Der Mittelständler KD Pharma ist seit über sieben Jahren im Portfolio von Capiton. Über einen Kniff kann der Finanzinvestor das Unternehmen jetzt noch länger halten.

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09.01.20
Deals

Private-Equity-Ticker: Capiton, CIC Capital , Emeram

Capiton verkauft KD Pharma an sich selbst, CIC Capital wird zu Crédit Mutuel Equity, und Mitgründer Volker Schmidt verlässt Emeram. Die wichtigsten News aus der PE-Szene im FINANCE-Private-Equity-Ticker.

Capiton greift bei KD Pharma in die Trickkiste

Der Berliner Private-Equity-Investor Capiton zögert den Exit bei dem deutschen Mittelständler KD Pharma hinaus. Capiton war bereits 2013 bei dem Unternehmen aus dem saarländischen Bexbach eingestiegen. Um es nun länger im Portfolio halten zu können als für Private Equity üblich, haben sich die Berliner eine komplexe Transaktion ausgedacht: Capiton gründet eine neue Zweckgesellschaft, die KD Pharma erwirbt. 

Die Geldgeber dieses Vehikels sind zum Teil Investoren des alten Fonds, aber auch neue Co-Investoren. Namentlich genannt werden Pantheon und Aberdeen Standard. Über diesen Weg konnten sich die bestehenden Investoren entweder auszahlen lassen oder weiter investiert bleiben. Die genaue Transaktionsgröße ist nicht bekannt, doch KD Pharma sicherte sich über die Transaktion nach eigenen Angaben „weiteres Wachstumskapital“.

Der Vorteil bei diesem Deal für Capiton: Der Private-Equity-Investor kann durch den Verkauf für manche seiner Investoren den Gewinn realisieren, muss KD Pharma aber trotzdem noch nicht komplett verkaufen. Bei einem späteren Verkauf könnte Capiton – sofern die geplante Wachstumsstrategie aufgeht – einen höheren Kaufpreis erzielen. Um dieses Wachstum zu finanzieren, hat Capiton für KD Pharma auch eine neue Fremdkapitalfinanzierung aufgesetzt. 

Ardian verkauft Riemser an Strategen

Ardian hat sein Pharmaunternehmen Riemser nach über sieben Jahren an den spanischen Pharmakonzern Esteve verkauft. Das gab der französische Finanzinvestor bekannt. Verkaufsgedanken hegten die Franzosen aber schon länger, bereits im März 2018 berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass die M&A-Berater von Rothschild und Jeffries mit der Käufersuche beauftragt worden seien.

Riemser war seit 2012 im Portfolio von Ardian, musste zwischendurch jedoch restrukturiert werden, wie aus Finanzkreisen zu vernehmen ist. Riemser soll unter anderem die Konkurrenz des Wettbewerbers Cheplapharm zu schaffen gemacht haben, hinter dem mit der Braun-Familie die früheren Macher von Riemser stehen. 

Heute stammen rund 80 Prozent des Umsatzes von Riemser Ardian zufolge aus Produkten für die klinische Anwendung. Geschäftsfelder wie die Dental- und Tiermedizin und das Medical Devices Business seien verkauft worden. Das Kerngeschäft hatte Ardian dagegen mit Zukäufen gestärkt, 2014 mit dem französischen Pharmaunternehmen Keocyt, 2015 mit dem englischen Pharmavertriebler Intrapharm. Im Jahr darauf übernahm Riemser die Zentrale-Nervensystem-Sparte von Dolorgiet und 2019 die spanische Vertriebsgesellschaft Zaltanpharma.

CIC Capital schmiedet CF Group

Der französische Private-Equity-Investor CIC Capital hat sich in Crédit Mutuel Equity umbenannt. Mit der Namensänderung rückt die Beteiligungsgesellschaft optisch enger an den Mutterkonzern heran. Der Private-Equity-Investor gehört zu 100 Prozent der französischen Bankengruppe Crédit Mutuel Alliance Fédérale. 

