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Restrukturierungsnews: Hess Automotive, Lloyd Werft, FAM

Hess Automotive liefert als Großhändler Autoteile für Werkstätten und Fachhändler. Nun haben die Kölner einen Insolvenzantrag gestellt. Foto: AA+W - stock.adobe.com
Hess Automotive liefert als Großhändler Autoteile für Werkstätten und Fachhändler. Nun haben die Kölner einen Insolvenzantrag gestellt. Foto: AA+W - stock.adobe.com

Hess Automotive stellt Insolvenzantrag

Die Kölner Hess Automotive hat Insolvenzantrag gestellt. Vorläufiger Verwalter ist Christoph Niering (Kanzlei Niering Stock Tömp). Das Unternehmen mit rund 1.500 Beschäftigten, das als Großhändler für Werkstätten und Fachhändler tätig ist, will einen neuen Investor an Bord holen. Hinter dem Betrieb steht die Inhaberfamilie Hess.

Hess Automotive hat in den zurückliegenden Jahren Wettbewerber wie Jakobs, Schwenker und Werthenbach Autoteile übernommen, das schwache Auftragsvolumen der zurückliegenden Monate hat den Betrieb jedoch in Schieflage gebracht und einer Mitteilung zufolge „die Liquiditätssituation verschärft“. Niering zufolge gebe es bereits „belastbare Anfragen“ von interessierten Investoren, diese sollen nun konkretisiert werden.

Lloyd Werft geht an Zech und Rönner

Die ersten zwei zur MV Werften Gruppe gehörenden Standorte sind verkauft: Die Bremerhavener Lloyd Werft geht an ein Konsortium aus Zech und Heinrich-Rönner-Gruppe. An der Werft hatte auch der Yachtbauer Al Seer Marine aus Abu Dhabi Interesse. Die Übernahme, deren Abschluss für die zweite Märzhälfte geplant ist, soll 230 Arbeitsplätze sichern und im Zuge eines Share Deals erfolgen. Der Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit wird zurückgenommen.

In Stralsund hat die Stadt die Werft erworben. Vorläufiger Insolvenzverwalter der MV Holdings ist Christoph Morgen (Brinkmann & Partner). Bei beiden Transaktionen wurde er von BRL beraten. Die M&A-Prozesse begleitete ein Team von Enomyc um Martin Hammer, Matias Otto und Nils Heidelk. Die Hansestadt Stralsund wurde von SJPP beraten. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund ist inzwischen in die Transfergesellschaft „Küste“ gewechselt, die im Wesentlichen durch ein Massedarlehen des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert wird. Das weitere Insolvenzverfahren der MV Werften Gruppe fokussiert sich nun auf den Erhalt der Standorte in Wismar und Rostock-Warnemünde sowie die Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes Global Dream 1.

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Aus der Werften-Insolvenz zu neuen Ufern

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Investoren wenden sich von Anlagenbauer FAM ab

Der Anlagenbauer FAM hat die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Magdeburger Unternehmen habe nach zwei Corona-Krisenjahren einen „großen Einbruch im Anlagenbau“ gespürt, hieß es zur Begründung. Das auf Schüttgut-Technologie und Aufbereitungstechnik spezialisierte Unternehmen steckt einer Mitteilung zufolge „seit einigen Jahren in Schwierigkeiten“ und kämpft gegen rückläufige Aufträge. Im Herbst 2021 hatte FAM lokalen Medien zufolge bereits etwa 100 der damals 600 Arbeitsstellen abbauen müssen. Die hinter dem Unternehmen stehenden Investoren seien nun nicht bereit gewesen, weitere Investitionen mitzutragen, hieß es zur Begründung für den Insolvenzantrag.

