, Medien und Telekommunikation) großes Potential, um weiter zu wachsen. Gerade im Mediensegment verfolgt der Investor derzeit ambitionierte Ziele. KKR baut derzeit ein neues deutsches Filmstudio auf und hat dafür schon verschiedene Übernahmen getätigt: die Tele-München-Gruppe, den Universum Filmverleih, die Produktionsfirma i&u TV sowie die Filmproduktionsfirma Wiedemann & Berg.

Auch der Leiter des europäischen Investmentteams für Technologie, Medien und Telekommunikation, Philipp Freise, der sich mit den Deals am deutschen Medienmarkt einen Namen gemacht hat, ist vor wenigen Wochen befördert worden. Er ist nun Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts und besetzt die Position gemeinsam mit Mattia Caprioli.

olivia.harder[at]finance-magazin.de

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