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Warum Private Equity (wieder) in Automotive investieren sollte

Ende der Tristesse? Mutige Private-Equity-Investoren greifen jetzt in der Autoindustrie zu. Foto: AA+W/stock.adobe.com
Ende der Tristesse? Mutige Private-Equity-Investoren greifen jetzt in der Autoindustrie zu. Foto: AA+W/stock.adobe.com

Man muss kaufen, wenn die Kanonen donnern, lautet eine bewährte Börsenweisheit. Private Equity verfolgt zwar ein viel stetigeres Investitionsmodell als Public-Equity-Investoren, aber das Grundprinzip hat auch dort in der Vergangenheit fast immer funktioniert: Investments in Zeiten niedriger Multiples und gedrückter Gewinne versprechen beim Exit einige Jahre später potentiell enorme Renditen.

Jetzt gerade sind die Multiples durch die Bank auf extrem hohem Niveau – außer bei Automotive. Dort liegen die FINANCE-Multiples aktuell bei 7,9x bis 10,5x Ebit, nur die Textilbranche schneidet noch schlechter ab.

Zuerst die Distressed-Deals, dann kommt Private Equity

Trotzdem zeigen die PE-Investoren ihrer einstigen Lieblingsbranche die kalte Schulter. Beim FINANCE Private Equity Panel, einer regelmäßigen Umfrage unter Mittelstands-PE-Investoren, gibt es 15 Branchen, deren Attraktivität als Investmentziel die PE-Manager bewerten sollen. Automotive liegt dort seit langem abgeschlagen auf dem letzten Platz. Auf einer Skala von 1 bis 10 erreicht der Attraktivitätswert der Branche gerade einmal 2,96. Zum Vergleich: Der Spitzenreiter Software/IT kommt auf 8,80 Punkte.

Doch der Trend zeigt zaghaft nach oben, zuletzt verzeichnete der Automotive-Wert seit Mitte 2020 drei Anstiege hintereinander. Und das zu Recht, meint der M&A-Berater Christian Saxenhammer, Inhaber und Chef der gleichnamigen M&A-Boutique: „Aktuell schlägt eher noch die Stunde der Turnaround-Investoren. Wegen der Chipkrise und der aufziehenden Magnesiumkrise rollt seit vier Wochen eine Insolvenzwelle durch die Autobranche, nachdem sich die Abrufe der OEMs zum Teil halbiert haben.“

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Doch ebenso, wie die Branche bei Produktion und Absatz eine Wende im nächsten Jahr erwartet, rechnet der M&A-Berater auch mit einer Trendumkehr am M&A-Markt: „Wir werden nächstes Jahr viele interessante Deals sehen – dann auch für klassische Finanzinvestoren.“ Saxenhammer sieht sogar ganz konkrete Subbranchen im Automobilsektor, die sich PE-Investoren unbedingt zeitnah ansehen sollten, bevor die Konkurrenz zuschlägt: „Einige PE-Fonds tun das jetzt schon sehr aktiv, zum Beispiel Häuser wie Hannover Finanz.“ Saxenhammer glaubt, dass diese „First Mover“ in den nächsten zwölf Monaten extrem attraktive Deals abschließen werden.

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