FAM gehörte zuletzt der Beteiligungsgesellschaft Ceterum Holding. Die Nachrichtenagentur dpa zitierte einen Sprecher der Investorengesellschaft mit der Aussage, Ceterum habe als Gesellschafter bei FAM in den zurückliegenden Jahren rund 30 Millionen Euro investiert und sei für Bürgschaften über 40 Millionen Euro eingestanden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Auftragslage und der Entscheidungen zum Kohleausstieg sei eine Fortsetzung des Engagements nicht möglich gewesen.

Lucas F. Flöther und Florian Eckelt (beide Flöther & Wissing) beraten die FAM-Geschäftsführung als Generalhandlungsbevollmächtigte, ein Sanierungsteam von BRL begleitet das Eigenverwaltungsverfahren. Die Tochtergesellschaften im Ausland sowie eine Tochtergesellschaft für Servicedienstleistungen in Cottbus sind von dem Eigenverwaltungsverfahren zunächst nicht betroffen.

Deutsche Lichtmiete jetzt mit starkem Verwalter

Die Deutsche Lichtmiete AG ist erneut in einem vorläufigen Insolvenzverfahren: Dieses Mal ging der Antrag offenbar von Gläubigern aus. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rüdiger Weiß (WallnerWeiß). Er ist als sogenannter „starker Verwalter“ eingesetzt und kann damit die Gesellschaft alleine vertreten und über Zahlungen verfügen. Im Vorstand der Lichtmiete hat inzwischen Gert Sieger das Steuer übernommen.

Auch diverse Gruppenunternehmen einschließlich der Produktions- und Vermietgesellschaft befinden sich wieder im vorläufigen Insolvenzverfahren, in diesen Fällen allerdings mit einer schwachen vorläufigen Verwaltung. In diesen Fällen können die Schuldner Verfügungen mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters tätigen.

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Deutsche Lichtmiete erneut im Insolvenzverfahren

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Nach einer kuriosen Wendung steckt die Deutsche Lichtmiete erneut in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Im Unterschied zum ersten Mal hat der Verwalter nun mehr Macht – auch gegenüber dem Management.

Weitere Insolvenz- und Sanierungsverfahren

Die auf Gebäudereinigung spezialisierte Jacobi-Gruppe hat den im pfälzischen Frankenthal ansässigen Dienstleister Stolz + Post übernommen. Stolz + Post hatte im Dezember ein Insolvenzverfahren beantragt, Verwalter war Mac-Philippe Hornung (SZA Schilling, Zutt & Anschütz). Alle 100 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Das Unternehmen Rupp-Spritzguss hat Insolvenzantrag gestellt, vorläufiger Verwalter ist Holger Blümle von Schultze & Braun. Derzeit prüft er die Optionen für eine Restrukturierung des Familienunternehmens und sondiert auch den Einstieg möglicher Investoren. Rupp fertigt mit rund 100 Mitarbeitern unter anderem Kunststoffteile für Kunden im Automobilbereich. Das Unternehmen gibt den Ukraine-Krieg als Auslöser für den Insolvenzantrag an: Produktionseinbrüche bei deutschen Fahrzeugherstellern hätten einen erneuten Umsatzeinbruch ausgelöst.

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Insolvenz

Welche Formen der Insolvenz gibt es? Welche Unternehmen sind betroffen? Die wichtigsten Praxistipps und aktuelle Fälle in der Übersicht.

Der Kunststoffverarbeiter Köver will sich über ein Eigenverwaltungsverfahren sanieren, vorläufiger Sachwalter ist Friedrich von Kaltenborn-Stachau (BRL). Die Köver-Geschäftsführung begleitet Martin Heidrich (Taylor Wessing). Die M&A-Berater von Centuros Consult haben einen M&A-Prozess gestartet, um neue Investoren zu finden.

Der auf Schlösser und Schließsysteme spezialisierte Metallverarbeiter Alfred Großsteinbeck Werkzeugfabrik befindet sich im vorläufigen Insolvenzverfahren, Verwalter ist Jens Schmidt (Runkel Rechtsanwälte). Das Unternehmen beliefert als Zulieferer insbesondere die Nutzfahrzeugindustrie. Für den Betrieb wird nun ein neuer Investor gesucht, die Investorensuche betreut das Beratungshaus Mentor.