2018 eröffnete die Beteiligungsgesellschaft ein Büro in Frankfurt unter der Leitung von Sébastien Neiss. Seitdem hat Crédit Mutuel Equity nach eigener Aussage fünf Investments in Deutschland getätigt – alles Minderheitsbeteiligungen.

Im Dezember gab der Finanzinvestor den Zusammenschluss der beiden Schwimmbadausrüster Chemoform aus Deutschland und der Fija-Gruppe aus Frankreich zur CF Group bekannt (Federführung: Sébastian Neiss). Crédit Mutuel Equity hält an der CF Group einen Minderheitsanteil. Das kombinierte Unternehmen setzt jährlich rund 200 Millionen Euro um. 

Permira gibt Mehrheit an P&I an Hg zurück

Zurück zur Ex: Der britische Finanzinvestor Permira verkauft den Personal-Software-Entwickler P&I für 2 Milliarden Euro an den Branchennachbarn Hg. Dieser hatte das Wiesbadener Unternehmen 2016 selbst für kolportierte 800 Millionen Euro an Permira verkauft. Der Deal ist abgesehen vom Preis derselbe, aber mit anderen Vorzeichen: Wie Hg einst beim Verkauf an Permira sicherte sich Permira nun auch beim Verkauf an HG eine Rückbeteiligung an P&I. Nach FINANCE-Informationen liegt diese knapp unter 25 Prozent. 

Vor der ersten Zeit bei Hg hatte P&I noch einem anderen Finanzinvestor gehört, dem US-Haus Carlyle. Damit wandert P&I nun schon zum vierten Mal ins Portfolio einer Beteiligungsgesellschaft. Interessant: Auch der französische Finanzinvestor Ardian hatte den deutschen Call-Center-Betreiber CCC ebenfalls zweimal im Portfolio, verkaufte das Unternehmen zuletzt aber an einen kanadischen Strategen

Hellman & Friedman benügen sich mit Autoscout24

Bei dem Versuch, Scout24 komplett zu übernehmen, war der US-Private-Equity-Investor Hellman & Friedman im Mai 2019 noch gescheitert. Der Finanzinvestor gibt sich aber auch mit weniger zufrieden und übernimmt nun Autoscout24. Dafür greift Hellman & Friedman (Federführung: Blake Kleinman) allerdings tief in die Tasche und bezahlt 2,9 Milliarden Euro, was dem 26-Fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) entspricht.

Für Außenstehende erscheint der Kaufpreis für Autoscout24 trotz eines hohen Cashflows und einer Ebitda-Marge von 58 Prozent hoch. Sogar der bei Scout24 investierte Aktivist Elliott hatte vorab nur mit einer Bewertung von 2,5 Milliarden Euro gerechnet. AutoScout24 zu einer Wertsteigerung zu führen, dürfte für Hellman &Friedman alles andere als einfach werden. Der Finanzinvestor scheint darauf zu setzen, dass er das Unternehmen bereits aus der ersten Investitionsphase noch gut kennt. Zwischen Januar 2013 und Herbst 2015 waren die US-Amerikaner schon einmal investiert, ehe Scout24 an die Börse ging. 

Aurelius übernimmt Zim Flugsitz von Gründerehepaar

Der Münchener Turnaround- und Private-Equity-Investor Aurelius – einst bekannt geworden für seine 1-Euro-Deals – übernimmt den mittelständischen Flugzeugsitzhersteller Zim Flugsitz von dem Gründerehepaar Angelika und Peter Zimmermann. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und setzt nach eigenen Angaben jährlich rund 55 Millionen Euro um.

Die von Dirk Markus gegründete Aurelius investiert nach wie vor in harte Turnaround-Kandidaten, inzwischen aber auch in etwas besser aufgestellte Unternehmen. Diese sind aber in der Regel Töchter von Großkonzernen. Im Sommer gelang dem Finanzinvestor der beste Exit der Unternehmensgeschichte, als der Verpackungshersteller Solidus für 16x Geld verkauft wurde. 

