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Banken-Survey, MDax-Gehälter und Wirtschaftsprüfer

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Firmenkundengeschäft: Welche Bank steht 2023 ganz vorne im Ranking? Fotos: Frankfurt am Main: Anselm - stock.adobe.com; Deutsche Bank: Tobias Arhelger - stock.adobe.com; HypoVereinsbank: Dennis - stock.adobe.com; Commerzbank: gguy - stock.adobe.com
Firmenkundengeschäft: Welche Bank steht 2023 ganz vorne im Ranking? Fotos: Frankfurt am Main: Anselm - stock.adobe.com; Deutsche Bank: Tobias Arhelger - stock.adobe.com; HypoVereinsbank: Dennis - stock.adobe.com; Commerzbank: gguy - stock.adobe.com

Wer erobert den eisernen Thron? Der Kampf um die Macht wie in der TV-Serie „Game of Thrones“, ist relevant wie nie zuvor. Ob blutig, wie bei kriegerischen Auseinandersetzungen, oder im Wirtschaftsleben. Als bekennende Fans der Serie haben wir uns für die neue Titelgeschichte von FINANCE davon inspirieren lassen. Diese befasst sich mit den besten Firmenkundenbanken Deutschlands. Das Ranking basiert auf den Ergebnissen des diesjährigen Banken-Survey, für den FINANCE gemeinsam mit „F.A.Z. Business Media | research“ Finanzentscheider nach ihren Einschätzungen zu den Banken befragt hat.

Klar ist: Die Banken verdienen inzwischen dank der Zinswende wieder sehr gutes Geld im Corporate Banking. Doch wer hat im Firmenkundengeschäft anno 2023 den Thron erobert – Deutsche Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank, LBBW oder doch die DZ Bank? Und wie schlagen sich die Auslandsbanken? Wie wirkt sich bei HSBC die Sitzverlagerung von Düsseldorf nach Paris aus? Wir haben CFOs, Leiter Finanzen und Treasurer befragt, welche Banken sie am besten finden – generell, aber auch in Produktkategorien wie Kreditgeschäft, Anleihetransaktionen, Cash Management und ESG-Beratung. Wer ganz vorne ist, erfahren sie im neuen FINANCE-Magazin, das heute schon als E-Paper erscheint.

Vaillant vs. Viessmann: Wessen Strategie geht auf?

Banken spielten auch bei den jüngsten Deals der Heizungsbauer Vaillant und Viessmann eine wichtige Rolle, aber ganz unterschiedlich: Während das Remscheider Unternehmen Vaillant um CFO Stefan Borchers gerade einen Schuldschein arrangiert hat, hat Viessmann einen ganz wichtigen Teil des Geschäfts an den US-Wettbewerber Carrier Global veräußert. Letzteres hatte einen Aufschrei zur Folge: Droht jetzt der Ausverkauf des deutschen Mittelstands? Wir haben die Strategien der beiden Mittelständler gegenübergestellt und bewertet: Wer geht größere Risiken ein?

Wie groß Geschäftsrisiken sein können, zeigt auch das Beispiel Teamviewer. Das IT-Unternehmen aus dem schwäbischen Göppingen ging im Herbst 2019 erfolgreich an die Börse. In der folgenden Corona-Zeit erlebte der Fernwartungsspezialist einen besonderen Hype. Der Aktienkurs stieg im Juli 2020 auf über 50 Euro. Zwischenzeitlich fiel er auf 8 Euro – und hat sich bislang nicht nennenswert erholt. Die Gründe: übertriebene Umsatzerwartungen und zahlreiche Gewinnwarnungen. Der neue CFO Michael Wilkens erklärt im Gespräch, wie er das IT-Unternehmen wieder auf den Wachstumspfad bringen will.

Das verdienen CFOs im MDax

Wilkens Vorgänger bei Teamviewer, Stefan Gaiser, strich als MDax-CFO nach dem erfolgreichen Börsengang enorme Gehälter ein. Wer hat sich jetzt an die Spitze des Gehälter-Rankings gesetzt? So viel sei verraten, es ist wieder der CFO eines Software-Unternehmens.

Das Ranking ist anno 2023 wieder einmal sehr männerdominiert. Unter den 40 ausgewerteten CFO-Positionen im MDax waren lediglich drei Finanzchefinnen. Insgesamt waren zum Jahresende 2022 lediglich sechs Finanzvorstandsposten mit einer weiblichen CFO besetzt. „Das ist kein MDax-Problem“, erklärt Moritz Stahl, Director und Executive Compensation Specialist bei Blättchen & Partner. „Wenn man sich die Vorstände der deutschen Unternehmen genauer anschaut, findet man teilweise keine einzige Frau oder höchstens eine weibliche Person auf der Ebene.“ Finanzchefinnen bleiben im MDax also weiterhin unterrepräsentiert.

PwC und EY führen bei Dax-Mandaten

Rankings spielen auch bei Wirtschaftsprüfern eine wichtige Rolle. Durch die Erweiterung des Dax auf 40 Unternehmen und die Rotationspflicht durch das Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität FISG in der Folge des Wirecard-Skandals bewegt sich dort mehr. Unter den Big Four Deloitte, KPMG, PwC und EY werden die Karten neu gemischt. Aber auch neue Wettbewerber aus den Next-Seven-Gesellschaften gelingt es, Dax-Mandate zu erlangen. Den Kampf um den Thron gibt es eben nicht nur im Banking.

Info

Markus Dentz ist Chefredakteur von FINANCE und der Fachzeitschrift DerTreasurer. Seine journalistischen Schwerpunktthemen sind Unternehmensfinanzierung, Restrukturierung und Treasury. Nach dem Studium und dem Volontariat beim F.A.Z.-Institut stieß Dentz zur FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH, einer Tochter der F.A.Z.-Verlagsgruppe und Herausgeberin von DerTreasurer und FINANCE. Mehrfach wurden seine Artikel aus den Bereichen Private Equity und M&A mit Journalistenpreisen ausgezeichnet.