Distressed M&A-Deals

Das 2012 gegründete Unternehmen Copaltec, das sich auf Thermomanagement spezialisiert hat, wird Teil der zur Würth Gruppe gehörenden Kisling Gruppe und firmiert künftig unter Kisling Deutschland. Das teilte Copaltec-Insolvenzverwalter Dietmar Haffa von Schultze & Braun mit. Der Standort und die 20 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Mit dem Verkaufsprozess war die M&A-Beratung Falkensteg beauftragt.

Der Personaldienstleister Rhein Power wird aus der Insolvenz heraus vom Wettbewerber SAN übernommen. Der Großteil der rund 180 Arbeitsplätze bleibt laut Insolvenzverwalterin Saskia Streicher (Kanzlei Hoefer Schmidt-Thieme) erhalten.

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Distressed M&A

Die Coronakrise bringt einen Boom an Distressed M&A-Deals. Die wichtigsten Besonderheiten bei den Transaktionen und aktuelle Fälle gibt es hier im Überblick.

Das Hamburger Family Office MKCP hat im Rahmen eines Asset Deals den Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln Hansa Vital übernommen. Ein Team der Kanzlei Turner um den Insolvenzverwalter Ingmar Jarchow hatte den Geschäftsbetrieb zuletzt weitergeführt. Den M&A-Prozess begleitete Centuros. MKCP wurden von der Kanzlei SZA Rechtsanwälte begleitet.

Der Investor Livos übernimmt den Hersteller von Küchenarbeitsplatten Lechner in Rothenburg ob der Tauber, der wegen stockender Investoren- und Finanzierungsgespräche Ende November 2021 Insolvenzantrag gestellt hat. Gleiss Lutz hat Insolvenzverwalter Hubert Ampferl (Dr. Beck & Partner) bei der Übertragung im Wege eines Asset Deals beraten. Livos setzte sich einer Mitteilung zufolge in einem Bieterverfahren durch. Auch die Anteile der schwedischen Tochter Lechner Svenska sind Teil der Transaktion. Ein Großteil der bei Insolvenzantragstellung rund 570 Arbeitsplätze soll erhalten bleiben.

Das Logistikunternehmen Zeitfracht will zum 1. April den Geschäftsbetrieb des insolventen Dienstleisters Lichtbasis übernehmen. Der Gläubigerausschuss muss der Transaktion noch zustimmen. Lichtbasis ist auf die Planung von Beleuchtungskonzepten im B2B-Geschäft spezialisiert. Das Geschäft soll die Elektroniksparte von Zeitfracht ergänzen. Insolvenzverwalter bei Lichtbasis ist Markus Schädler (Bendel Insolvenzverwaltung). Hans Konrad Schenk (Grub Brugger) hatte das Unternehmen bereits vor dem Insolvenzantrag im September bei der Investorensuche beraten und war als rechtlicher Berater der Transaktion tätig.

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CFO Wolfram Simon-Schröter platzierte kürzlich seine erste Anleihe für Zeitfracht, obwohl die Emission nicht so gut lief, sind weitere Distressed-M&A-Deals in Planung.

„Distressed Deals funktionieren ähnlich wie Dating“

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Der Logistiker Zeitfracht hat seine Debütanleihe emittiert, doch die Emission lief nicht so, wie erhofft. Verfolgt der Logistiker trotzdem noch das Ziel, Jagd auf Distressed M&A Deals zu machen? CFO Wolfram Simon-Schröter im Interview.