Afinum kauft und verkauft Technologieunternehmen

Afinum mischt sein Portfolio durch: Fast LTA kommt neu hinzu, Midoco wird verkauft. Wie der Münchener Private-Equity-Investor mitteilte, hat er kurz vor Weihnachten den Datenspeicheranbieter Fast LTA von den Gründern übernommen. Die Transaktion ist nach eigener Aussage bereits die siebte Plattformtransaktion des achten Buy-out-Fonds von Afinum, der 410 Millionen Euro schwer ist.

Ebenfalls im Dezember gab Afinum den Verkauf des ERP-Systemanbieters Midoco an den Technologieinvestor Lea Partners (Federführung: Christian Roth) bekannt. Der Hamburger Finanzinvestor BID Equity hatte einen Minderheitsanteil und soll diesen auch unter der Regie von Lea behalten. Auch die drei Gründer Steffen Faradi, Marcus Haarmann und Jörg Hauschild wollen an Midoco beteiligt bleiben. Unter der Regie von Afinum kaufte das Unternehmen 2018 unter anderem den Schweizer Wettbewerber Umbrella. 

Weitere Private-Equity-Deals

Der US-Finanzinvestor KKR (Federführung: Vincent Policard) steigt bei dem österreichischen Leasing-Anbieter für Schienenverkehr European Locomotive Leasing aus. Das Unternehmen wurde laut KKR Anfang 2014 zusammen mit CEO Christoph Katzensteiner gegründet. Käufer der KKR-Anteile ist ein Konsortium, bestehend aus Axa Investment Managers – Real Assets und Crédit Agricole Assurances. KKR finanzierte das Investment aus seinem 20 Milliarden US-Dollar schweren Infrastrukturfonds heraus.

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Arcus Capital übernimmt zusammen mit dem Kölner Wachstumsinvestor BE Beteiligungen den Händler für Babyprodukte Lässig im Rahmen eines Primary Buy-outs. Verkäufer sind die drei Inhaber Claudia und Stefan Lässig sowie Karin Heinrich. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. 

Der Schweizer Private-Equity-Investor Cross Equity Partners hat für sein Portfoliounternehmen WDM Wolfshagener Draht- und Metallverarbeitung den deutschen Wettbewerber Midrahtec aus Leisning übernommen. Cross war Ende 2017 bei WDM eingestiegen und verfolgt dort seitdem eine Buy-and-Build-Strategie.

Waterland (Federführung: Gregor Hengst) wurde auch im Dezember noch einmal auf dem Add-on-Markt aktiv. Wie der niederländische Finanzinvestor mitteilte, legte er sein in Bremen ansässiges Portfoliounternehmen Hansefit mit dem niederländischen Wettbewerber Bedrijfsfitness (BFNL) zusammen. Beide Unternehmen bieten Fitnessangebote für Unternehmen an. Hansefit wurde im März 2019 von Waterland übernommen. BFNL und dessen Gründer Klaas Hamstra und Jacco Borger gehen nun in dem deutschen Unternehmen auf und werden im Zuge der Transaktion an Hansefit beteiligt. 

Und auch für das im April 2019 erworbene Physiounternehmen Rehacon kaufte Waterland zu: das Therapiezentrum Vaterstetten. Gleichzeitig verpasste Waterland Rehacon mit Athera einen neuen Markennamen. Zudem soll Rehacon-Gründer als Vorsitzender in den Beirat wechseln. Neuer CEO wird Albrecht Grell, der zuletzt die Augenheilkundegruppe Zentrum Gesundheit geführt hat – ebenfalls ein ehemaliges Waterland-Unternehmen, das der Finanzinvestor vergangenes Jahr an die Nordholding verkauft hat. Neuer Finanzchef wird Heiko Hickstein, der vom Hörgerätespezialisten Amplifon kommt.

