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Aurelius-Counsels gründen eigene M&A-Kanzlei

Die ehemaligen Aurelius-Counsels Dominik Massing (links) und Stephan Werner haben ihre eigene M&A-Kanzlei gegründet. Foto: Massing Werner

Ob Solidus, Minova oder Secop: Wann immer Aurelius Equity Opportunities in den vergangenen Jahren einen M&A-Deal eingetütet hat, waren Stephan Werner und Dominik Massing als hausinterne Rechtsspezialisten mit dabei. Nun haben die beiden Inhouse Counsels dem Private-Equity-Haus den Rücken gekehrt und in München ihre eigene Corporate- und M&A-Kanzlei „Massing Werner“ eröffnet. Schwerpunkt der neuen Kanzlei ist die rechtliche Beratung bei Private-Equity- und M&A-Transaktionen sowie im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht.

Als künftige Mandanten haben Massing und Werner vor allem namhafte PE-Häuser im Blick. „Wir haben in der Gründungsphase bereits das ein oder andere Haus neu kennengelernt“, sagte Stephan Werner gegenüber FINANCE. Ihm zufolge sei im noch immer boomenden Private-Equity-Markt das Bedürfnis nach Kanzleien, die eine partnerzentrierte Arbeit bieten, hoch. Auch mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber sind Werner und Massing nach eigenen Angaben weiterhin im Kontakt.

Massing und Werner haben M&A im Blut

Mit dem Fokus ihrer neuen Kanzlei knüpfen die Gründungspartner an ihre bisherigen Schwerpunkte in den Bereichen Private Equity/M&A sowie Gesellschafts- und Kapitalmarkrecht an. Ihre Erfahrung beschreiben die beiden Juristen als umfassend: „Wir haben Private-Equity-Investoren und Strategen bei weit über 100 Transaktionen, vor allem in kompetitiven Prozessen beraten”, sagt Dominik Massing, der seine Karriere nach dem Jurastudium in Münster 2010 als Associate bei Linklaters in Düsseldorf gestartet hatte.

2011 wechselte Massing zu Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser, wo er unter anderem den französischen PE-Investor Ardian beim Kauf des Spielzeugherstellers Schleich von HgCapital beriet, 2014 zog es ihn zu Hogan Lovells. Von dort wechselte er rund zwei Jahre später zu Sixt Leasing, wo er als Head of Legal die Rechtsabteilung für die Münchener aufbaute, bevor er im Dezember 2018 schließlich bei Aurelius anheuerte.

Das Private-Equity-Haus ist eines der wenigen, das ein eigenes Inhouse-Team von Transaktionsspezialisten unterhält – dies wohl auch deshalb, weil Aurelius mehr Deals abschließt als die meisten anderen PE-Häuser und auch Dutzende Spezialisten für operative Themen wie Produktion, Einkauf oder Logistik beschäftigt. Bei Aurelius lernte der 40-Jährige auch seinen heutigen Kanzleipartner Stephan Werner kennen.

Duo hat Aurelius‘ größte Exits begleitet

Werner, der seine Karriere 2010 nach dem Studium an der Columbia zunächst bei Freshfields Bruckhaus Deringer in München begonnen hatte, kam bereits 2016 zum Turnaround-Investor Aurelius. Dort hat der 44-Jährige unter anderem Deals wie den Verkauf des Nachhilfeanbieters Studienkreis an IK Investment oder den Ausstieg aus dem Kompressorenhersteller Secop an den japanischen Industriekonzern Nidec begleitet.

Als Inhouse Legal Counsel zeichneten die beiden in den vergangenen Jahren für die rechtliche Begleitung der internationalen M&A-Deals verantwortlich, zuletzt beim Kauf des britischen Bergbauzulieferers Minova. Auch am größten Deal der Unternehmensgeschichte von Aurelius, dem Exit beim niederländischen Verpackungshersteller Solidus im Juli 2019, waren Massing und Werner beteiligt. Der Verkauf an Centerbridge Partners hatte Aurelius 330 Millionen Euro in die Kasse gespült.

thomas.holzamer[at]finance-magazin.de

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Thomas Holzamer ist Redakteur bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die aktuellen Entwicklungen im Banken-Sektor, speziell das Firmenkundengeschäft. Er hat Politikwissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt studiert. Vor FINANCE arbeitete Thomas Holzamer mehr als 12 Jahre in den Redaktionen der Mediengruppe Offenbach-Post, zunächst als verantwortlicher Redakteur für Sonderpublikationen, später im Lokalen.