Beendete Insolvenz- und Sanierungsverfahren

Der Orthopädieschuhtechniker Orthopädie Forum wird nach der Sanierung über einen Insolvenzplan im Rahmen einer neu gebildeten Healthcare-Gruppe weitergeführt, teilte Insolvenzverwalter Joachim Exner (Dr. Beck & Partner) mit. Zu der Gruppe gehören Mitglieder der vormaligen Geschäftsführung sowie ein weiterer, namentlich nicht genannter Branchenpartner. Die 180 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Das Orthopädie Forum hatte im Februar 2021 Insolvenzantrag gestellt. Die Quote für die Gläubiger wurde nicht näher beziffert, laut Exner ist sie „weit überdurchschnittlich“.

Der Betrieb des insolventen Unternehmens Theysohn Formenbau wird eingestellt. Alle potentiellen Investoren hätten sich zurückgezogen, teilten die Chief Restructuring Officer Michael Böhner und Tobias Hartwig (beide Schultze & Braun) mit. Sachwalter des Verfahrens war Silvio Höfer von der Kanzlei Anchor. Letztlich hätte die unsichere Neuvergabe von Aufträgen aus der Automobilindustrie zu dem Rückzug geführt. Eine kostendeckende Produktion sei ohne neuen Investor nicht möglich. Die Betriebsstillegung betrifft rund 80 Mitarbeiter.

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Restrukturierung

Sparprogramme, Verlagerungen, Bilanzsanierung: Kaum ein Unternehmen kommt über die Jahre ohne eine Restrukturierung aus. Für Sanierungsberater ist das ein gutes Geschäft.

Das Digital- und Tiefdruckunternehmen Transfertex Thermodruck hat sein Insolvenzverfahren abgeschlossen. Das Unternehmen hatte im Mai 2021 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein Schutzschirmverfahren beantragt. Sachwalter war Alexander Höpfner (AC Tischendorf), die Geschäftsführung wurde bei der Eigenverwaltung und der Erstellung des Sanierungs- und Insolvenzplankonzepts durch Franz-Josef Hansen (BHS Rechtsanwälte) sowie Marc Schneider und Nick Piepenburg (Turnaround Management Partners) unterstützt. Der operative Geschäftsbetrieb von Transfertex wurde zum 1. Oktober 2021 über eine übertragende Sanierung an eine neue Gesellschaft verkauft. 82 der vormals 135 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Durch „umfangreiche finanzielle Beiträge der Gesellschafter“ liegt die Quote zur Gläubigerbefriedigung laut Sachwalter bei 100 Prozent.

Weitere Restrukturierungen und Branchennews

Der Modefilialist Orsay, der Ende November ein Schutzschirmverfahren beantragt hat, wird einem Bericht des Fachmagazins „Textilwirtschaft“ zufolge mindestens 79 seiner derzeit 197 Filialen in Deutschland schließen. Bis zu 212 Mitarbeiter seien von den Schließungen betroffen, Orsay beschäftigte in Deutschland zuletzt 1.179 Personen. Orsay, das wie die Modekette Pimkie zur Mulliez-Gruppe in Frankreich gehört, hatte im vergangenen Jahr 33 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF bewilligt bekommen. Die Schwesterkette Pimkie hatte nach einer Insolvenz im vergangenen Jahr die Zahl ihrer Filialen fast halbiert.

Der Flughafen Friedrichshafen darf im Zuge seiner Restrukturierung vom Land Baden-Württemberg, dem Bodenseekreis und der Stadt Friedrichshafen als öffentlichen Gesellschaftern mit einer Beihilfe zur Umstrukturierung in Millionenhöhe unterstützt werden. Dies hat die Europäische Kommission nach mehr als einjährigen Konsultationen genehmigt. Der Flughafen und private Investoren sollen mehr als 50 Prozent der erwarteten Umstrukturierungskosten tragen. Der Airport muss seinen Grundstückbesitz verkaufen und beispielsweise bestimmte Kapazitäten einfrieren, damit die geplanten Hilfen nicht zu übermäßigen Wettbewerbsverzerrungen führen. Ein Team von CMS unter Leitung von Michael Bauer hat die öffentlichen Gesellschafter und den Flughafen in dem Verfahren vertreten, die insolvenzrechtliche Beratung des Airports leitete Alexandra Schluck-Amend. Am Umstrukturierungsplan arbeiteten zudem Teams von Anchor (Restrukturierungsberatung), Roland Berger (Strategieberatung) und PwC (ökonomische Gutachten) mit.