Der Schweizer Finanzinvestor Invision beteiligt sich im Rahmen einer Nachfolgelösung an dem deutschen Familienunternehmen Reisenthel. Der Hersteller von Einkaufskörben und -taschen wurde 1971 gegründet. Die Mitglieder der Gründerfamilie sollen Invision zufolge beteiligt bleiben. Gründer Peter Reisenthel soll in den Beirat des Unternehmens wechseln. 

VR Equitypartner (Federführung: Christian Futterlieb) steigt bei dem Vermarkter für E-Books und Audiobooks Bookwire ein. Das gab die Beteiligungsgesellschaft der genossenschaftlichen DZ-Bank-Gruppe bekannt. Die Mehrheit soll weiterhin bei den beiden Gründern Jens Klingelhöfer und John Ruhrmann liegen, die das Unternehmen operativ führen.

Die beiden Münchener Private-Equity-Investoren Accursia Capital und Navigator Capital haben über einen Carve-out die Geschäftseinheit Body Panel Göppingen von dem deutschen Pressenhersteller Schuler übernommen. Für die Geschäftseinheit arbeiten nach eigener Aussage rund 200 der 6.600 Mitarbeiter von Schuler. Die Transaktion ist Teil eines Buy-and-Build-Projekts. Das zugehörige Plattforminvestment war Rath Werkzeugbau im Dezember 2018.

Der deutsche Private-Equity-Investor ECM hat den Umwelttechnologiedienstleister SIS übernommen (Federführung: Alexander Schönborn). Der Unternehmensgründer Guido Soyk soll ECM zufolge signifikant am Unternehmen beteiligt bleiben und als geschäftsführender Gesellschafter führen. Martin van der Veen, bisher Vertriebsleiter, soll zum zweiten Geschäftsführung aufsteigen.

Der Londoner Private-Equity-Investor IK Investment Partners hat den Gebäudetechnikhersteller MDT Technologies von den Gründern übernommen (Federführung: Mirko Jablonsky). MDT wurde 2009 gegründet und sitzt in Engelskirchen.

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Family Trust hat zusammen mit dem Co-Investor Tobias Fuhrmann die Dietsch-Polstermöbel-Gruppe im Rahmen einer Nachfolgelösung übernommen. Mitglieder der Gründerfamilie sollen weiterhin operativ tätig bleiben. Der Mittelständler beschäftigt nach eigener Aussage 190 Mitarbeiter und setzt jährlich rund 35 Millionen Euro um. 

Der niederländische Private-Equity-Investor Mentha Capital hat für seine Zollagentur Customs Support Group das deutsche Speditions-Kontor Gotthold Kunow samt dessen Verbundunternehmen übernommen im Rahmen einer Nachfolgelösung. Mentha zufolge sei dies bereits die sechzehnte Add-on-Transaktion für Customs Support. 

Die Berliner Beteiligungsgesellschaft Elvaston Capital hat den mittelständischen ERP-Hersteller Godesys erworben und mit den kurz zuvor übernommenen Wettbewerbern Step Ahead (Deutschland) und Informing (Schweiz) zusammengelegt. Die neue Step-Ahead-Gruppe beschäftigt Elvaston zufolge damit im deutschsprachigen Raum künftig 230 Mitarbeiter. 

Private-Equity-Personalien

Der Kopf hinter dem Medien-Coup von KKR in Deutschland steigt auf: Deutschlandchef Christian Ollig ist vom Managing Director zum Partner befördert worden. Ollig leitet seit Anfang 2018 das Deutschlandbüro von KKR. Zuvor wurde bereits Philipp Freise zum Co-Leiter für das europäische Private-Equity-Geschäft befördert.

Olligs Feder entspringen mehrere prominente Deals in Deutschland. Dazu zählen unter anderem WMF und Wild Flavors. Zudem mischte Ollig 2017 bei dem Kauf mit dem Rüstungsherstellers Hensoldt mit. Im vergangenen Jahr fädelte er zudem den Einstieg bei Axel Springer ein. Kurz darauf folgte die Beteiligung an dem Fintech Heidelpay.

