Wolfgang Ollig wechselt zurück nach Deutschland: Der frühere Hella-Finanzchef übernimmt den CFO-Posten bei Stada von Mark Keatley.

Rudi Ott/Sivantos

29.01.20
CFO

Wolfgang Ollig wird CFO bei Stada

Stada-CFO Mark Keatley geht von Bord, für ihn übernimmt der frühere Hella-CFO Wolfgang Ollig. Der hatte zuletzt in Südostasien Erfahrung in einem Private-Equity-geführten Unternehmen gesammelt.

Für Wolfgang Ollig geht es nach mehreren Jahren in Singapur wieder zurück nach Deutschland: Bereits in der kommenden Woche übernimmt er den CFO-Posten bei Stada von Mark Keatley, der das Pharmaunternehmen Ende Januar verlassen wird. 

Stada-CFO Keatley arbeitete an Transformation

Keatley war im Herbst 2017 nach der Stada-Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven als Finanzchef eingesetzt worden. Er habe sich „aus persönlichen Gründen“ dazu entschieden das Amt niederzulegen, teilte das Unternehmen nun mit. Stada-CEO Peter Goldschmidt lobte, Keatley habe in den zurückliegenden zwei Jahren „die Transformation des Konzerns zur Verbesserung von Effizienz und Produktivität federführend initiiert und umgesetzt“. Stada erzielte nach eigenen Angaben 2018 einen bereinigten Konzernumsatz von 2,3 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 503,5 Millionen Euro. 

Mit Wolfgang Ollig übernimmt ein CFO, der in den zurückliegenden Jahren sowohl mit Private Equity als auch mit Medizinprodukten Erfahrung gesammelt hat: Der promovierte Betriebswirt war 2016 CFO der Sivantos-Gruppe mit Sitz in Singapur geworden. Der Hörgerätehersteller Sivantos gehörte zu Siemens, bis der Konzern das Geschäft Ende 2014 an den PE-Investor EQT verkaufte.

Im vergangenen Jahr fusionierte Sivantos mit dem dänischen Unternehmen Widex und firmiert seitdem als WS Audiology. Ollig wurde nach dem Merger CFO der gemeinsamen Einheit mit insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro Umsatz und 10.000 Mitarbeitern.

Nächster Halt Singapur

Vor einigen Jahren ging Wolfgang Ollig nach Singapur, um als CFO bei Sivantos zu arbeiten. Warum das Land für ihn reizvoll war und was der neue Job so mit sich brachte, können Sie hier nachlesen (1,99 € zzgl. MwSt.).

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Wolfgang Ollig startete seine CFO-Karriere bei Hella

Für Ollig bedeutet der Wechsel zu Stada auch den Wechsel zurück nach Deutschland, wo er seine CFO-Karriere einst startete. Ollig arbeitete zu Beginn seines Berufslebens bei McKinsey, 2004 wechselte er dann von der Unternehmensberatung in das Konzerncontrolling des Autozulieferers Hella in Lippstadt und zog zwei Jahres später in die Geschäftsführung ein. Für Hella, im Gegensatz zu seinen späteren Arbeitgebern ein Familienunternehmen, emittierte Ollig als Finanzchef mehrere Unternehmensanleihen und orchestrierte 2014 den Börsengang in Form von Privatplatzierungen.

„Ich hatte Lust auf eine neue Herausforderung und wollte gern einmal im Private-Equity-Umfeld arbeiten“, begründete Ollig damals im Gespräch mit FINANCE den Wechsel von Hella zu Sivantos nach Singapur. Ein Private-Equity-Eigentümer erwartet den designierten Finanzchef nun auch wieder in Bad Vilbel.

Mehr über den Werdegang des scheidenden Stada-Finanzchefs finden Sie im FINANCE-Köpfe-Steckbrief von Mark Keatley.

Wie Wolfgang Ollig die ersten Monate als CFO in Singapur erlebt hat, können Sie hier nachlesen.