Die Kanzlei Schultze & Braun ist im Februar Opfer eines Cybercrime-Angriffs geworden. Hinter dem Ransomware-Angriff soll die professionelle Hackergruppe Conti stehen. Die Rechtsberatung lief dem Unternehmen nach nahezu ohne Einschränkungen weiter, es habe jedoch durch das Herunterfahren der Systeme Verzögerungen in der Insolvenzverwaltung und der Steuerberatung gegeben. Das IT-System werde nun mit neuen Komponenten sowie Daten aus einer vorherigen Datensicherung neu aufgebaut.

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Die Hackergruppe Conti hat Schultze & Braun angegriffen. Foto: Maksim Shmeljov - stock.adobe.com

Hackerangriff auf Schultze & Braun

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Die Insolvenzrechtskanzlei Schultze & Braun ist Opfer einer Ransomware-Attacke geworden. Ausgeführt wurde der Angriff von einer Hackergruppe, die sich vergangene Woche zu Russlands Präsident Putin bekannte.

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des Verpackungs- und Druckunternehmens Höhn endet mit einer Ausschüttung von gut 5 Millionen Euro an die insgesamt rund 250 Gläubiger, das ist eine Insolvenzquote von gut 80 Prozent, teilten die Sanierer mit. Höhn hatte im September 2018 Insolvenzantrag gestellt. Als Berater der Geschäftsführung waren Maximilian Pluta und Stefan Warmuth (beide Kanzlei Pluta) engagiert. Sachwalter war Arndt Geiwitz, Verfahrensleiter vor Ort Alexander Hubl (beide SGP Schneider, Geiwitz & Partner). Im Frühjahr 2019 ging der Geschäftsbetrieb an einen Investor aus der Region über, dadurch blieben 110 Arbeitsplätze erhalten. Der Druck von Katalogen und Prospekten wurde dagegen Ende 2018 eingestellt.

Die neuesten Restrukturierer-Personalien

Christian Halász, Experte für finanzielle Restrukturierungen, ist zu Gleiss Lutz gewechselt. Er wird vorwiegend in dem erst zu Jahresbeginn eröffneten Londoner Büro der Kanzlei sowie in Frankfurt arbeiten. Zuletzt war Halász als Partner im Bereich Financial Restructuring für Akin Gump in London und Frankfurt tätig.

Johannes von Neumann-Cosel verlässt Falkensteg. Foto: Falkensteg

Johannes von Neumann-Cosel verlässt auf eigenen Wunsch zum 30. April die auf Restrukturierungen spezialisierte Unternehmensberatung Falkensteg. Von Neumann-Cosel war seit sechs Jahren Partner im Bereich Corporate Finance und leitete seit 2016 die Distressed M&A-Aktivitäten in Frankfurt. Er will sich einer Mitteilung zufolge beruflich neu orientieren. Seine Aufgaben übernehmen die beiden Falkensteg-Partner Jonas Eckhardt und Jochen Wierz.

Torsten Martini, bisher geschäftsführender Partner bei Leonhardt Rattunde in Berlin, wechselt zum 1. April in das Berliner Büro der Kanzlei Görg. Martini wird regelmäßig vom Insolvenzgericht Berlin-Charlottenburg, dem Amtsgericht in Köln sowie verschiedenen Gerichten in Brandenburg zum Insolvenzverwalter bestellt und begleitete unter anderem die Verfahren von Aktiv Schuh, KTG Energie und der Göttinger Gruppe.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de  

Info

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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