Volker Schmidt wird den Münchener Private-Equity-Investor Emeram verlassen. Wie der Mitgründer des Finanzinvestors mitteilte, habe er sich dazu entschlossen, beim nächsten Fundraising nicht mehr mitzumachen. Die nächsten Monate will er mit Familie und Freunden verbringen, um sich im März mit neuen Plänen zurückzumelden.

Der belgische Finanzinvestor Gimv hat seinen Healthcare-Spezialisten Karl Nägler an den Venture-Capital-Investor Wellington Partners verloren. Wie die Münchener mitteilten, wechselte Nägler zum Jahresstart als Managing Partner zu Wellington. Bei Gimv fädelte Nägler unter anderem die Transaktionen von Breath Therapeutics, Prosonix und Covagen ein, die inzwischen alle an Strategen verkauft wurden. Seine Karriere begann Nägler bei Atlas Venture in London und München. Wellington investiert nach eigener Aussage vor allem in Early-Stage- und Growth-Stage-Unternehmen.

Fundraising

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hat für einen neuen Buy-out-Fonds über 1 Milliarde Euro eingesammelt. Das Zielvolumen liegt bei 1,1 Milliarden. Der Fonds ist damit in etwa so groß wie sein 2016 aufgelegter Vorgänger, der laut DBAG bereits acht Investments getätigt hat. Mit dem neuen Fonds passt der Frankfurter Private-Equity-Investor auch seine Strategie leicht an: Minderheitsinvestments will die DBAG künftig nur noch aus der eigenen Bilanz und nicht mehr aus dem Fonds heraus tätigen.

Metric Capital hat 1,2 Milliarden Euro für einen neuen Fonds eingeworben. Für den Londoner Finanzinvestor, der auch ein Büro in München unterhält, ist das nach eigener Aussage bereits der vierte Fonds. Dieser ist beinahe genauso groß wie alle seine Vorgänger zusammen. Derzeit hat Metric Capital zwei deutsche Unternehmen im Portfolio: den Telekomanbieter Signalhorn und den Lagerraumvermieter MCP Self Storage. Metric würde nach eigener Aussage pro Transaktion typischerweise zwischen 30 und 250 Millionen Euro investieren. Die Kapitalstruktur ist flexibel – in etwa vergleichbar mit dem Ansatz von ICG: Mehrheit, Minderheit, Growth Capital, Mezzanine bis hin zu Debt: Metric will alles abbilden können.

Blackfin Capital Partners hat die Milliardenmarke hingegen knapp verfehlt. Der französische Wachstumsinvestor hat seinen dritten Buy-out-Fonds bei 985 Millionen Euro geschlossen, damit aber den ursprünglichen Zielwert von 750 Millionen Euro übertroffen. Das Geld investiert Blackfin nach eigener Aussage ausschließlich in europäische Finanzdienstleister. Im vergangenen Jahr kaufte Blackfin mit dem Finanzberater Bonnfinanz auch ein deutsches Unternehmen. 

Neues Research

Deutsche IT-Unternehmen sind bei Private-Equity-Häusern heiß begehrt. Einer Studie von PwC zufolge haben Finanzinvestoren 2018 in den deutschen IT-Sektor 6,4 Milliarden Euro investiert und damit 26 Mal so viel wie im Krisenjahr 2007. Wie viel Geld in den deutschen IT-Sektor fließt, verdeutlicht das durchschnittliche Investitionsvolumen der vergangenen 20 Jahre, das PwC zufolge bei 59 Millionen Euro liegt. 

Schenkt man den PwC-Zahlen Glauben, so waren diese Investments für Private Equity durchaus erfolgreich. Jedes zehnte dieser Investments soll den siebeneinhalbfachen Einsatz gebracht haben. Aber: Auch bei mehr als einem Viertel aller Deals seien Verluste realisiert worden. In den kommenden Jahren erwartet PwC vor allem mehr Investments in Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Datenmanagement und Datenanalyse.

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